Gala-Redaktion bei Michalsky ausgeladen

Aufgrund der aktuellen Geschichte über Michalsky in Gala, wurde nun die gesamte Gala-Redaktion von der Michalsky Stylenite-Gästeliste gestrichen. In dem Artikel geht es darum, dass Michalsky mehr Marketing- als Modemarke ist und, dass es kaum Geschäfte gibt, die die Marke tatsächlich führen – alles aufwendig recherchiert, wie mir die Redaktion nochmals versichert hat. Gala-Modechef zur aktuellen Situation: „Ich bin zum ersten Mal von einer Fashionshow ausgeladen worden, zu der ich mich gar nicht angemeldet hatte.“

Michalsky-Einladung für morgen Abend – warum bekommen wir eigentlich noch eine? Siehe Sponsored by… aus dem Jahre 2009 und andere Artikel auf Modepilot.

Foto: Modepilot/Modejournalistin

33 Kommentare zu
“Gala-Redaktion bei Michalsky ausgeladen”
  • traurig, solche geschichten ärgern mich sehr. das ist journalismus- und kritische berichterstattatung gehört genau so dazu wie der applaudierende beitrag über eine gelungene kollektion. vor allem in der modebranche, wo es mittlerweile (auch in blogs) so viele gesponserte berichterstattung gibt.

    ich kann den kollegen nur sagen, ihr habt alles richtig gemacht. und hätte der michalsky mehr größe, dann hätte er derart peinlich aktionen nicht nötig. darüber hinaus glaube ich nicht, dass die betroffenen redakteure/autoren auf einer michalsky-show wirklich etwas verpassen würden 😉

  • Also ich habe den Artikel in der Gala gelesen und muss sagen, der ist wirklich unter der Gürtellinie. Mir riecht das eher nach „Privatkrieg“. Irgendjemand kann da jemanden nicht leiden und trägt das (ziemlich unprofessionell) in die Zeitung. Gala eben…:( Ich finde die Reaktion von Michalsky, die Leute auszuladen, mehr als angemessen. Ich kann das gut verstehen.

  • Ich als „Nicht-Insiderin“ (sagt man dann eigentlich „Fashion-Outsider“ dazu,?) kann den tatsächlichen Wahrheitsgehalt zwar nicht beurteilen, könnte mir aber vorstellen, dass da was dran ist. Ich „kannte“ auch erst die Person Michalsky (also von diversen Fotos) und zwar lange bevor ich mal ein paar Fotos seiner Arbeit zu sehen bekam. Und ich habe auch noch nirgendwo beim Shoppen seine Produkte entdecken können. Aber wie gesagt, ich bin ein Laie.

  • Ich bewundere den Mut der GALA-Moderedaktion das „System“ kritisch zu hinterfragen und freue mich über den wirklich investigativen Journalismus mit wahrem Mode-Idealismus. Ist in Zeiten von „Ich-werde-mit-Geschenken-und-Einladungen-in die Fornt-Row-gefügig-gemacht-Mode-Blogs“ von Nobodies absolut begrüßenswert & erfrischend!

  • @annemarie: „fashion-outsider“ finde ich genial!!!

    zum thema(mehr oder weniger): ich lief irgendwann letzte woche über die pitti uomo als ich plötzlich den schriftzug michalsky erblickte… der schreck sitzt mir jetzt noch in den knochen 😉

    p.s. für die kommentare der leser ist das cockpit ja wohl nicht verantwortlich, oder? nicht dass die jetzt euch noch ausladen!!!

  • Wir sind schon seit Jahren bei einem anderen Label auf der schwarzen Liste 😉 Und viele haben uns eh noch nie eingeladen. Außerdem bekommen immer wieder mal auf den Deckel, weil wir das schreiben, was wir denken. Alles ganz normal. So ist das eben heute. Muss man nicht traurig drüber sein.

  • Ich verstehe Eure Aufregung nicht. Die Gala kann schreiben, was sie will und Michalsky kann einladen, wen er will. Ich find den cool. Man muss sich nicht alles gefallen lassen.

  • Bin ebenso ein Fashion-Outsider aber dennoch neugierig auf die Berichterstattung zum Thema:
    Privatkrieg ja oder nein, wo bleibt die Souverenität, die eine Person mit öffentlichem Interesse besser haben sollte, Herr Michalsky?

  • Man muß nur mal zum Kaffeeröster laufen. Michalsky gab’s doch mal bei Tchibo 😉
    Verstehe nur nicht, warum Karl Lagerfeld so viel von Herrn Michalsky hält. Aber wahrscheinlich hat selbst bei Kaiser Karl das Marketing gewirkt…

  • @modezarin: …:))
    wahrscheinlich findet Karl Michalsky wirklich gut. Die letzte Kollektion von Mr. M wurde in der Presse jedenfalls ziemlich gelobt. Ich finde einzelne Stücke auch sehr schön. Zur Gala: das ist doch Zickenkrieg. Gala liest doch eh niemand.

  • Genialer Schachzug! Besser kann die Fa Michalsky Aufmerksamkeit auf einen für das Unternehmen wenig schmeichelhaften Artikel gar nicht lenken.

  • Liest tatsächlich jemand die Gala? Eigentlich blättert doch jeder bloß die Bildchen durch um zu schauen, wer welchen Fummel auf welchem Event getragen hat. Und das ist vielleicht auch besser so, wenn frustrierten Redakteuren eine Plattform geboten wird, ihre privaten Feindschaften zu pflegen.

  • Der verbitterte Mode Redakteur Marcus Luft schreibt schlecht recherchierte Sachen in der Gala und trägt damit seinen privaten Unmut über Michalsky aus…..was für eine schlechte Plattform dieser Moderedakteur doch nutzt…ohne Worte.
    Ein Grund weniger sich überhaupt diese Zeitschrift zu kaufen!!

  • Der verbitterte, ältliche Marcus Luft fühlt sich als die
    Provinz-Wintour der Gala. Seine Artikel sind meist
    wenig fundiert und beliebig geschrieben. Dies zeigt auch der launige Michalsky Artikel. Selbst, wenn ich kein Fan des Designers bin, finde ich den Artikel schlecht geschrieben und überspannt. Fashion D-Promi Luft, hat eher ein persönliches Problem mit dem Designer. Das sollte aber nicht Gegenstand eines Magazinartikels sein, sondern anders geklärt werden.

    Gäbe es ein Dschungelcamp für Fashion Leute, Marcus Luft wäre drin!

  • Heisst der Redakteur wirklich L.U.F.T …? das passt ja perfekt zu dem Blatt, das er mit selbiger füllt…:)) seeehr lustig.

  • Wie peinlich für die Gala . Anstelle Jungunternehmer zu loben und stolz zu sein was in Deutschland passiert versucht die Presse hier seine Landsleute fertigzumachen. Ich bin Stolz darauf dass es Menschen wie MM gibt . Gala , ihr solltet Euch schämen.

  • ganz im ernst: der artikel ist weder persönlich noch böse. es wird einfach nur berichtet, was eigentlich jeder weiß (oder innerhald von 20 minuten mit ein paar telefonaten herausbekommen kann).
    dass es bei dem label michalsky nicht um mode, sondern promotion geht, um an anderen stellen geld zu verdienen, ist völlig legitim und allgemein bekannt.

    und herr luft schreibt ganz klar aus einer verständlichen situation heraus: es sieht dutzende taltentiererer designer mit eigenen labels, die nicht einen hauch der aufmerksamkeit bekommen, die ihnen aufgrund ihres engagements für mode in deutschland gebühren würde.

  • Liebe Frau Kiesler,
    ich muss widersprechen. Sogar eine relativ unbedeutende Zeitschrift wie die Gala sollte nicht so offensichtlich lügen. Man kann ganz einfach bei „The Label Finder“ nachschauen, welcher Designer seine Mode wo verkauft. Hier ein kleiner Überblick der Berliner Modemacher:
    Michalsky: 75 Läden, Kilian Kerner: 88, Kaviar Gauche: 43, Lala: 88, Mongrels: 6, Cest Tout: 40

    Ich finde den Gala-Artikel böse und falsch. Ganz offensichtlich gibt es eine Menge Leute, die die Michalsky-Mode mögen. Das kann man schreiben. Auch, wenn man den Michalsky-Stil vielleicht nicht mag.
    Gala ist bei mir erledigt.

  • Liebe Frau Zeidler,

    nachdem mich diese Diskussion um den Gala-Artikel etwas verwirrt, habe ich versucht, zumindest für mich selbst Licht ins Dunkel zu bringen und habe kleine Stichproben auf „The Label Finder“ gemacht.
    Mein Ergebnis: Es ist so nicht ganz richtig, was Sie hier schreiben. Ja, Michalsky gibt es laut Suche in 75 Stores. Damit haben Sie eindeutig recht. Schaut man einmal genauer hin, finden sich unter diesen Stores zwei Filialen von Apropos (die laut des Artikels Michalsky nicht mehr führen; die Suche im Online-Store von Apropos ergab 0 Treffer). Darüber hinaus sind bei „The Label Finder“ auch einige Filialen von Karstadt aufgeführt, die alle lediglich das Michalsky-Parfum im Sortiment haben und nicht die Mode. Es handelt sich dabei wie gesagt nur um Stichproben.
    Wenn Sie also in Ihrem Kommentar schreiben, die Gala-Redaktion habe schlecht recherchiert bzw. lüge, kann man Ihnen ehrlich gesagt einen ähnlichen Vorwurf machen. Ich hoffe Sie verzeihen mir diesen kleinen „Angriff“.

    Davon abgesehen, ist doch für beide Seiten offensichtlich das Beste herausgekommen – man spricht darüber, die Auflage wird gestiegen sein und Michalsky wird ordentlich verkaufen.
    Und wie wie sagt man so schön: Auch schlechte Presse ist gute Presse 🙂

  • hallo frau zeidler,
    danke für ihre untersuchungen. aber auch das trifft es nicht. ich habe schon mehrmals michalsky bei zalando gekauft. (sehr zufrieden, übrigens)… die online-shops werden bei label finder aber gar nicht gezeigt…
    fakt ist, dass die gala behauptet, die mode von michalsky gibt es quasi nirgends zu kaufen und das ist einfach falsch. die zeitschrift führt nur eine verleumdungskampagne gegen den bekanntesten deutschen designer. und das ist mies. man kann kritisieren. aber nicht auf diese art. ich finde das einfach schlecht von der gala.

  • Die Gala (Herr Luft) hat doch keine Ahnung wenn sie behauptet, Eickhoff sei der beste Fashionladen in Deutschland. Das stimmt schon längst nicht mehr. Der Laden war mal cool in den 90ern. Lange her. Inzwischen gibt es in Düsseldorf viel bessere Läden, oder in Mannheim. (Ich nenne keine Namen:)

    Kein Wunder, dass Eickhoff die Michalsky-Mode nicht verkauft. Dort kauft nur die alte Düsseldorfer Schikeria, keine Leute, die junge, coole Berliner Mode tragen. Coole Leute kaufen längst woanders.

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