Label to watch: Café Noir

Café Noir, übersetzt schwarzer Kaffe, klingt vor allem dank des Akzents auf dem E ganz nach einem französischen Label. Doch der Name täuscht. Wo trinkt man den besten Kaffee? In Italien. Genau. Das Schuhlabel kommt aus der Toskana aus dem kleinen Ort San Miniato in der Nähe von Pisa, der Heimatregion der Lederwaren in Italien. Ich habe Café Noir vor Jahren entdeckt auf der Modemesse Who's Next in Paris, wo die Marke jede Saison ausstellt.
Café Noir wurde schon vor rund 20 Jahren von Stefano Peruzzi, Fabrizio Mazzantini und Riccardo Panzarasa gegründet und beschäftigt heute rund 80 Mitarbeiter im Werk bei Pisa. Alle drei Gründer sind noch im Unternehmen aktiv, für das Design gibt es ein hauseigenes Kreativteam. Pro Jahr verlassen über eine Million Schuhe das Haus. Der Hauptmarkt ist noch Italien, aber die drei Italiener orientieren sich mehr und mehr am Export. In 20 Ländern außerhalb Italiens ist Cafe Noir bereits zu kaufen. In Berlin bekommt man sie zum Beispiel bei Galipp, in Düsseldorf bei Clash. Und online vor allem bei Yoox.
Da wir bei Modepilot ungern ein Label vorstellen, dass wir nicht vorher auf Herz und Nieren geprüft haben, habe ich mir Zeit gelassen. Aber meine beiden Café-Noir-Sandalen gehen nun schon in den dritten Sommer und sie sehen noch immer tadellos aus,  so dass die italienische Marke es wirklich verdient hat, bei uns als "Label to watch" vorgestellt zu werden. Die Qualität der Schuhe, die in eigenen Produktionsstätten in der Toskana plus in anderen europäischen Ländern hergestellt werden, stimmt. Was aber vor allem stimmt, ist der Preis. Die Italiener sind bekannt für Labels, die Mode und korrekte Preise unter einem Hut bringen. Hier ist das Fall. Café Noir Sommerschule liegen bei 80 bis 170 Euro, im Winter liegt die Preislage zwischen 90 und 180 Euro. Im Angebot sind auch einige Taschen und Gürtel.
Modisch ist das Label eher auf eine junge Klientel zwischen 25 bis 40 Jahren orientiert. Jedoch stimmt das eher für die Winterkollektion, denn für die immer sehr starke Sommerkollektion. Gerade die Sandalen der Marke sind echte Hingucker und eindeutig die modisch stärkste Produktgruppe des Labels.
Für den kommenden Winter 2015/16 dagegen haben die Italiener sich  bei den Damen sehr dem Revival des Punk und der 80er-Jahre verschrieben. Dicke und eher klobige Schuhe mit flachen Plateau-Sohlen und groben Schnürungen bestimmen die Kollektion. Aber es gibt auch einige klassische Pumps, Mokassins und Schnürschuhe. Eleganter geht es bei der Herrenkollektion zu, die mehr mit sportlichen Elementen spielt. Hier ein paar der stärksten Modelle aus der neuen Kollektion:
 
Aber wie schon eingang erwähnt, die Sandalen von Café Noir sind ein modisch-erschwinglicher Bringer. Gerade sind noch so einige Restposten bei Yoox zu Kampfpreisen zu finden.  Absolut zum Zugreifen!
Photo Credit: PR Cafe Noir, Screenshots Yoox

Kommentare

  • René sagt:

    In Frankfurt und Wiesbaden gibt es eine Auswahl bei Burresi.
  • Andrea P. sagt:

    Ich liebe meine Stiefel von diesem wunderbaren Label nun auch schon seit 4 Jahren .
  • Hans-Joachim Förster sagt:

    Hallo....ich weiß nicht, ob ich hier den richtigen Empfänger habe....jedenfalls vor einiger Zeit die Herrenmocassins in blau

    #für UVP 149.90 ...im Sale gekauft und die Sohlen sind schon schief gelaufen...obwohl ich sie nur im Haus oder Park trage...

    ich wohne in einer Seniorenresidenz. Also nicht italy-like, wie meine früheren Schuhe die ausschl. aus Italien kamen.

    Kann man diese Sohlen reparieren...ich komme nicht mehr aus dem Haus. Höre gern von Ihnen. Mfg H.-J.Förster


    • Kathrin Bierling sagt:

      Hallo lieber Herr Förster,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich befürchte, dass auch das Tragen im Haus und Park eine Sohle auf Dauer abnutzen. Wie lange tragen sie die Schuhe bereits? Ihre Mokassins stammen von Café Noir?

      So oder so sollte jeder Schuster die Sohlen wieder auf Vordermann bringen können. Gibt es in Ihrer Seniorenresidenz jemanden, der ihre Schuhe zum Schuster bringen kann?

      Liebe Grüße,

      Kathrin Bierling