Ihr Gesellenstück – ein Gewinn fürs Traditionshaus

Wenn Dein Gesellenstück bei einem renommierten Haus in Produktion geht und Deinen Namen trägt...
Vor zwei Wochen entdeckte ich bei den 'Fashion Pressdates' im Münchner Prisco Haus, wo Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2019 vorgestellt wurden, eine besonders schöne Handtasche der Handschuhmanufaktur Roeckl.
Die Leiterin der Markenkommunikation erklärte mir, dass es sich dabei um das Modell „Annabelle” handelt. Es sei nach seiner jungen Schöpferin benannt. Diese, mit vollem Namen Annabelle Agi, hat 2013 ihre Ausbildung zur Handschuhmacherin und Feintäschnerin im Münchner Traditionshaus begonnen. Drei Jahre später wurde sie nicht nur als Handschuhmacherin, sondern auch als erste Feintäschnerin in der 180-jährigen Firmengeschichte eingestellt. Ihr Gesellenstück, eine Handtasche, kam im Haus so gut an, dass man es in die Kollektion mit aufnehmen wollte. Dafür wurde es im vergangenen Sommer weiterentwickelt, gemeinsam von der heute 27-jährigen Urheberin und dem Roeckl-Designteam.

Vom Gesellenstück bis zur Kollektionsreife

Was wurde verändert? Nicht so viel: Die Verschlüsse und entsprechend auch die Abstände der angebrachten Henkel, außerdem die so genannten Gussets (Seitenstreifen). Diese haben beim Roeckl-Modell besondere Einsätze aus entweder geflochtenem oder perforiertem Leder oder Segeltuch für die kommende Sommersaison.
Die „Annabelle”-Tasche kam jetzt, für Herbst/Winter 2018, zum ersten Mal auf den Markt. Sie wird in der Roeckl-Manufaktur aus europäischen Materialien von Hand gefertigt. Ihre geflochtenen Seiten sind die Arbeit eines ganzen Tages. Daher ist diese Tasche auch auf lediglich 17 Stück limitiert, was sie zu einem Sammlerstück macht (kriegt man übrigens online >>>).
Auf die schwarzen Modelle des Winters folgt im Frühjahr eine Sommervariante aus braunem Leder und hellem Segeltuch, welche dann auf circa 100 Stück limitiert sein wird.
Modepilot Annabelle Roeckl
Annabelle Agi bei der Arbeit in der Manufaktur
Was waren die Kriterien fürs Gesellenstück? Annabelle Agi: „Die Wahl fiel auf eine klassische Damenhandtasche – Sie sollte zeitlos und elegant sein, aber auch anspruchsvoll in ihrer Form und Umsetzung.”
Photo Credit: Roeckl, Modepilot

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Kommentare

  • vivien_noir sagt:

    Gefällt mir ausgesprochen gut. Die kann ich mir in der Armbeuge eleganter Damen von Welt genauso, wie stilbewussten Studentinnen (mit Kleingeldl) vorstellen. Die hält dafür aber auch, bis sie vererbt wird, oder die Studentin zur erfolgreichen Anwältin ausgebildet ist!