Top-Highlight Paris Fashion Week Menswear: Miharayasuhiro Spring Summer 2014

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Ein Label, das nach meinem Geschmack zu wenig Beachtung findet, ist Miharayasuhiro. Wie in den letzten Saisons war auch diese Kollektion ausgereift, in sich stimmig, gar umwerfend. Die Kollektion befasste sich mit der Unsterblichkeit des Phoenix und nahm damit Bezug auf Japan und dessen Kernkraftdesaster nach dem großen Tsunami. Miharayasuhiro sagt, dass Japan seine Kernernergie weiterhin weltweit verkaufe und nichts aus den Fehlern gelernt habe. Der Phoenix dient sozusagen als Symbol des Gebets an seine Unsterblichkeit und lässt hoffen, dass Japan mit Stärke und Schönheit aus der Asche hervorgehen mag. Bei seiner Thematik nimmt er Bezug auf die Geschichten des verstorbenen Osamu Tezuka, einem mehrfach ausgezeichneten japanischen Manga-Zeichner. Zu Tezukas Werken zählt u.a. "Phoenix", eine bis heute unvollendete Arbeit, die die Geschichte des Feuervogels erzählt, dessen Blut Unsterblichkeit verleihen kann. Miharayasuhiros Phoenix- und Tsunami-Inspirationen lassen sich deutlich in Farben und Mustern der Kreationen sowie am "Kopfschmuck" der Models erkennen. Die Kollektion beginnt mit dem Blau des Meeres und geht zum Rot des Feuervogels über, bis die Kollektion im Schwarz der Asche und in einer Manga-Auswahl des unvollendeten Werkes "Phoenix" Tezukas endet. Basierend auf dem Hintergrundwissen ist diese Kollektion unheimlich gut umgesetzt. Eine Kollektion wie man sie viel häufiger vorfinden sollte. Eine Kollektion mit einer politischen Story, die zum Nachdenken anregen soll! B-R-A-V-O, Miharayasuhiro!
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