Adventskalender-Türe 21

Von Kaschmirdesignerin Antonia Zander trage ich Kaschmirteile seit über zehn Jahren. Sie sind dicker, flauschiger und sehen edler aus als die meisten anderen Kaschmirdinge, die man so kennt. Daher verbirgt sich in dieser Adventskalender-Türe nicht einfach nur ein hochwertiger Schal, sondern etwas ganz Besonderes – ein Geschenk, das man sich oder anderen vielleicht nur einmal im Leben macht.

Kaschmirschal von Antonia Zander

Wir verlosen hier den extra kuschelig-flauschigen Kaschmirschal „Hanna” in Rot/Pink, der mit seiner 2, 50 Meter-Länge auch ein 'Statement piece' ist. Denn er reicht aus, um aus einer Winter-Montur einen Look zu machen. Werft ihn über Euren Loden-, Military-, Trench- oder Wasauchimmer-Mantel und fühlt Euch groß!
Sein Hauptanteil besteht aus Kaschmir. Die verbleibenden 19 Prozent machen Seide aus. Wert: 499 Euro.
 
Gewinnspiel: Der Kaschmirschal ist so unglaublich weich, kuschlig, breit und extralang, dass man ihn sich locker teilen kann. Denke Dir eine Weihnachtsgeschichte aus, in der dieser Schal auf die eine oder andere Weise geteilt wird. Die schönste Geschichte (Was natürlich nur rein subjektiv ermittelt werden kann) gewinnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Teilnahmeschluss: 23.12.2019, 23.59 Uhr
Den Gewinner oder die Gewinnerin geben wir unter den Kommentaren bekannt. Darüberhinaus wird sie oder er auch per E-Mail informiert. Der Schal wird anschließend direkt vom neuen Antonia Zander Atelier in der Wörthstraße 18a in München versendet. Wir wünschen viel Glück!
Photo Credit: Antonia Zander

Kommentare

  • Sigi sagt:

    Es war einmal ein Früchtlingskind aus Afrika, daß bei einer Familie in Deutschland Weihnachten verbringt. Als es nun am Heiligabend zur Bescherung kommt,macht das Kind ihr Päckchen auf und heraus kam ein

    wunderschöner selbstgestrickter Schal.


  • vivien_noir sagt:

    Eine Freundin hat sich kürzlich ein Hündchen zugelegt: klein, kurzhaarig, rehbeinig und rehäugig. Und kälteempfindlich, noch mehr als ich! Das kleine Dingelchen zittert die ganze Zeit, und ich würde es deshalb gerne in 2,5m warme Weichheit einpacken, und mich dazu 😀 so habe ich immer einen Grund, die kleine Phoebe hochzunehmen und mit mir herumzutragen, statt sie neben Frauchen trippeln zu lassen 😉
  • Anne sagt:

    Wow!! Was für ein tolles Teil! Ich hätte ihn unglaublich gerne - aber teilen würde ich ihn nur im absoluten Notfall mit meinem Liebsten auf dem Kinokuschelsitz. Sonst eher me, myself an I...
  • Dina sagt:

    Es war einmal eine kleine Katze namens Kasimir. Kasimir hatte seinen Namen daher, weil er so weich wie Kaschmir war. Eines Tages war Kasimir auf einem Ball eingeladen, wo viele Tiere zusammentreffen sollten.

    Es galt sich in Schal(e) zu werfen. Doch jedes Tier nahm dies ein bisschen zu wörtlich und so kam eine Eichhörnchenfamilie mit einer Nussschale auf dem Kopf, ein Küken trug eine Eierschale als Hut, das Ehepaar Krebs kam nackig (sie seien ja von Natur aus Schalentiere).... und Kasimir? Kasimir kam in einem 2,50 Meter langen Kaschmirschal, der ihm wegen seiner geringen Körpergröße auch noch als Schleier diente.

    Es wurde still im Saal und alle Blicke waren auf Kasimir gerichtet...nur aus einer Ecke hörte man einen Ton: die Katzendame Hanna konnte sich ein bewunderndes Miauen nicht verkneifen. Kasimir sah zu ihr und bot ihr an, sich in ihren Schal zu kuscheln. Gerüchte sagen, dass die beiden glücklich zusammen wohnen aber Hanna doch ein wenig besitzergreifend ist, sich den Schal zu ihrem Eigen gemacht hat und er deshalb nun auch „Hanna“ heißt... zum Glück ist er aber groß genug für beide!


  • Leonie Schurer sagt:

    Ich habe ein Jahr in Japan verbracht und bin erst vor einem Monat wieder nach Deutschland gekommen. Im Januar besucht mich eine Freundin aus Japan und ich würde sie gerne damit überraschen.
  • Beate Kappek sagt:

    cooler Schal - die Farben sind wunderschön
  • hillica hadeln sagt:

    Es war einmal ein Liebespaar Sie stammte aus Syrien und war vor kurzem nach Deutschland geflüchtet ... er ein Flüchtlingsherlfer und eigentlich einflussreicher Geschäftmann in Berlin, der einfach mal helfen und etwas sinnvolle tun wollte ... ... sie begenen sich und verliebn sich blitzartig nur ist es seinen Pflicht sie zu schützen ...und sie unsicher und hat auch Angst sich falsch zu verhalten und eigentlich nur ihre Ruhe und in Sicherheit sein ... so verbergen sie ihre wahren Gefühle und nur ihre Blicke suchen und begegnen sich ... als sie Berlin verlassen soll um nach Bamberg in ein Flüchtlingsheim und dort eien Ausbildung beginnen soll wisse beide nicht ob sie froh oder traurig sein sollen ... es naht das Weihnachts fest und er nimmt sich vor ihr etwas unverfängliches zu schenken der ihr seinen Schutz und Zuneigung zeigen soll ... erkauft eien Schal der Warm und in schönen Farben, die sie kleiden sollen und Sie wärmen soll damit er auf eien gewisse weise immer bei ihr ist ... das Weihnachtfest naht und als er ihr sein geschnek gibt ist sie schon weg auf dem Weg zu Bahnhof ... er überlegt und fährt ihr schnell nach und erreicht sie noch am Bahnsteig ...dort freut sie sich sehr ihn zu sehne ...er gibt ihr sein Geschenk und als sie es auspackt und den Schal um legt kommen ihr die Tränen sie fällt ihm in die Arme und weint alls die Tränen und Sehnsucht ...kommen hoch und er trocknet ihre Tränen mit dem schönen Schal ... den sie durchtrennt und ihm die Hält um den Hals legt ... und sagt besuche mich ...
  • Christina Eisele sagt:

    Ich WILL den Schal ! So einfach ist das ! FERTIG !!!
  • Nina sagt:

    Ich werde immer an das Weihnachtsfest 2019 denken, als ich bei einem Gewinnspiel auf modepilot.de einen wunderbaren, edlen, extra kuschelig-flauschigen Kaschmirschal gewonnen habe.
    😉
  • Christine sagt:

    Er erfährt kurz vor Weihnachten, dass er beruflich ans andere Ende der Welt muss. Sie ist traurig. Er auch. Verständlich. Um dennoch bei einander sein zu können, trennt sie ihren Schal in zwei Teile. Ein Teil wird mit ihrem Parum eingesprüht, der andere Teil mit seinem. An Weihnachten sind sie getrennt, tragen jedoch ein Teil des Schals um den Hals mit dem Parfum des anderen....
  • Michaela sagt:

    Es war eine klare und stille Nacht.

    In einem alten, abgelegenen Stall lag in einer kleinen Futterkrippe ein neugeborenes Menschlein, welches kläglich vor sich hinschrie.

    „Du meine Güte, kann mal jemand diesen Krach abschalten?“ schimpfte der alte Esel, der müde im Stall stand. „Wie soll ich so schlafen?“ „Sei nicht so ga-ga garstig!“, meckerte es aus der Ecke. „Das kleine Ding friert, und diese Ra-ra...“ „...Rabeneltern willst du hoffentlich NICHT sagen“, krächzte die Elster auf dem Dach, „du unverschämte, stotternde Ziege!“

    Und so wurde aus der ruhigen Nacht ein Potpourri aus Babygeplärr und Zickenkrieg, als im hellen Licht eines Funkelsterns drei Reiter am Horizont erschienen.

    „Sehen meine alten Augen richtig?“, fragte der betagte Esel. „Das sind doch Caspar, Melchior und Balthasar! Was tragen sie denn für eine Riesentruhe mit sich?“ „Na, hoffentlich nicht wieder dieses seltsam stinkende Zeugs“, wetterte die Ziege, „das letzte Mal bin ich davon umgekippt.“ „Hi-ha, hi-ha“ lachte der Esel, „DAS war soooo lustig!“

    Beleidigt verkroch sich die Ziege wieder in ihre Ecke. Doch neugierig kam ihr Kopf wieder zum Vorschein, und ihre Augen wurden ganz groß, als sie zusammen mit Esel und Elster sah, was die drei Besucher aus ihrer Truhe nahmen: Einen riesengroßen, kuschlig weichen Kaschmirschal, gewebt in wahrhaft königlichem Purpur und Rot. Diesen legten sie feierlich zu dem Kind in die Krippe und deckten es sanft damit zu.

    Augenblicklich hörte das Weinen auf, und es ertönte ein leises Seufzen. Die Tiere im Stall blickten sich zufrieden an und schlossen ihre Augen.

    Es wurde eine stille, heilige Nacht.


  • Sabrina Hirt sagt:

    Habe heute in der Stadt erst eine Dame mit einem riiiiiiiiiesigem Schalg gesehen und gedacht, so einen brauchst du auch und nun sehe ich diesen tollen Gewinn. Wenn das nicht ein Wink des Schicksals ist 🙂
  • Bettina K. sagt:

    Damit ich an Weihnachten nicht frieren muss brauche ich diesen wunderschönen weichen Schal. Alles wird gut..
  • Nadia sagt:

    Es ist ein kalter Wintertag als Johanna ihre kleine Schwester zum Flughafen bringt . Sie weiß , dass sie ihre Schwester nun einige Zeit nicht sehen wird , da ihre Schwester für ein Jahr auf Weltreise geht . Ihre kleine Schwester Charly ist traurig, da kommt Johanna auf eine Idee : Sie teilt ihren schönen Kaschmirschal in zwei Teile und sagt ihr , ich möchte dass du immer weißt dass ich für dich da bin und dich beschütze. So wie der Schal deinen Hals wärmen wird , so wärme ich immer dein Herz . Egal wieviele Kilometer wir auseinander sind - wir bleiben für immer Schwestern .
  • Claudi sagt:

    Es war einmal eine junge frau, die sich gerne besonders schick kleidete...nur zu einem besonderen Schal hatte sie es noch nicht geschafft… Und dann kam ein großes Paket… Als Absender Anführungsstriche Mode Pilot Anführungsstriche… Und dann kam ein wunderschöner Schal heraus… Und weil die junge Frau dieses Glück teilen wollte wickelte sie ihn um sich und ihren Mann… Und so saßen sie gemütlich bei einem Glas Wein vor dem Kamin und freuten sich über den Gewinn
  • Daniela S sagt:

    Eine Mutter und ihr Kind gingen am Strand spazieren. Ihnen wurde sehr kalt, da hatte die Mutter eine geniale Idee. Ihren Schal konnte man durch miteinander teilen und dann müsste auch niemand mehr frieren. So gingen sie dalang, Arm in Arm, Schal an Schal, in wohliger Wärme.
  • Karen sagt:

    Das erste, woran ich mich erinnere, ist wie ich um die Schultern einer Schaufensterpuppe gehängt werde.

    Ja, ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Ich spürte das warme Sonnenlicht auf mir, während mich sogleich zahlreiche neugierige Blicke musterten. Noch ehe mein erster Tag am Hals dieser Puppe vorbei war, wurde ich auch schon wieder abgehängt und in eine Einkaufstasche gepackt.

    Und so kam ich zu meiner ersten Besitzerin. Groß und schlank, elegant, beliebt und immer in Eile. Das war die 28-jährige Emilia. Das Leben an ihrer Seite war aufregend. Ich begleitete sie fast täglich zur Arbeit in Bank oder zu großen Events und Partys. Ich erhielt eine Menge Komplimente. Und während ich Emilia Wärme verlieh, pflegte sie liebevoll meinen anspruchsvollen Stoff. Doch dann, keine zwei Monate später, wurde ich ersetzt. Ein schwarzes Etwas, das nicht annähernd so weich und wärmend war wie ich.

    Nach einem halben Jahren in der Dunkelheit eines Schrankes packte mich Emilia dann in eine Tüte und gab mich weg. Einfach so.

    Lange Zeit verbrachte ich eingeengt zwischen anderen Kleidungsstücken. Und dann, nach einer endlos langen Reise, fand ich mich auf einem Kleiderbügel neben Polyester, kratziger Wolle und kalter Seide wieder.

    Wochenlang fasten alle möglichen Finger nach mir, doch obwohl sie von meinem Stoff begeistert waren, nahm mich niemand mit. Warum wollten sie mich nicht haben? Ich bekam Zweifel an mir. War ich nicht weich genug? Hatte ich irgendwo einen Fleck? Bis irgendwann Lucy vorbei kam. Als sie mich erblickte, erhellten sich ihre Augen, wie ich es in all der Zeit mit Emilia nicht erlebt hatte.

    Sie wurde zu meiner zweiten Besitzerin. Eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, Lehrerin mit einer unglaublich tolle Sängerin. Jahrelang begleitete ich sie durchs Leben, bis Lucy irgendwann entschied, mich ihrer Tochter zu überlassen.

    Und so kam ich zu meiner dritten und letzten Besitzerin.

    Maja. Noch heute, vierzig Jahre später, bin ich jeden Winter ein Teil von ihr.


  • Denise Bella sagt:

    Es war einmal eine junge, sehr schöne und erfolgreiche Frau. Sie hatte einen großen Freudeskreis und war in ihrem Job sehr erfolgreich und sehr beliebt. Wo immer sie hinkam, da wurde sie lachend begrüßt. Doch niemand berührte ihre Seele und abends fühlte sie sich oft alleine, auch in gesellshcaft. Sie hatte ein Faible für schöne Sachen und jedes Mal, wenn sie ein besonders schönes Stück gekauft hatte, wurde ihre einsame Seele etwas wärmer. Zum Weihnachtsfest hatte sie sich selber einen wunderbaren Schal geschenkt, die bunten Farben und das herrlich weiche Cashmeregefühl war wie ein warmer Arm, der sich um sie schmiegte. Als sie nach Hause fuhr, stand ein Auto auf ihrem Parkplatz. Sie parkte deshalb etwas weiter weg, an der Hecke. Dort parkte sie ungern, denn es war dunkel dort. Als sie ausstieg hatte sie ihr Smartphone in der Hand und leuchtete, als sie in sachtes Geräusch hörte. Erst wollte sie einfach weitergehen, aber dann ging sie doch ein Stück weiter. Dort stand eine junge Katze, die sie mit großen grünen augen ansah. Sie war klapperdürr und struppig. mitleidig kniete sich die junge Frau um das Kätzchen zu streicheln, aber diese wich aus. Der schöne Schal streifte den Boden und die Katze. Daraufhin folgte die Katze ihr ins Haus. Zu spät um zum Tierheim zu fahren dachte sich die Frau und nahm die Katze in ihre schöne leere Wohnung. Sie füttere sie mit etwas Putenbrust, die sie noch im Kühlschrank hatte und machte ihr ein Bett zurecht. Aber am Weihnachtsmorgen fand sie die Katze eingerollt auf dem Kachmirschal schlafend. Sie rief das Tierheim an, und man sagte ihr, das keine Katze mit genau dieser Zeichnung gesucht wurde . Sie beschloss die Katze zu behalten. Ihre Seele war warm und leuchtend als sie nach den Feiertagen zur Arbeit fuhr. Dieses Leuchten zog einen Mann an, einen Mann der durch das Leuchten ihrer Seele auch ein Leuchten in seiner eigenen entfachte. Am Ende war die Katze namens Kaschmir Trauzeuge, und sie schlief auf dem Kachmirschal. Als die junge Frau nicht mehr so jung war und die Kinder bereits Teenager starb die Katze. Sie nahm den Schal mit ins Grab, aber das leuchten, das sie entfachte blieb. Im Herzen der Frau, in ihrem Ehemann, den Kindern und diese trugen sie in die Welt hinaus
  • Jessica sagt:

    Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken läuft Hanna an Heiligabend durch die völlig überfüllte Stadt. Wie sie sind auch alle anderen Leute gestresst und hetzen auf der Suche nach DEM perfekten Geschenk von Geschäft zu Geschäft.

    Auf dem Weihnachtsmarkt wird Hanna von einer alten Dame, die einen Stand betreibt, angesprochen "Kaufen Sie meinen Schal und feiern Sie ein besinnliches Weihnachtsfest". Nachdem Hanna sich etwas mit der alten Frau unterhalten und erfahren hat, dass die Geschäfte in diesem Jahr sehr schlecht gelaufen sind, kaufte sie ihr aus Nächstenliebe und auch etwas Mitleid den Schal ab und legte ihn direkt um. Sofort durchfuhr ihren Körper dieses wohlig warme Gefühl. Mit den Worten "Wenn Sie diesen Schal tragen, wird niemand mehr frieren müssen" verabschiedete sich die alte Dame von Hanna.

    Hanna hetzte weiter durch die Stadt, musste sie jetzt die verlorene Zeit wieder rein holen. Als sie an einem Obdachlosen, der in der Fußgängerzone saß, vorbei kam, passierte etwas fast schon märchenhaftes. Der Schal wurde von einem Windstoß erfasst und wickelte sich um den Hals des Obdachlosen. Weder er noch Hanna konnten den Schal wieder von ihrem Hals entfernen. So liefen die 2 auf der Suche nach einer Schere zusammen durch die Stadt. Als sie an einem Weihnachtsmarktstand, an dem kleine Holzengel verkauft werden, vorbei kamen, passierte das Phänomen erneut und der Schal wickelte sich ebenfalls um den Hals der frierenden Verkäuferin. So liefen sie nun zu dritt durch die Stadt, als sie auf einen kleinen Jungen, nur in einem dünnen Pullover gekleidet, trafen. Er hatte im vorweihnachtlichen Chaos seine Jacke verloren und fror. Und wieder wickelte der Schal sich wie von Zauberhand um den Hals des Jungen. Sofort hörte er auf zu zittern. Nun liefen also Hanna, gefolgt von dem Obdachlosen, der Verkäuferin und jetzt auch des Jungen auf der Suche nach einer Schere durch die Stadt. Hanna musste schmunzeln und fühlte sich als wäre sie Teil ihres Lieblingsmärchens "Die goldene Gans". Doch sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als sich der Schal um eine kleine, abgemagert Streunerkatze wickelte. Als nun die ganze Länge des Schals ausgeschöpft war, teilte sich dieser auf wundersame Weise in jeweils 5 2,5m lange Kaschmirschals. So hatte jetzt jeder der ehemals Frierenden seinen eigenen Schal.

    Hanna freute sich so viele Menschen und sogar eine Katze glücklich gemacht zu haben und wollte sich bei der alten Dame bedanken. Doch sie konnte ihren Stand nicht mehr finden. Auch die anderen Standinhaber konnten sich nicht an die alte Frau erinnern.

    Mittlerweile hatten alle Geschäfte geschlossen und Hanna hatte noch immer keine Geschenke. Trotzdem war sie so glücklich wie noch nie zuvor, hatte sie doch gelernt, dass es an Weihnachten nicht auf das Materielle ankommt, sondern viel mehr um Nächstenliebe geht. So erzählte sie die Geschichte des Schals am Abend ihrer Familie und alle waren glücklich und zufrieden, auch ganz ohne Geschenke! Und Hanna erinnerte sich an die Worte der alten Frau "Kaufen Sie meinen Schal und feiern Sie ein besinnliches Weihnachtsfest".


    • Michaela sagt:

      Das ist wirklich schön geschrieben, Jessica!
      • Christin sagt:

        Kann mich Michaela nur anschließen, wunderschöne Geschichte.

        Leider vergisst man heutzutage häufig den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes.

        Wünsche allen einen schönen 4. Advent!


      • Jessica sagt:

        Danke!

        Und liebe Grüße an die süße Zi-zi Ziege😊


  • Elke sagt:

    Als ih durch den winterlich weißen Wald ging, fand ich ein Paar Stricknadeln. Sie steckten in einem angefangenen Strickstück. Ein rosa Faden schlängelte sich daraus hinaus in den Wald. Ich nahm das Strickstück auf und folgte dem Faden strickend durch den Wald. Aus dem rosa Faden wurde ein dunkelroter, dann ein leuchtend roter. Ich wanderte vorbei an schneebedeckten Tanken und eisbedeckten kahlen Bäumen. Ich traf ein schnupperndes Reh, einen schlafenden Wolf und einen hoch kreisenden Adler. Weiter ging der Weg durch den Wald. Der Faben wurde wieder dunkelrot. Dann leuchtete er rosa. Ich strickte und strickte.

    Plötzlich war der Faden zur Ende und ich stand vor meinem Haus. Ich hielt einen wundervollen weichen, kuscheligen Schal und ein paar goldene Stricknadeln in der Hand.


  • Sabine Becker-Hogenschurz sagt:

    Hannas Schal oder Das Geheimnis des vierten Königs

    Als ich klein war, stellten wir zu Hause jedes Jahr an Weihnachten eine Krippe aus Holz unter den Tannenbaum. Meine Mutter arrangierte die Figuren auf dem kleinen Tisch, auf dem der geschmückte Baum stand, und ich durfte zum Abschluss das Jesuskind in die Krippe legen, in die ich zuvor ein paar echte Strohhalme getan hatte. Behutsam bettete ich dann die kleine, lächelnde Figur darauf.


    Eines Weihnachten, als der Winter besonders kalt war und wir Kinder nur für kurze Zeit und dick eingepackt nach draußen durften, fiel mir zum ersten Mal auf, dass dieses winzige, neugeborene Baby nur eine Windel trug, und es in dem Stall nicht sonderlich warm gewesen sein konnte. "Mama, das Jesuskind muss doch gefroren haben, nur mit einer Windel im Stroh. Trotzdem lacht es. Das kann doch so nicht gewesen sein, das ist doch nicht richtig! " Ich war ganz ärgerlich geworden, wie konnte man so mit einem Baby umgehen!
    "In Betlehem ist der Winter nicht so kalt wie bei uns, Hanna", sagte meine Mutter. Doch das beruhigte mich noch nicht. "Aber Babys brauchen doch Wärme! Hast du selbst gesagt! Und Tante Anna zieht ihrem Baby auch drinnen immer noch eine Mütze an! Und der kleine Jesus hat gar nichts!" Mir stiegen Tränen in die Augen, und meine Mutter nahm mich in den Arm. "Ich will dir ein Geheimnis verraten", sagte sie und gab mir einen Kuss. "Du kennst ja die heiligen drei Könige, nicht wahr? Es heißt auch, sie waren Sterndeuter. Nun, damals war es Mädchen noch nicht erlaubt, die Wissenschaften zu studieren, aber die Tochter eines der Könige, ein außergewöhnlich kluges Mädchen namens Hanna, hatte sich nicht aus dem Unterricht der Brüder wegschicken lassen, und bald beklagten sich die Lehrer beim König, dass Hanna den Brüdern keinen Raum zum Lernen ließe, immerzu wisse sie die Antworten schneller und störe den Unterricht mit ihren Fragen. Das gehörte sich doch nicht für ein Mädchen! Der König verbarg ein Schmunzeln, als er das hörte. Er war ein weiser Mann und wollte nicht, dass Hanna aneckte. Daher verfügte er, dass sie in den weiblichen Künsten des Strickens und Nähens unterrichtet werden sollte." Ich spürte, wie ich wieder ärgerlich wurde . "Wie gemein!", brach es aus mir heraus. Meine Mutter beruhigte mich: "Wie gesagt, der König war weise, und er war sehr stolz auf die Klugheit seiner Tochter, und daher unterrichtete er Hanna auch in Sternenkunde. So kam es, dass Hanna tagsüber an einem Schal aus kostbarem Kaschmir und feinster Seide in den königlichen Farben Purpur und Karmesin strickte, und nachts mit ihrem Vater die Sterne beobachtete." "Ja - und was hat das mit dem Jesuskind zu tun?", fragte ich . "Hanna war dabei, als der König den Stern über Bethlehem entdeckte! Das war eine Sensation, alle Gelehrten diskutierten darüber! Als Hannas Vater sich aufmachte, dem Stern zu folgen, bettelte Hanna so lange, bis er ihr erlaubte, heimlich mitzukommen. Sie nahm den Schal, der gerade an diesem Tag fertig geworden war, mit auf die Reise. Er war so groß und weich und warm, dass sie sich nicht nur darunter verstecken konnte, sondern er sie und ihren Vater während des Ritts durch die Wüste auch wärmte." "Also war es doch kalt!", rief ich triumphierend. Meine Mutter lachte, "Ja, nachts in der Wüste." Dann fuhr sie fort: "Als die Könige am Stall von Bethlehem ankamen und dem Jesuskind ehrfürchtig ihre Geschenke überreicht hatten, trat auch Hanna, die Haare unter einem Hut ihres Vaters verborgen, in den Stall, und die Anwesenden hielten sie für einen weiteren König. Sie trat an die Krippe und blickte in Jesu' Gesicht, und eine tiefe Liebe durchströmte sie und sie fühlte sich glücklich wie nie zuvor. Eine nie gekannte Dankbarkeit öffnete ihr Herz, und sie hatte das Bedürfnis, dem Kind ein Geschenk zu machen. Sie nahm den kostbaren Schal von ihren Schultern, faltete ihn zusammen, und legte ihn unter das Stroh in der Krippe. Und es war ihr, als huschte ein Lächeln über das kleine Gesicht." Mir lief eine große Träne über die Wange . "Ja, jetzt war dem Jesuskind bestimmt warm genug", flüsterte ich erleichtert. Meine Mutter lächelte, zog ein winziges rotes Wollstück aus ihrer Rocktasche und legte es unter die Strohhalme in der Krippe.
    "Welcher König war eigentlich ihr Vater?", fragte ich nachdenklich. " Oh, das muss ein Geheimnis bleiben" sagte sie lächelnd, "das haben alle, die die Geschichte weitergegeben haben, versprochen. "
  • Sabine Becker-Hogenschurz sagt:

    Hannas Schal oder Das Geheimnis des vierten Königs

    Als ich klein war, stellten wir zu Hause jedes Jahr an Weihnachten eine Krippe aus Holz unter den Tannenbaum. Meine Mutter arrangierte die Figuren auf dem kleinen Tisch, auf dem der geschmückte Baum stand, und ich durfte zum Abschluss das Jesuskind in die Krippe legen, in die ich zuvor ein paar echte Strohhalme getan hatte. Behutsam bettete ich dann die kleine, lächelnde Figur darauf.


    Eines Weihnachten, als der Winter besonders kalt war und wir Kinder nur für kurze Zeit und dick eingepackt nach draußen durften, fiel mir zum ersten Mal auf, dass dieses winzige, neugeborene Baby nur eine Windel trug, und es in dem Stall nicht sonderlich warm gewesen sein konnte. "Mama, das Jesuskind muss doch gefroren haben, nur mit einer Windel im Stroh. Trotzdem lacht es. Das kann doch so nicht gewesen sein, das ist doch nicht richtig! " Ich war ganz ärgerlich geworden, wie konnte man so mit einem Baby umgehen!
    "In Betlehem ist der Winter nicht so kalt wie bei uns, Hanna", sagte meine Mutter. Doch das beruhigte mich noch nicht. "Aber Babys brauchen doch Wärme! Hast du selbst gesagt! Und Tante Anna zieht ihrem Baby auch drinnen immer noch eine Mütze an! Und der kleine Jesus hat gar nichts!" Mir stiegen Tränen in die Augen, und meine Mutter nahm mich in den Arm. "Ich will dir ein Geheimnis verraten", sagte sie und gab mir einen Kuss. "Du kennst ja die heiligen drei Könige, nicht wahr? Es heißt auch, sie waren Sterndeuter. Nun, damals war es Mädchen noch nicht erlaubt, die Wissenschaften zu studieren, aber die Tochter eines der Könige, ein außergewöhnlich kluges Mädchen namens Hanna, hatte sich nicht aus dem Unterricht der Brüder wegschicken lassen, und bald beklagten sich die Lehrer beim König, dass Hanna den Brüdern keinen Raum zum Lernen ließe, immerzu wisse sie die Antworten schneller und störe den Unterricht mit ihren Fragen. Das gehörte sich doch nicht für ein Mädchen! Der König verbarg ein Schmunzeln, als er das hörte. Er war ein weiser Mann und wollte nicht, dass Hanna aneckte. Daher verfügte er, dass sie in den weiblichen Künsten des Strickens und Nähens unterrichtet werden sollte." Ich spürte, wie ich wieder ärgerlich wurde . "Wie gemein!", brach es aus mir heraus. Meine Mutter beruhigte mich: "Wie gesagt, der König war weise, und er war sehr stolz auf die Klugheit seiner Tochter, und daher unterrichtete er Hanna auch in Sternenkunde. So kam es, dass Hanna tagsüber an einem Schal aus kostbarem Kaschmir und feinster Seide in den königlichen Farben Purpur und Karmesin strickte, und nachts mit ihrem Vater die Sterne beobachtete." "Ja - und was hat das mit dem Jesuskind zu tun?", fragte ich . "Hanna war dabei, als der König den Stern über Bethlehem entdeckte! Das war eine Sensation, alle Gelehrten diskutierten darüber! Als Hannas Vater sich aufmachte, dem Stern zu folgen, bettelte Hanna so lange, bis er ihr erlaubte, heimlich mitzukommen. Sie nahm den Schal, der gerade an diesem Tag fertig geworden war, mit auf die Reise. Er war so groß und weich und warm, dass sie sich nicht nur darunter verstecken konnte, sondern er sie und ihren Vater während des Ritts durch die Wüste auch wärmte." "Also war es doch kalt!", rief ich triumphierend. Meine Mutter lachte, "Ja, nachts in der Wüste." Dann fuhr sie fort: "Als die Könige am Stall von Bethlehem ankamen und dem Jesuskind ehrfürchtig ihre Geschenke überreicht hatten, trat auch Hanna, die Haare unter einem Hut ihres Vaters verborgen, in den Stall, und die Anwesenden hielten sie für einen weiteren König. Sie trat an die Krippe und blickte in Jesu' Gesicht, und eine tiefe Liebe durchströmte sie und sie fühlte sich glücklich wie nie zuvor. Eine nie gekannte Dankbarkeit öffnete ihr Herz, und sie hatte das Bedürfnis, dem Kind ein Geschenk zu machen. Sie nahm den kostbaren Schal von ihren Schultern, faltete ihn zusammen, und legte ihn unter das Stroh in der Krippe. Und es war ihr, als huschte ein Lächeln über das kleine Gesicht." Mir lief eine große Träne über die Wange . "Ja, jetzt war dem Jesuskind bestimmt warm genug", flüsterte ich erleichtert. Meine Mutter lächelte, zog ein winziges rotes Wollstück aus ihrer Rocktasche und legte es unter die Strohhalme in der Krippe.
    "Welcher König war eigentlich ihr Vater?", fragte ich nachdenklich. " Oh, das muss ein Geheimnis bleiben" sagte sie lächelnd, "das haben alle, die die Geschichte weitergegeben haben, versprochen. "
  • Lea Michelle sagt:

    Das traurige Mädchen
    Wie jedes Jahr zu dieser Zeit ist das Mädchen traurig. Denn es ist alleine, und es friert innerlich wie äußerlich. Es schaut aus dem Fenster. Von einer weihnachtlichen Stimmung oder gar einer Vorfreude ist nichts zu spüren. Das Mädchen fühlt sich klein. Es glaubt nicht an sich. Es denkt, es könne weniger als andere Menschen. Es hält sich nicht für kreativ. Tatsächlich wird es unter den vielen anderen Menschen oft übersehen, übergangen. Dabei wünscht es sich so sehr, auch einmal beachtet zu werden. Anerkennung zu erfahren. Das Mädchen möchte gehört werden. Es ist nur eines unter vielen, die ihre Geschichte erzählen. Es hat nicht die phantasievollste, nicht die längste, nicht die emotionalste Geschichte. Es wünscht sich einfach, dass seine Geschichte gesehen wird. Es möchte sie mit euch teilen und sich sehr gerne in einen super langen, knallbunten und kuscheligen Schal hüllen, der es äußerlich wie innerlich wärmt und schützt.
  • Flo sagt:

    Seit Wochen hatte es nicht mehr geregnet, trotz eisiger Kälte lag eine schwere Dunstglocke über der Stadt, Smog und feiner Staub machten das Atmen schwer.

    Die Regierung hatte ein Fahrverbot verhängt, sogar Rettungsdienste fuhren nur noch selten.

    Das junge Paar war auf dem Weg zur Klinik, es kam nur mühsam vorwärts, da sich die Geburt der Zwillinge ankündigte. Monatelang hatten sie auf die Zusage einer der wenigen Hebammen gewartet, nun konnten sie diese nicht erreichen, das Netz war zusammengebrochen.

    In der Eile und ihrer Verwirrung hatten sie nur das Nötigste gepackt. Die plötzlich einsetzenden Wehen zwangen Mirja und Jo eine Unterkunft zu finden. Es blieb nur ein Hauseingang, vollgestellt mit unbrauchbaren Möbeln und Matratzen, die als notdürftiges Lager dienen konnten.

    Jo hatte noch nie eine Gebärende erlebt, aber jetzt war er es allein, der der Mutter und den Zwillingen helfen sollte... Es war wie ein Wunder : zwei winzige Wesen, lebendig und vollkommen, lagen nun in den Armen der Eltern, noch immer aneinander geschmiegt, da sie eingehüllt waren in die beiden Enden eines langen Schals, der achtlos weggeworfen war.

    Aus der Ferne hörten sie einen Rettungswagen kommen...


  • Clara sagt:

    Er hatte seine Füße ausgestreckt, damit seine Knied nicht mehr so schmerzten, seine Wollsocken wurden nass. Im Licht der abertausend Lämpchen tröpfelte der Dezemberregen. Seit Wochen schon war er "der an der Ecke vor Lidl", schlief und wohnte auf einem festgeschnürten Paket mit seinen Habseligkeiten. Es war nicht mehr viel, was er da in die Tüten gestopft hatte und gebrauchen konnte er es hier auch nicht. Unten lag ein altes Kuscheltierhund, darüber ein paar Fotos, und obenauf hatte er die wichtigen Dinge platziert, an die er schnell herankommen musste, Rasierer, Thermoeinlagen, sein Ausweis. Aber schnell waren sie in Vergessenheit geraten - wenn du auf der Straße lebst, drehen sich die Zeiger anders, Wichtiges wird unwichtig, manches verliert an Wert, irgendwie wollte er an der Würde festhalten, war sich aber schon länger nicht mehr sicher, was das genau war.
    Er wartete, bis es endlich vier sein würde. Zehn vor und er starrte auf den U-Bahn-Eingang, aus dem die Menschen heraus- und hineinrieselten. Drei vor. Jetzt. Sie kam die Treppe hoch und redete in ihren Schal. An den Anblick von redenden Menschen mit Headset würde er sich nie gewöhnen. Die Augen zusammengezogen, die Sprache schnell, irgendwas stimmte nicht. Sein Herz fing an zu klopfen. Ihre Arme fuhren hoch, der Mantel kurz auf, er es rosa aufblitzen, die Tasche rutschte die Schulter hinunter. Sie war in Eile, wischte sich angestrengt die Haare aus dem Gesicht, den Schal nach hinten und kämpfte mit Tasche und Telefon. Noch eine Stufe, hin zur Ampel, gleich würde der Blick versperrt sein. Er beugte sich leicht vor, eigentlich bewegte er sich nie viel, sah noch kurz ihr Profil, dann ihren Rücken. Sie hatte nicht gegrüßt.
    Er nahm einen Schluck Kaffee, den er vom Kältebus erhalten hatte. Nette junge Mitarbeiter, die mit großen Idealen versuchten, sein Schicksal etwas erträglicher zu machen. Er wollte nur mit niemandem reden und ohne Sprache wurde es schnell still. Einer kam mit einem großen Flachbildfernseher vorbei, ein Weihnachtsgeschenk vielleicht, oder doch nur ein Schäppchen, er sprach arabisch. Arabischer Christ, dachte er kurz. Hinter ihm kauften sie beim Discounter "deluxe"-Essen. Weihnachten für die Armen. Weihnachten in Neukölln. "Wenn du richtig die Schnauze voll hast von Weihnachten, komm nach Neukölln" , hatte Winnie gesagt, "hier haste deine Ruhe." Winnie kannte sich aus und hatte nie Lust auf Weihnachten gehabt. Er schluckte, musste pissen, nicht hier bei sich, er ertrug den Geruch nicht. Schlapp nickte er zur Gruppe herüber, die vor Lidl standen, da war ein Dach und man konnte in Ruhe trinken, und bedeutete ihnen, dass er kurz weg war. Dann lief er zum Späti rüber, Youssef ließ ihn immer bei ihm aufs Klo, guter Mann.
    "Hier nimm mal", sagte Youssef und gab ihm eine Tafel Schokolade, er nahm an, nickte ihm zu und ging zurück durch den Regen. Winter in Berlin ist ne richtig fiese Angelegenheit, dachte er und sah zu seinem Lager. Wieder blitzte es rosa auf. Er näherte sich. Der Schal lag obenauf, wie eine Katze auf einem Thron. Er berührte ihn vorsichtig. Er fühlte sich warm an. Er wagte nicht, ihn umzulegen. Und setzte sich ehrfurchtsvoll neben ihn. Bis es nachts war, harrte er aus, als die Menschen und der Regen nur noch tröpfelten, keiner ihn sah, hüllte er sich ein. Wie gut er roch.
  • Brigitta sagt:

    Es war einmal eine hartherzige Fashion-Ikone namens Jane, die musste sich für ein Get together im städtischen Park zurecht machen.

    Im hohen Bogen flogen Pullover und Jacken durch die Wohnung, doch nichts war ihr recht. Oder, eigentlich hatte sie ihr Outfit schon zusammen, aber es fehlte irgendwie das i-Tüpfelchen, der Eyecatcher.

    Richtig schlecht gelaunt zog sie sich an und hatte die Fantasie, wie alle anderen Fashion-Ikonen über sie lächeln würden, weil sie so ganz unspektakulär zum Event erscheinen würde.

    Als sie gerade die Wohnung verlassen wollte, kam ihr die Putzfrau Sana entgegen.

    Diese trug einen wunderbaren Schal, kuschelig weich und mit Farben, die der Fashion-Ikone die Luft verschlug.

    Sie wollte diesen Schal unbedingt haben, sie musste diesen Schal unbedingt haben, doch Bitten hatte sie nie gelernt.

    Also fing sie an zu zetern und zu schreien, sie warf der Putzfrau vor den Schal gestohlen zu haben und drohte mit der Polizei.

    Die Ikone glaubte mittlerweile auch ganz fest daran, dass die Putzfrau den Scahl gestohlen haben musste. Wahrscheinlich kam er mit einem Päckchen für Jane an und die Putzfrau hat sich das Päckchen unter den Nagel gerissen, so musste es gewesen sein.

    Sana ließ die Tirade über sich ergehen, und zog den Schal aus. Sie gab ihn Jane mit den Worten:" Das ist mein Schal, ich habe ihn mir verdient, aber ich weiß, Sie brauchen ihn gerade dringender als ich. Bitte geben sie ihn mir wieder, wenn wir uns das nächste mal sehen".

    Jane verschlug es die Sprache und sie dachte, sie hätte noch nie unverschämtere Worte gehört.

    Trotzdem griff sie gierig nach dem Schal, wickelte ihn um sich und verschwand Richtung Stadtpark.

    Dort angekommen wurde sie mit Komplimenten überschüttet und sie badete Förmlich in der Zuwendung.

    Dann stand sie auch noch am Tisch der gefeierten Designerin Antonia Zander!!!

    Antonia Zander drehte sich zu Jane, musterte den Schal, zog ihr Handy und telefonierte. Jane war irritiert, was gab es zu telefonieren, während Frau Zander den Schal mustert?

    Nachdem Antonia Zander fertig telefoniert hatte, sprach sie Jane an:" Der Schal passt fantastisch zu ihrem Outfit, ich glaube ich muss ihn doch in Produktion geben. Meine Nichte erzählte mir gerade, die hat ihnen den Schal geliehen, weil er so gut zu ihrem Outfit passt. da hat sie recht. Meine Nichte hat ihn als Einzelstück von mir bekommen, weil sie mich immer mit Inspirationen und Ideen unterstützt, und das obwohl sie neben ihrem Studium ihr Geld durch Putzen verdient. Eigentlich wollte ich keine Kollektion daraus machen,w aber wenn ich den Schal jetzt so sehe ...."

    Jane schämte sich schlagartig in Grund und Boden.

    Ihre Putzfrau ist die Nichte von der Designerin Zander und der Schal gehörte tatsächlich ihr.

    So schrecklich hat sich Jane noch nie gefühlt und hatte innerlich Hochachtung vor Sanas Fähigkeit zu Teilen, sogar am telefon schien sie erzählt zu haben,d en Scha verliehen zu haben.

    Unfassbar, und sie, Jane, war so gemein gewesen ...

    Jane zog den Schal sofort ab und legte ihn ganz vorsichtig in ihre Handtasche, damit ihm wirklich nichts passiert und Sana den Schal unbedschädigt zurück erhält.

    Jane dachte sich, dass sie heute viel gelernt hat: Menschen sind nicht immer das was sie scheinen und großzügiges Teilen lässt einen nie schwach erscheinen, im Gegenteil, nie erschien ihr ein Mensch stärker, als Sana gerade


  • Sabina sagt:

    Diesen fantastischen Schal teilen? Nie und nimmer, allerhöchstens zu Weihnachten mit meinem Liebsten.

    Aber streng nach Vorschrift, lege artis, kompromisslos mittels eines STEEKS:

    Zwei Längsnähte rechts und links der Mittellinie mit der Nähmaschine steppen, danach die Mitte aufschneiden.

    Sieht nicht schön aus, hält aber ewig und wärmt gleich zwei.


  • Lena sagt:

    23.12., kurz vor Vier. Sie hastet die U-Bahn-Treppe hinauf, Schönleinstraße, so viele Menschen. Gedränge, es riecht nach allem, nach Döner, nach Schweiß, nach Arbeit, nach Zigaretten, nach allem, nur nicht nach Weihnachten. Die Leute haben keine Zeit, sie müssen hierhin und dorthin, Weihnachtseinkäufe in letzter Minute, Hetze und Gerenne, um bereit zu sein für die friedlichen Stunden zwischen den Jahren. Sie dreht die Musik im Ohr lauter. Oh Heiland, reiss die Himmel auf. Kammerchor, a capella. Sie atmet tief durch.

    Sie schlägt ihren Schal um sich, wie eine Rüstung legt sie ihn um Hals und Schultern, seine weiche Wolle schmiegt sich an ihr Gesicht und ist Schutz und Sperre für das da Draußen. Im Schal hängt ein Hauch ihres Parfums, es ist gut und seltsam, sich selbst zu riechen, wie eine Erinnerung an eine längst schon vergessen geglaubte Person, die man früher gern hatte. Sie wappnet sich und tritt ins Freie. Es nieselt, der Himmel hat dieses endlose Berlinerwintergrau, das sich wie eine trübe Decke auf die Seele liegt. Sie hat die Hände voller Tüten, ihre Tasche über der Schulter gerät ins Rutschen, das Telefon klingelt. Tasche und Tüte balancierend fummelt sie das Kabel der Kopfhörer hervor, er ist es, ob man nicht, es sei doch Weihnachten, vielleicht zusammen, denk doch an die Kinder.

    Sie erträgt es nicht. Die Stimme bringt ihre mühsam errichtete Mauer aus Schal und Musik ins Wanken. Sie redet schnell, kurz, das Telefonat dauert keine Minute. Beim Handy kann man keinen Telefonhörer knallend auflegen, sie bedauert das einen kurzen Moment.

    Sie sieht ihn, wie er sie beobachtet. Sein Bart ist zottelig, sein Parka vielleicht früher grün gewesen, er trägt ausgelatschte Schuhe, sein Lager besteht aus Tüten, einer grauen Decke. Seine Augen sind kristallhell, leuchtendblau.

    Sie fühlt sich ertappt, er kann in sie hineinsehen, denkt sie, er erkennt sie.

    Vor dem Späti hängen die üblichen Gestalten, Männer und Frauen, deren Alter man nicht schätzen kann, weil ihnen das Leben zu früh harsch ins Gesicht geblasen hat. Sie halten sich an ihrer Sternipulle fest. In Sommernächten kann man ihr Palavern bis spät in die Nacht hören, durchs offene Fenster dringt ihr Streit, ihre Unterhaltung. Jetzt, im Winter, sind sie verstummt. Energiesparmodus für die Seele.

    Der Himmel reißt auf, die letzten Strahlen einer Abendsonne tauchen die Straße in ein fast unwirkliches Licht.

    Oh Heiland, reiss die Himmel auf.

    Sie läuft weiter nach Hause, in ihrem Kopf hängt das Bild des Penners an der Ecke.

    In der Wohnung bemerkt sie, dass ihr Schal fehlt. Er muss ihr im Gewühl auf der Treppe heruntergeglitten sein.

    Sie sucht nach einem Bedauern in sich. Und findet nur einen Frieden, den sie lang nicht gespürt hat. Sie weiß, ihr Duft wird nun jemand anderen trösten, ihm Halt in langer Winternacht sein.


    Sie greift zum Telefon.
    • Flo sagt:

      wow, eine Weihnachtsgeschichte! Wie geht sie weiter?
  • Donata sagt:

    "Bin ich wirklich so egoistisch?", fragte sie sich?

    Hanna war ein kleines Mädchen, welches jeden mit ihrem Lachen ansteckte. So wie jedes Kind freute sie sich auf Weihnachten. Sie war schon seit Tagen aufgeregt und leerte neugierig den Adventskalender.

    Am meisten freute sie sich immer auf das Geschenk ihrer Oma. Jedes Jahr schenkte die Großmutter ihr einen selbstgestrickten Schal, in den schönsten Farben und Mustern die man sich nur vorstellen kann. So leuchtend bunt wie eine Blumenwiese. Ein leuchtender Fleck im matschgrauem Winter. Hanna war immer ganz besonders stolz darauf und präsentierte sie nur allzu gerne im Kindergarten und später auch in der Grundschule.

    Hanna wurde älter und kam in die Pubertät. Und mit der Pubertät änderte sich auch ihre Einstellung zu den selbstgestrickten Schalen. Selbst nach der Pubertät änderte sich dies nicht und Hanna war inzwischen zarte 20 Jahre alt.

    "Kann mir Oma nicht lieber Geld schenken, statt einen ollen selbstgestrickten Schal?", fragte sie ihre Mutter und verdrehte dabei die Augen.

    "Andere würden sich darüber freuen."

    "Dann sollen die doch den Schal bekommen. Weißt du wie peinlich es ist mit einem selbstgestrickten Schal rumzulaufen?", maulte Hanna zurück.

    Weihnachten kam und Hanna bekam von ihrer Oma ein strahlend blauen Schal. So blau wie der Himmel an einem Julitag.

    "Danke Oma, ich werde ihn jeden Tag tragen.", log Hanna ihre Oma an.

    "Es freut mich, dass es dir gefällt Liebes, die Farbe soll ja ganz modern sein. Ich saß lange daran um ihn noch rechtzeitig fertig bekommen."

    Hanna versteckte den Schal in der tiefsten Ecke ihres Kleiderschrankes. Der Schal wurde nie wieder aus dem Schrank geholt.

    Die Tage vergingen und der Winter näherte sich dem Ende. Der Frühling kam und ging.

    Es war ein Spätsommertag und die Sonne strahlte nochmal voller Kraft. Dennoch verspürte Hannah plötzlich eisige Kälte und fühlte sich leer. Vielleicht wird sie ja krank, dachte sie sich.

    Sie ging nach Hause und fand ihre Mutter weinend vor. Sie hatte Angst zu fragen was los ist, aber sie wusste, dass sie es wissen musste.

    Sie kuschelte sich an ihre Mutter ran und legte den Arm um sie. Sie merkte wie es ein wenig die Kälte vertrieb. Ihre Mutter erzählte ihr was los war und sofort verbreitete sich die Kälte wieder. Noch kälter als davor.

    Sie würde ihre Oma nie wie sehen. Sie war im Himmel, welcher so blau war wie ihr Schal.

    Den Schal den sie immer verschmäht hat. Sofort suchte ihn raus und drückte ihr Gesicht hinein. Sie spürte wie ihr die Tränen kamen und der Schal sie trocknete. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass es der letzte Schal ist, den ihre Oma für sie gestrickt hat. Und sie hat ihn nie wertgeschätzt. Wieso konnte sie ihn nie so wertschätzen? Warum hat sie ihn nie getragen? Die nächsten Tage trug sie den Schal, obwohl es draußen noch warm war. Sie fühlte sich so ihrer Oma näher.

    Die Tage wurden kälter und Weihnachten näherte sich wieder.

    Der Gedanke, dass es das erste Weihnachten ohne ihre Oma wird, bedrückte sie.

    Es war der 24. Dezember und Hanna schmückte gerade den Tannenbaum mit ihrer Mutter als es an der Tür klingelte. Es war der Paketbote mit einem Paket für Hanna.

    Die beiden Frauen waren verwundert, da sie doch nichts bestellt hatten und das Paket ohne Absender war.

    Als sie es öffnete war eine Karte und ein Schal drin. Verwundert nahm Hanna die Karte und las:

    "Liebste Hanna,

    Wenn Du das liest, schaue ich gerade vom Himmel auf Dich.

    Und so weich wie die Wolken im Himmel, soll dieser Schal für dich sein. Und solch Farben wie der Himmel beim Sonnenuntergang soll er haben. Voll pink und rot.

    Jeder Zentimeter steht für einen Monat den wir zusammen verbracht haben. 250 Monate Du und ich. 250 Zentimeter voll Liebe.

    Deine Oma"

    Sie legte sich den Schal sofort um. Er war tatsächlich so weich wie man sich eine Wolke vorstellt. Ein königliches Rot und ein knalliges Pink. Eine Kombination voll Kraft und Lebendigkeit. Er riechte nach ihr. Er riechte nach ihrer Oma.

    Die folgenden Tage trug sie nur noch den Schal. Sie konnte sich nicht von ihm trennen. Sie sah ihre Oma darin. Sie sah ihre Oma wenn sie zum Himmel blickte.

    Hanna bemerkte aber, wie ihre Mutter immer traurig den Schal ansah. Wie konnte sie das immer nur ignorieren?

    "Ich hab den Schal bekommen und Mama nichts. Bin ich wirklich so egoistisch?", fragte sie sich?

    Hanna ging sofort in die Küche zur ihrer Mutter, nahm die Schere, teilte den Schal in zwei Hälften und legte die eine um ihre Mutter. Sie wusste nicht so ganz was sie sagen sollte, aber beiden kamen sofort die Tränen, welche sie mit dem Schal trockneten.

    Die Liebe zu ihrer Oma und Mutter haben sie immer geteilt und so teilen sie auch diesen Schal voll Liebe. Den Liebe ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.


  • Kathrin Bierling sagt:

    Was seid Ihr alle für tolle Geschichtenerzähler! Ich lese Eure Kommentare noch mal und noch mal durch. Meine Familie im Übrigen auch. Die finden ich sollte ein Buch herausbringen mit den Kommentaren der Modepilot-Leser. Denn das würde gute Laune machen und das brauche jeder. Ich finde, sie haben Recht.

    Nun muss ich aber einen Gewinner oder eine Gewinnerin finden und ich tue mir wirklich sehr schwer, weil die Geschichten nicht nur wunderbar geschrieben sind, sondern auch eine schöne Botschaft tragen – vorbildliche Weihnachtsgeschichten! Dina, Michaela, Karen, Jessica, Donata, Brigitta, Clara, Sabine und Ihr anderen: Bitte geduldet Euch noch ein wenig, bis ich den Gewinnerkommentar hier verkünde. Einen fröhlichen 2. Weihnachtsfeiertag Euch allen! Kathrin


    • Christin sagt:

      Eigentlich wollte ich hier gerade dem glücklichen Gewinner gratulieren...

      Liebe Kathrin, ich kann das Dilemma, in dem du dich gerade befindest, absolut nachvollziehen. Auch wenn bei dieser Adventskalendertür vergleichsweise wenig Teilnehmer sind, finde ich die Qualität der Kommentare hier extrem hoch. Für mich als Leser ist es definitiv ein Highlight! Alleine für die Kreativität und Mühe hätte es Jede/r verdient zu gewinnen!

      Ich möchte gerade echt nicht mit dir tauschen und wünsche dir und deiner Familie noch einen schönen 2. Weihnachtstag!


      • Kathrin Bierling sagt:

        Liebe Christin,

        Danke! Das sehe ich genau so. In diesem Türchen sind die Kommentare ganz besonders schön geworden. Bin sehr gerührt.

        Alles Liebe,

        Kathrin


  • Kathrin Bierling sagt:

    Liebe Jessica,

    Vielen Dank für Deine schöne, liebevolle Geschichte, an die ich auch noch denke, wenn ich morgens aufwache. Auch an andere Weihnachtsgeschichten in diesem Adventskalender denke ich noch, aber es kann für heute nur einen Gewinnerin des Schals geben und wir wünschen Dir alle ganz viel Freude und Wärme damit!


    • Sabine sagt:

      Liebe Jessica, herzliche Glückwünsche zum Schal😃Ich fand deine Geschichte herzerwärmend mit einer schönen Prise Humor, super!