Bally: Zurück auf dem Mode-Radar

Bally gehörte für mich immer zu den Marken, die ich zwar in der Fußgängerzone wahrgenommen habe, aber bei denen ich nie versucht war, auch tatsächlich in die Boutique hineinzugehen. Jetzt würde ich gerne im Store „einziehen“.

Das Haus hat eine lange Geschichte: Bally gehört zu den ältesten existierenden Luxusmarken der Welt und blickt auf mehr als beeindruckende 160 Jahre Unternehmensgeschichte (Gründung 1851) zurück. Begriffe wie „Bally-Sohle“ oder „Bally-Stöckel“ sind zum geflügelten Wort geworden. Nur: Das war einmal, vor langer Zeit. Die Accessoires und Schuhe der Manufaktur haben eine großartige Qualität, keine Frage. Aber zuletzt fehlte es nicht nur an Identität, sondern schlicht am „Muss-ich-haben-Effekt“.

Und das ist nicht nur von außen betrachtet so: drei Besitzerwechsel in fünf Jahren, Designer kamen und gingen, die Ready-to-wear setzte sich nicht so richtig durch. Es fehlte der rote Faden.

Bally CEO Frédéric de Narp, ehemals Präsident bei Harry Winston und Cartier Nordamerika, hat nun ein ehrgeiziges Ziel: bis 2021 will er eine Milliarde Dollar umsetzen und Bally zur wichtigsten Luxus-Schuhmarke der Welt machen. Seit etwa zwei Jahren ist Pablo Coppola Kreativdirektor von Bally, der zuvor bei Tom Ford im Accessoires-Team war. Er hat das Atelier direkt nach London verlegt. Vermutlich war es fast unmöglich, junge Designtalente in die dann doch sehr beschauliche Schweiz zu locken. Unter seiner kreativen Führung konnte man in den vergangenen Saisons schon einen Wandel erkennen, spätestens mit der aktuellen Resort-Collection ist er für mich vollendet. Zum ersten Mal dachte ich im Showroom: Wann kommt die Kollektion in die Läden und wo kann ich sie kaufen?

Bally Resort Collection Spring/Summer 2016

Leder gehört natürlich zu den Kern-Elementen des Hauses. Schön, dass jetzt auch mutige Schnitte dazukommen.
Der Pyjama steht ganz oben auf meiner Wunschliste.
Schultertasche „Eclipse“: Klassische Form, poppige Farben.
Die Sandalen hätte ich am liebsten gewaltsam entwendet.

Leder gehört natürlich zu den Kern-Elementen des Hauses. Schön, dass jetzt auch mutige Schnitte dazukommen.

Der Pyjama steht ganz oben auf meiner Wunschliste.

Schultertasche „Eclipse“: Klassische Form, poppige Farben.

Die Sandalen hätte ich am liebsten gewaltsam entwendet.

Coppola setzt natürlich auch auf die Codes des Hauses, zeigt viel Klassik und Leder, aber cool gestylt und zeitgeistig. Die Kollektion ist ab November erhältlich, hier geht’s zum Storefinder bzw. zum Online-Shop.

Bally Spring/Summer 2016

Gut zu wissen: Bally ist in deutscher Hand und gehört seit 2008 der Milliadärsfamilie Reimann.

Lesetipp: Stephan Hilpold hat ein sehr schönes Unternehmensportrait geschrieben. Hier geht’s zum Artikel: Der Standard

Photo By: Bally
1 Kommentar zu “Bally: Zurück auf dem Mode-Radar”

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