Ententanz

Es gibt genau zwei Dinge, die mir an Black Swan gefallen haben: das Filmplakat (s.u., das leider nicht das offizielle ist, denn das ist ja wiederum eher gruselig) und die Kostüme (und zwar diejenigen, die beim Training getragen werden. Mit viel Jersey und soften Tönen... wurden die eigentlich auch von Rodarte entworfen oder nur die Bühnen-Tutus?). Ja gut, die Musik ist auch schön, aber die hat ja größtenteils Herr Tchaikovsky schon vor einiger Zeit verzapft.

Das war's dann aber auch schon - und das reicht ja auch für einen Post auf dem Mode-Blog. Wer weiter zum Film nichts wissen muss, braucht auch gar nicht weiter zu lesen.

Aber auf die Gefahr hin, dass ich der einzige Mensch weit und breit bin, der dem Film nicht viel abgewinnen kann, muss ich wirklich sagen: Wie banal geht es denn? Ein zusammengewürfelter Psycho-Potpourri mit überfrachteter Symbolik wie aus dem Balletteusen-Lehrbuch (natürlich inklusive verstrahlter Mutter, die in ihrer Tochter all das, was sie selbst nicht erreicht hat, verwirklicht sehen will). Und eigentlich habe ich für Psycho viel übrig (zumindest wenn David Lynch seine Finger im Spiel hat).

Natalie Portman mit dem konstant gleichen Gesichtsausdruck des armen verstörten Hascherls, Vincent Cassel als viriler Tanz-Animateur französicher Provenienz mit entsprechendem "Accent", dazu ein bisschen Sex, Drugs & Pirouetten. Ach ja, und ein paar überflüssige Splatter-Momente (wirklich gruselig war eigentlich nur Winona Ryders Perücke). Und dazu ein Selbstfindungs-Trip eingebettet in den Schwarz-Weiß-Schwan-Konflikt.

Och Mann! Das hätte so gut werden können. So, und jetzt halte ich mich bereit für Eure vernichtenden Schmäh-Kommentare zu diesem Post.

Fotos: Mainlandoffice/Modepilot; screenshot blackswan-derfilm.de

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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