Die Bibel für Handtaschen-Liebhaber

Ein Buch über It-Bags? Im Ernst? Das war mein allererster Gedanke als ich von dem Buch „For the love of bags“ hörte. Ein Coffetable-Book, das der weiblichen Schwäche für teure Designerhandtaschen huldigt. Das klang recht banal.

Modebuchkritik: For the love of Bags

Da die Autoren, Julia Werner (Glamour) und Dennis Braatz (Süddeutsche Zeitung), kluge Köpfe sind und ich sie für ihre spitze Zunge schätze, konnte das Buch so einfallslos gar nicht sein. Ist es auch nicht, sondern unterhaltsam und informativ:

Launige, kurze Texte fassen die Geschichte und den Hype über bestimmte Designer-Taschen zusammen, von der klassischen Kelly Bag bis zum Newcomer-Label Paula Cadematori, gespickt mit aktuellen Insider-Infos, die eben leider nicht in Reclams Mode und Kostümlexikon zu finden sind. Auch Phänomene wie die „Crossbody Mania“ oder „Instabags“, also Taschen-Labels, die durch die sozialen Netzwerke aus dem Nichts zum Trend-Teil wurden, werden besprochen. Besonder schön: Nicht nur die omnipräsenten It-Bags werden vorgestellt. Der Abschnitt „Atelier Bags“ ist Taschen gewidmet, die Trends und Jahrzehnte überdauern, ohne an Modernität zu verlieren – wie Moynat oder Valextra.

Für die „fashionable“ Optik sorgt Streetstyle-Fotografin von Sandra Semburg, die wirklich ein bewundernswertes Auge für Details hat.

Mein Lieblingssatz aus dem Buch: „Woher kommt eigentlich dieses Gefühl, dass die richtige Tasche das Leben besser macht? Wahrscheinlich weil es stimmt.“

„For the love of bags“ kostet 59, 90 Euro und ist via Amazon erhältlich.

 

Photo By: Photo © 2015 Sandra Semburg. All rights reserved.
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