Geschenkpapier-Moden

Ich kann mich noch gut an die Neunziger erinnern, als Architekten ihre Geschenke in Zeitungspapier wickelten und sie entweder mit roter Seidenschleife oder, in Härtefällen, mit Paketschnur umzurrten. Später nahmen Freundinnen auch Vogue-Seiten mit schönen Modestrecken her, um Geschenke an Freundinnen damit zu verpacken. Die Kriegsgeneration verwendet Geschenkpapier und Geschenkband wieder, was man an den alten Tesafilm-Spuren merkt...

... oder auch an den falsch sitzenden Knitterfalten in Papier und Band. Die Kinder der Kriegs-Geschädigten, meine Eltern beispielsweise (keine Architekten), kaufen dickes und haptisch erlebbares Geschenkpapier im Fachgeschäft, suchen passende Geschenkbänder und zur Person passende Karten aus. Da übersteigt der Materialwert auch gern mal den Warenwert des Inhalts.

Und wir?

Sind wir von den Geschenkboxen und ihren breiten Satin- oder Ripsbändern der Mode-Onlineshops beeinflusst oder von der Oma, die Geschenkbänder noch aufbügelte?

Wie verpackt Ihr Eure Geschenke?

Foto: modepilot/modejournalistin

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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