Beauty Basics, Teil 1: Gesichtspflege

Meine neue Beauty Basics-Serie besteht aus vier Teilen: 1) Gesichtspflege, 2) Körperpflege, 3) Haare und 4) dekorative Kosmetik und soll an meinen Post "Ökonomisch gedacht: Was gehört in den Kleiderschrank" anknüpfen, also: Dinge, die aus meiner ganz persönlichen Sichtweise heraus Bestand haben. Und es ist der erneute Versuch, ein Zuviel im Badezimmer und Kosmetiktäschchen zu vermeiden. Morgen kommt Teil 2 mit Körperpflege-Tipps.
1) Gesichtspflege
Wie viele Cremes verträgt die Haut? Nicht viele! Kleine pickelartige Erscheinungen im Bereich der Lachfalten um den Mund herum könnten ein Zeichen von "Überpflege" sein, wie es die Kosmetikerin nennt. Der Hautarzt sagt dazu "periorale Dermatitis" und der Volksmund: "Stewardessen Krankheit". Dabei müsste diese Hautirritation besser "Beauty-Redakteurinnen Krankheit" heißen, denn das, was man als Beauty-Redakteurin oder Bloggerin alles testen darf/kann/soll, übersteigt das Pflege-Verhalten einer jeden Duty-free-verwöhnten Stewardess!
Wenn ich könnte, würde ich mich also auf folgende acht Produkte beschränken...
1. Waschgel von La Roche-Posay mit praktischem Pump-Spender, eines fürs Waschbecken, eines für die Dusche und eines für den Badewannenrand. Macht mit seinem Duft gute Laune und ist frei von Seife, Alkohol, Parabenen und Farbstoffen. Kostet circa 12 Euro und gibt es in jeder Apotheke. Ökotest merkt an, dass es die komedogene Substanz Isopropyl Myristate enthält (was Akne fördern kann) – ich schwöre dennoch darauf.
Pumpspender von La Roche-Posay (l.o.), "Eau Efficace" von Sisley (r.o.), Creme gegen dunkle Flecken von Verso (u.)
2. Gesichtswasser, das den Kalk nach dem Waschen von der Haut nimmt – in München notwendig. Ich liebe das "Eau Efficace" von Sisley aus mehreren Gründen: das Design der Flasche, der herrliche Duft, die Formel aus Make-up-Entferner und Toner in einem und (!) der praktische Spender, wie man ihn von Nagellackentfernern aus den Nagelstudios kennt. Die Größe von 300ml rechtfertigt den Preis von 87 Euro fast. Sparsame können die Flasche mit Gesichtswasser einer anderen Marke auffüllen…, wenn es denn einmal leer wird.
3. Creme gegen dunkle Flecken (braucht nicht jeder). Auch da habe ich einige ausprobiert und halte das Produkt von Verso ("Dark Spot Fix") für das beste. Ich bin nun fast täglich in der Sonne, benutze weitgehend LSF 50 für die dunkle Stelle, aber eben nur weitgehend und der Fleck geht zurück. Ein Verblassen des Flecks kenne ich sonst nur aus den Wintermonaten. 185 Euro hätte ich aber – zugegebener Weise – nicht ausgegeben. Happy Testerin me.
4. Augenpflege. Schwieriges Thema. Geschwollene Unterlider sind ein Zeichen für überforderte Nieren. Das lässt sich nicht wegcremen. Im Gegenteil: mit fast allen Augencremes (ich habe bestimmt schon 30 getestet) schwellen empfindliche Augen noch mal mehr an. Ich trinke morgens nun eine große Tasse Kräutertee, um die Nieren auf Trab zu bringen und, wenn mir nach Augenpflege ist, dann verwende ich "Hydraphase Intense" von La Roche-Posay. Die tut gut und macht es nicht schlimmer.
"Masque Purifiant Eclat von Clarins" (l.), Gesichtsöl von Nuxe (r.o), Gesichtscreme von Babor (r.u.)
5. + 6. Tages- und Nachtpflege. Könnte ich mit vier Buchstaben abhandeln, das Thema: NUXE. Mit dem kleinen Glasfläschchen von Nuxe hat man alles in einem: sinnlich duftendes, perfekt pflegendes Öl für Gesicht, Körper & Haar, bei Tag und bei Nacht – praktisch auch für die Reise. So pflegt sich die Frau, die ich gern wäre: mit nur diesem einen Fläschchen. Stattdessen verwende ich aber auch eine Feuchtigkeitscreme von La Roche-Posay (die Produkte helfen bei der Beauty-Redakteurinnen Krankheit) und eine Notfallcreme (Oktoberfest, Fashion Week) von Babor, die auch auf dem Dekolleté für schnelle Abhilfe bei Sonnenbrand und Knitterfalten sorgt. Und zwischendurch einfach mal ohne Eincremen zu Bett gehen – hilft der Haut sich selbst zu generieren: 0 Euro.
7. Gesichtspeeling. Nichts für die tägliche Anwendung, aber hilfreich wenn man nicht regelmäßig zur Kosmetikerin geht: die elektrische Gesichtsbürste von Clarisonic (L'Oréal). Auf die Sonic-/(Schall-)Technologie schwöre ich seitdem ich die Sonicare Zahnbürste von Philips verwende (seit acht Jahren circa) und mir der Zahnarzt sagt, dass ich nicht jedes Jahr kommen muss. Mit meinem Poren-Check bei der Kosmetikerin verhält es sich nun ähnlich. Die Bürste reinigt gründlich mit 300 Schwingungen pro Sekunde, aber sanft mit keinem (!) rotierenden, sondern hin- und her drehenden Bürstchen. Kostenpunkt: um die 200 Euro.
8. Gesichtsmaske. Sie bietet sich nach dem Peeling an (nicht jedes Mal, alle zwei Wochen reicht aus). Von allen bisher getesteten Masken reagiert meine Haut auf die regulierende Maske von Clarins am besten: porentief reine Haut und keinerlei Irritation. Die 25 Euro für die "Masque Purifiant Eclat" halte ich für gut investiertes Geld, da die Maske schier endlos hält. Manchmal glaube ich, sie füllt sich von selbst wieder auf. Ich könnte wetten, dass jede Drogerie-Maske 20 mal schneller leer wird.
Augencreme von La Roche-Posay (o.), Gesichtsbürste von Clarisonic (u.)
PS.: Den schönen Handwaschlotion-Spender von Molton Brown mit Sagrotan Flüssigseife nachfüllen – riecht auch fein und vermeidet Pickel (wenn man sich mit den Händen ständig übers Gesicht fährt).
Fotos: Modepilot mit Hilfe der Diptic App
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Kommentare

  • Kate sagt:

    Liebe Kathrin, danke dir für die Empfehlung von Frau Cotta - sie ist wirklich prima und ich liebe es mit so Münchner Urgesteinen zu reden. Und sie hat mir tolle Tipps gegeben für meine Haut. Viele Grüße Kathrin
    • Kathrin Bierling sagt:

      Wow! Freut mich. Lass uns wissen, wie es dir gefallen hat.
      • Kate sagt:

        Danke, was ich grad gesucht hab! Termin ist vereinbart 😉
        • Manuela sagt:

          Danke für diesen tollen Beitrag! Ich probiere auch schon ewig rum und bin bisher zu keinem richtigen Ergebnis mit meiner Haut gekommen. Jetzt werde ich gleich losgehen und einige der von dir empfohlenen Produkte genauer unter die Lupe nehmen.
          • Kathrin Bierling sagt:

            Liebe Kathrin, ja, wenn es ganz schlimm ist, dann lieber so gut wie gar nichts nehmen. Also die Waschlotion von La Roche-Posay und vielleicht ein Feuchtigkeitsfluid ab und an. Mein Haut Doc heißt Christina Cotta – sie ist Fachkosmetikerin und arbeite jahrelang mit Dermatologen zusammen. Ihr Studio ist auf der Barer Straße. Bei ihr fühlst du dich in guten Händen und deine Haut ist bald wieder rein.
            • Kate sagt:

              mich würde noch mehr interessieren, was bei dir gg die stewardessen krankheit hilft. bei mir nur konsequent gar nix, also nur mit wasser waschen und nicht cremen. trotzdem dauert es ewig bis es wieder weg ist. hast du einen guten haut doc dafür in münchen?
              • Kathrin Bierling sagt:

                Liebe Sarah, bei sehr trockener Haut kann ich die Sea Creation von Babor empfehlen, die ich (eher fettige Haut) nur in Extremfällen verwende, aber meine Freundin (trockene Haut) liebt sie. Leider teuer. Hydranorme von La Roche-Posay auch schon ausprobiert? Die verwende ich gegen Spannungsgefühle...
                • Manuela sagt:

                  Ein toller Beitrag, der endlich mal ein bisschen Licht in das Chaos der erhältlichen Pflegeprodukte. Fast jeden Tag kommt was neues und noch besseres raus. Wer soll sich da noch zurechtfinden? Dieser Artikel ist ein Super-Wegweise.
                  • Sarah sagt:

                    Super Bestätigun; meine Apothekerin hat mir für meine überstresste Haut auch verschiedene Produkte von La Roche-Posay genannt, die ich auch gerne für den Preis kaufe und anwende. Allerdings habe ich noch keine gute Gesichtscreme gefunden, die das spannende Gefühl lindert und meine Haut vor dem Austrocknen schützt.