Modepilot testet: AirFloss

Eine echte Alternative zur Zahnseide? Oder handelt es sich beim neuen 'AirFloss' lediglich um eine bessere Munddusche? Mit 72 km/h soll das neue Philips-Gerät die Zahnzwischenräume sauber spritzen, bzw. pusten. Einige Tropfen Wasser oder Mundspülung reichen fürs schnurlose Putzkommando.

Statt Zahnseide? 'AirFloss' von Philips

Wozu? Zahnseide ist mein wunder Punkt: Ich vergesse sie ganz gern und dann blutet das empfindlich gewordene Zahnfleisch bei der nächsten Verwendung. Wenn das so weitergeht, droht mir Paradontitis im Alter. Es ist mir einfach zu mühsam, nach zwei Minuten Zähneputzen mich auch noch durch Zahnzwischenräume zu kämpfen. Vom nass gespritzten Badezimmerspiegel mal abgesehen.

Zahnseide-Alternative: Philips verwandelt meine unausgesprochenen Wünsche gern mal in ein Produkt (z.B. Lumea!). Und so teste ich nun "Sonicare AirFloss". Die Kampfansagen 'Weltneuheit' und 'Zahnseide war gestern' auf der Verpackung sind verheißungsvoll. Laut Hersteller entfernt das schnelle Wasser/Luftgemisch 99% mehr Plaque als beim Zähneputzen mit einer Zahnbürste (wohlgemerkt Bürste, nicht Seide!).

... mit Sprühkopf

Dass da ordentlich Power drauf ist, merkt man, bei offenem Mund: nass gespritzter Badezimmerspiegel. Beim zweiten Versuch lasse ich den Mund geschlossen und kann mich für die Zeitersparnis begeistern: eine knappe Minute für alles (tanken, spülen).

Die Zähne fühlen sich toll an, etwa wie nach einer professionellen Zahnreinigung. Und das Zahnfleisch blutet nicht. Abschließend verwende ich Zahnseide (ein letztes Mal, hoffe ich) – der ultimative Test ergibt: Vollständig kann die Luftspritze die Zahnseide leider nicht ersetzen. Doch zumindest kann man mit dem AirFloss sein Gewissen beruhigen, wenn man Zahnseide nicht täglich verwendet.

Fotos: Philips

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare