Kathrin ist ein Montblanc Trailblazer

Ha, da grinst die Kathrin und das zu Recht. Sie wurde gefragt, ob sie, wie Schauspieler Hugh Jackman, Teil der "Trailblazer"-Kampagne für die Luxusmarke Montblanc sein möchte. Und dann googelte sie schnell nach, was "Trailblazer" überhaupt bedeutet. Hugh Jackmann ist Kampagnengesicht, Testimonial und besonders charmanter Gast von Montblanc-Veranstaltungen, soviel wussten wir. "Trailblazer" klingt laut Übersetzung noch besser: Vorreiter, Wegbereiter.
Kathrin, ein Vorreiter? Ja, klar! Schließlich schossen sie und Barbara schon Fotos bei den Fashion Weeks und schrieben eifrig für Modepilot mit, als dort noch gar keine Blogger zugelassen waren. Sie kämpfte an vorderster Front für das neue Medium.
Als "Trailblazer" hat Kathrin nun die Aufgabe, für die Montblanc-Seite "Meet the modern Trailblazers" Fragen zu beantworten, die andere inspirieren oder ermutigen könnten. Das geschieht auf Englisch, da es sich um eine weltweite Kampagne handelt. Hier nun ein Auszug daraus und dieser ins Deutsche übersetzt...
Meet the Modern Trailblazer Logo Montblanc Modepilot
Was bedeutet Modepilot fĂĽr dich?
Kathrin: Ich habe kein Kind. Modepilot ist mein Baby: ich pflege es und hege es und erfreue mich daran, wie es größer wird. Modepilot ist auch eine Art Therapie: ich kann hier Dinge schreiben und loswerden, die ich sonst nirgends schreiben dürfte und das direkte Feedback unserer Leser hält mich auf dem Boden.
Was ist deine Definition eines Wegbereiters?
Kathrin: Jemand, der mutig und neugierig genug ist, neue Wege zu gehen.
Bist du ein Entdecker, ein Pionier?
Kathrin: Nicht mit Absicht, aber ich bin ein neugieriger und hinterfragender Mensch und ich teste gern aus.
Man sagt, der erste Schritt sei der einfachste. Stimmt das?
Kathrin: Ich denke, es ist viel schwieriger, eine konstante Qualität zu liefern und Wachstum zu generieren. Wieder mit einem Kind zu vergleichen: die Zeugung ist das einfachste, aber nicht die eigentliche Aufgabe.
Wie begann deine Karriere?
Kathrin: Ich griff nach den Sternen und bewarb mich bei einem Autorenmagazin, obwohl ich gerade erst das Journalismus-Studium beendet hatte und keine Autorin war. FĂĽr die Bewerbung arbeitete ich Tag und Nacht und als ich den Job bekam arbeitete ich weiter Tag und Nacht.
Folgst du einem bestimmten Grundsatz?
Kathrin: Man sollte immer das tun, woran man glaubt. Wenn man an einem Punkt angekommen ist, an dem man nicht mehr versteht, was man da eigentlich tut, sollte man Fragen stellen, sich und anderen. Und Antworten finden, sonst wird es unbefriedigend und auch nicht mehr produktiv.
Gehört zum Erreichen eines Ziels auch immer etwas Leiden?
Kathrin: Wenn man oben auf dem Berg angekommen ist, vergisst man jede Anstrengung.
Kathrin Bierling Modern Trailblazer Montblanc
Treibt Angst an oder ist es andersherum?
Kathrin: Die Kunst ist es, Angst in etwas Kraftvolles zu verwandeln, also die Chancen in einer Bedrohung zu sehen.
Hürden – existieren diese überhaupt für dich?
Kathrin: Wenn ich müde werde, fordere ich mich nicht mehr heraus. Und ich bin nicht der Typ, der ein "Ja" hört, wenn ein "Nein" gemeint ist. Aber ich nehme gern Anlauf und konzentriere mich voll, um auch größere Hürden zu nehmen.
Manchmal erreicht man in Projekten diesen Punkt, an dem man sich fragt: "Warum tue ich das eigentlich?" Welche Erfahrungen machst du mit Zweifel?
Kathrin: Wenn ich an einer Sache zweifele, dann stelle ich mir Fragen und meist muss man dann Dinge ändern; Strukturen, Arbeitsprozesse, zum Beispiel. Zweifel sind gut, um Optimierungen vorzunehmen. Dafür muss man immer frei bleiben im Kopf.
Welche Rolle spielt Misserfolg beim Erreichen von Zielen?
Kathrin: Angeblich lernt man dabei am meisten. Mit diesem Gedanken tue ich mir aber schwer. Was ein Pilot bei einem Absturz lernen könnte, hilft uns später auch nicht mehr. Gute Vorbereitung, das Durchgehen verschiedener Szenarien, gute Mentoren und ein ehrliches, kritisches, privates Umfeld – all das finde ich sehr viel wichtiger, um Fehler zu vermeiden. Und ich lerne lieber aus Erfolgen.
Was hilft dir während eines Projekts motiviert zu bleiben?
Kathrin: Meine Kollegen zu sehen, wie sie ebenso motiviert weiter daran arbeiten. Und das Ziel vor Augen.
Wenn du unsicher bist, folgst du dann deinem Kopf oder deinem Herzen?
Kathrin: Beides. Wenn das immer noch zu keiner Entscheidung führt, dann dem Herzen – das Bauchgefühl basiert ja auf Erfahrungen, die man gemacht hat – also ist es, so gesehen, wieder der Kopf.
Wenn du eine Entscheidung treffen musst… Wie kannst du dir sicher sein, die richtige zu treffen?
Kathrin: Als ich ein Kind war, fragte mein Onkel in die Runde: Wollen wir erst das Video schauen oder erst den Kuchen essen? Die Erwachsenen antworten mit "Also ich bin mit beidem fein" oder "Ich schaue jetzt gern das Video, esse aber auch gern schon den Kuchen". Da sagte ich: "Erst das Video!" Und mein Onkel rief: "Endlich eine Frau in der Familie, die Entscheidungen fällen kann!"
Manchmal ist es nur wichtig, eine Entscheidung zu fällen.
Sind Weggabelungen eine Chance, um mehr zu entdecken?
Kathrin: Man sollte seinen Weg verfolgen und dabei auch nach links und rechts sehen. So entdeckt man beispielsweise Abkürzungen oder einfach nur eine besonders schöne Aussicht – das bereitet Freude und gibt Kraft, den Weg weiter zu gehen.
Magst du das Gefühl, auf deinem Weg zu sein, oder drängt es dich, anzukommen?
Kathrin: Das ist eine knifflige Frage. "Der Weg ist das Ziel," ist eine recht passende Aussage für meine Lebenseinstellung. Das Gefühl des Ankommens möchte man dabei nicht missen, immer und immer wieder.
Was möchtest du noch erreichen?
Kathrin: Nicht stehen zu bleiben.
Photo Credit: Kirsten Becken, Montblanc

Kommentare

  • Aggi sagt:

    Kathrin, Du ist die Beste!!!!!!! Liebe GrĂĽsse
  • Kathrin Bierling sagt:

    Ach, Aggi, lieben Dank! Hoffe, wir sehen uns bald mal wieder. Kuss nach DĂĽsseldorf!