Julia Seemann – you killed it!

Mir wurde  die Kollektion von Julia Seemann als minimalistisch angekündigt, aber ich sehe hier eher Maximalismus. Und zwar von der richtig guten Sorte, im Streetwear-Vibe von Vetements oder Off-white. „Glunge“, nennt man übrigens diesen Mix aus Glamour (Goldschmuck, glamouröse Beinschlitze, hotte Heels) und Grunge-Attitüde.

Die Kollektion von Julia Seeman

Denim, Layering und der Unisex-Ansatz waren schon in ihrer Abschlusskollektion wichtige Themen. Als grundsätzliche Inspirationsquellen nannte sie der NZZ in einem Interview ihren Freund und dessen Kleiderschrank, die Skate-Kultur, Kunst und Musik. Für die Herbst/Winter-Kollektion „Incubus Succubus“ (was das heißt, steht in der Galerie) hat sie Plattencover und Schriftzüge der deutschen Dark-Wave-Band Xmal Deutschland in ihre Kollektion integriert und mit dem Grafikdesigners Vaughan Oliver kooperiert. Details zu den Looks findet Ihr in den Bildunterschriften.

80er Jahre Power-Silhouetten im Stil von Melanie Griffith in Working Girl (aber viel cooler)
Jeansweste wie aus der Fankurve, dazu verspielte Schleifen am Hosensaum
Ich liebe diesen Look: Dramatisch, aber sehr lässig
Succubus ist das weibliche Gegenstück zu einem schlaufraubenden Dämon der Nacht, der unbemerkt den Samen des schlafenden Mannes stiehlt. Den Promi-Witz erspare ich euch.
Endlich Verwendung für die ganzen sommerlichen Volant-Kleider, die man sich im Trendwahn zugelegt hatte und dann doch feststellen musste, dass man nicht ganzjährig auf Mallorca unterwegs ist.
Funktionale Mode im Alltag, z.B. im Stil einer Ski-Jacke sind ein Thema, das uns noch eine Weile begleiten wird
Konservatives Karo mit flatterhaften Volants aus Leder
Brüche sind ihr Ding: spießiges Polokleid mit Disco-Boots
Motive aus der Mythologie kombiniert sie mit der typischen „Ich muss noch mit dem Hund raus, aber es ist so kalt“-Daunenweste
Oversize-Pullover + Overkneeboots, auch bekannt als „lampshading“, weil die Silhouette an einen Lampenschirm erinnert.
Ebenfalls ein großer Trend: Patchwork-Denim
X-Mal Deutschland steht auf dem Sweater. Eine Hommage an die gleichnamige Dark Wave-Band aus Hamburg

80er Jahre Power-Silhouetten im Stil von Melanie Griffith in Working Girl (aber viel cooler)

Jeansweste wie aus der Fankurve, dazu verspielte Schleifen am Hosensaum

Ich liebe diesen Look: Dramatisch, aber sehr lässig

Succubus ist das weibliche Gegenstück zu einem schlaufraubenden Dämon der Nacht (Incubus), der unbemerkt den Samen des schlafenden Mannes stiehlt. Den Promi-Witz erspare ich euch.

Endlich Verwendung für die ganzen sommerlichen Volant-Kleider, die man sich im Trendwahn zugelegt hatte und dann doch feststellen musste, dass man nicht ganzjährig auf Mallorca unterwegs ist.

Funktionale Mode im Alltag, z.B. im Stil einer Ski-Jacke sind ein Thema, das uns noch eine Weile begleiten wird

Konservatives Karo mit flatterhaften Volants aus Leder

Brüche sind ihr Ding: spießiges Polokleid mit Disco-Boots

Motive aus der Mythologie kombiniert sie mit der typischen „Ich muss noch mit dem Hund raus, aber es ist so kalt“-Daunenweste

Oversize-Pullover + Overkneeboots, auch bekannt als „lampshading“, weil die Silhouette an einen Lampenschirm erinnert.

Ebenfalls ein großer Trend: Patchwork-Denim

X-Mal Deutschland steht auf dem Sweater. Eine Hommage an die gleichnamige Dark Wave-Band aus Hamburg

Who’s that girl?

Julia Seemann

Während des Bachelor-Studiums am Institut Mode-Design an der Kunsthochschule in Basel, arbeitete sie zunächst bei Vivienne Westwood und Meadham Kirchhoff in London. Nach dem Abschluss (2014) gelang Julia Seemann, die schon mit 10 Jahren an der Nähmaschine saß,  mit ihrer Diplomkollektion ein Senkrechtstart: Sie bewarb sich spontan mit der Kollektion bei der Fashion-Plattform VFiles, wurde überraschend ausgewählt und konnte die Kollektion im Februar 2015 auf der New York Fashion Week zeigen. VFiles ist eine usergenerierte Plattform, ein Mix aus Pinterest, Talentplattform und Social Network für die Mode-Szene, das von Julie Anne Quay gegründet wurde, ehemalige Redakteurin des „V“ Magazins.

Nach der Show in New York kam der Stylist von Rihanna vorbei und prompt trug die Sängerin einen ihrer Looks auf der Yeezy Season Show von Kanye West.

Rihanna wearing a full look of my collection @badgalriri @melzy917 #vfilesmadefashion?

Ein von JULIA SEEMANN (@juliaseemann) gepostetes Foto am


Danach gründete sie ihr eigenes Label. Nun hat das Magazin ELLE die Schweizerin und ihre Kollektion in Kooperation mit Mercedes-Benz zum Berliner Modesalon eingeladen. Eine gute Wahl. Und hoffentlich nur der Auftakt einer künftigen Zusammenarbeit. Mich hat sie als Fan jedenfalls jetzt dazugewonnen.

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