Ausflug: Auch das ist Italien

Das Land, aus dem die Bewegung 'Slow-food' kommt, ist auch die Wiege für High Fashion Upcycling. Da gibt es eine Italienerin, die mit der Grandezza einer Fendi-Designerin, Taschen aus Materialresten herstellt – das Ganze unterstützt von Vogue-Chefredakteurin Franca Sozzani. Die Taschendesignerin heißt Ilaria Venturini Fendi und designte tatsächlich einst Accessoires und Schuhe für ihr Familienunternehmen (heute gehört es zu LVMH). Dann kehrte sie dem klassischen Geschäft mit der Luxusmode den Rücken und richtete sich zunächst in einem Bio-Bauernhof ein.
Der Bauernhof war Frau Fendi auf Dauer nicht genug. Mode musste her, aber so, wie es ihr gefällt: 2006 gründet sie Carmina Campus, ein Label, das vor allem Taschen anbietet aus Stoff-Überresten (z.B. Futterstoffe von Fendi) und Überbleibsel aus der Automobilbranche. Aber auch Möbel und Schmuck werden gefertigt.
Ilaria Venturini Fendi heute im Showroom mit Spielzeugauto-Reifen an den Ohren. Das kann nun wirklich nur sie tragen!
Fotos: modepilot/modejournalistin
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