Designer Outlets sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Designer Outlets waren doch diese Miniatur-Städte für Heldinnen des Ramsches. Ihr wisst schon: viel Türkis und Schuhe, auf denen keiner laufen kann. Eine wirkliche Fashionista bekam Albträume bei dem Gedanken. "Es gibt einen Grund, warum diese Teile selbst im Sale nicht weggegangen sind!"
Ich war maximal genervt. Als ich während eines Ski-Urlaubs monacooffice ins Salzburger Designer Outlet begleiten musste, nölte ich im Auto rum: Das können wir uns wirklich sparen, die vermeintlichen Schnäppchen wirst Du nieee anziehen!
Ich sah mich schon mit meiner WWD-Zeitung in einem Café auf ihn warten. Doch beim Betreten des Hauses (erinnert an eine Miami Shoppingmall, nur viel kleiner), sehe ich links eine Jil Sander Boutique mit schickem Schaufenster und tollen Runway-Pieces aus der letzten Saison. Hm, na gut, da kann man ja mal gucken...
Mittlerweile ist es zu einem großen Sport unter Moderedakteuren geworden, Designerteile im Sale oder im Outlet zu ergattern. Denn das, was uns gefällt und wir auch tragen können (in einer Bank oder einer Rechtsanwaltskanzlei wären wir Clowns), wandert meist in den Sale oder eben ins Outlet (wenn es dafür nicht sogar extra produziert wurde!). So, wie der neon-violettfarbene Midi-Bleistiftrock von Jil Sander, den ich damals fand. Mit zwei weiteren Tüten, eine von Strenesse und eine von La Perla kam ich überglücklich in die Ski-Hütte zurück.
Jetzt war ich wieder dort. Und, was mir auffällt und auch einemal auf einem High Fashion Blog gesagt werden muss: Hier findet man auch Teile, für die man regulär Geld ausgeben würde, wenn man eben als Rechtsanwältin oder Bankerin arbeitet: Bleistiftröcke, Blazer und schwarze Pumps bei Jil Sander, schwarze Spitzenwäsche von La Perla (die ich mir tatsächlich einmal regulär am Flughafen gekauft hatte), schwarze Strumpfhosen von Falke – oft minus 80 Prozent!
Bei Calvin Klein Collection fand ich dieses Mal so Wedges, für die sich Frauen begeistern können, Männer eher weniger. Bei Valentino gab es noch ein schwarzes Schluppenkleid aus Seide für mich – wieder so eine Frauensache. Ich lieb's: Tanten-Style at it's best!
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Kommentare

  • Maike sagt:

    aaaah, ich weiss nicht, ob mich das überzeugt, in ein überfülltes und chaotisches Outlet zu gehen. Ich hasse Outlets. Ich hasse Sale im Endstadium, wenn alles lieblos auf eine Stange geknallt wird oder schlechtestenfalls schon dreimal über den Boden geschleift worden ist. Ich schaue Dir dann lieber zu, was Du Schönes gefunden hast - gute Ausbäute, sehr schick - und tue mir den Stress nicht selber an.
  • Hanna sagt:

    Ich habe mich schon lange gefragt ob sich das Salzburger Outlet lohnt...sieht mir jetzt schon ziemlich danach aus! Vielleicht kann ich dort ja sogar meine durch Metzingen (!) geprägte Outlet-Phobie kurieren 😉
  • Kathrin Bierling sagt:

    @Maike und Hanna

    Die Maximilianstraße ist chaotischer...

    Und! Die Verkäufer sind besser und freundlicher. Nur bei Blumarine konnte die Verkäuferin kein Deutsch, nur Russisch und Englisch.


  • modezarin sagt:

    @Hanna: findest Du Metzingen wirklich so schlimm? Max Mara lohnt sich doch eigentlich immer. Habe dort beim letzten Mal wunderschöne haselnußbraune Lederhandschuhe für 40 € erstanden... Aber vor kurzem war ich im Ingolstadt-Village. Das (!) war wirklich schlimm!
  • Hanna sagt:

    @Modejournalistin

    Okay also ich glaube ich wage einen Versuch

    @Modezarin

    Ich gebe zu der letzte Besuch liegt etwas zurück...aber damals habe den ganzen Tag absolut NICHTS gefunden, mein Freund konnte zumindest ein paar Boss-Boxershorts und ein CalvinKlein-Parfum oder so mitnehmen...frustrierend ;P


  • SabinaSabina sagt:

    Also zuerst dachte ich, muss ich auch machen. Dann, oh Schreck, nach den ersten Überfüllungsberichten, dann naja und jetzt denke ich wohl auch, dass Salzburg ein Versuch Wert scheint...:)
  • Maike sagt:

    Das mit der Maximilianstrasse habe ich auch schon gehört. Mir tuen immer die Verkäuferinnen leid, die bei Zara und Co arbeiten, wenn ein Luxustempel daneben steht. Kundinnen benehmen sich dann teilweise wie Sch.... - ich entschuldige mich immer schon, wenn ich was an der Umkleide abgebe, wenn ich wieder raus gehe. Furchtbares Benehmen.
  • Lisa sagt:

    Also was die Überfüllung betrifft - wenn mannicht gerade an einem "typischen" Shoppingtag hinfährt (Samstag vor Weihnachten, Fenstertag o.ä) kenne ich das Salzburger Outlet nur gähnend leer! Deshalb sind die Verkäuferinnen recht nett, die freuen sich über Gesellschaft.
  • FashionMaster sagt:

    Stimmt Lisa, das Salzburger Outlet läuft nicht. Muss wohl daran liegen, dass dort zu viele Fashionista-Teile rumhängen und die "normale" Outlet-Kundin daher dort nicht fündig wird.
  • Tanja sagt:

    Es gibt mittlerweile auch ziemlich viele Outlets und es werden laufend neue eröffnet. Da wunderts mich nicht, dass an untypishcen Shoppingtagen in Salzburg nicht allzu voll ist. In Parndorf ist für mein Geschmack meist eher (über) voll. Wenn die Leute dann wenigstens anständig sind und etwas Rücksichtsvoll sind, dann gehts ja noch.