Europa, Dein Shoppingverhalten

Auf der Suche nach einem blauen Designerkleid, aber keine Lust alle Onlineshops einzeln zu durchsuchen?

Shopstyle.com macht sich mit einer guten Bündelung von Onlineshop-Inhalten weltweit beliebt.

Die neue Shopstyle-Seite für Deutschland füllt sich langsam, 2011 wird richtig durchgestartet. Modepilot sprach mit Shopstyle-Europachefin Shannon Edwards...

Modepilot: Warum baut Shopstyle für Deutschland eine eigene Seite (www.shopstyle.de)? Hätte es nicht auch ein "Germany"-Button auf der US-Seite mit entsprechendem Angebot getan?

Edwards: Wir glauben, dass es bei all den Gemeinsamkeiten regionale Unterschiede im Shoppingverhalten gibt. Was heute als "stylish" gilt, mag global sein. Doch Kaufentscheidungen sind länderspezifisch.

Modepilot: Wie unterscheidet sich das Shoppingverhalten der US-Amerikaner von den Deutschen?

Edwards: US-Amerikaner sind sehr markenbewusst und -treu, angesagte Marken werden schnell von vielen getragen. Deutsche interessieren sich mehr für Angebote/Deals und legen sich weniger auf ein Preissegment fest. Sie haben Spaß daran, Designermarken zu einem günstigen Preis zu bekommen.

Erste Suchergebnisse bei Shopstyle.com (l.), bei Shopstyle.de (r.)

Modepilot: Wofür begeistern sich die Franzosen?

Edwards: Unsere französischen Kunden interessieren sich öfter für limitierte, seltenere Artikel als andere.

Modepilot: ... und die Briten?

Edwards: Die Briten sind experimentierfreudig, probieren gern verschiedene Styles aus, mixen gern Marken. Japaner, zum Vergleich, stehen auf große ausländische Marken.

Erste Suchergebnisse bei Shopstyle.co.jp (l.), bei Shopstyle.fr (r.)

Modepilot: Warum arbeiten Sie für Shopstyle? Was haben Sie zuvor gemacht?

Edwards: Ich war Journalistin und arbeitete im Marketing, bevor ich zum dotcom-"Boom" nach San Francisco ging. Dort arbeitete ich für viele E-Commerce-Seiten wie Drugstore.com, Beauty.com und Yahoo. Nie hätte ich gedacht, dass ich irgendwann meine Zeit damit verbringe, europäischen Konsumenten beim Shoppen zu helfen! Manchmal fühlt es sich einfach zu gut an, um wahr zu sein: Ich sehe mir den ganzen Tag schöne Kleidung online an und überlege, wie man sie dem Kunden noch leichter vermitteln kann.

Modepilot: Wonach wählen Sie Partnershops für Shopstyle aus?

Edwards: Sie müssen eine Marke sein oder Marken verkaufen. Momentan haben wir über 40 deutsche Shops im Programm, darunter bekannte Marken wie Esprit oder Luxus-Einzelhändler wie Mytheresa.

Modepilot: Gelten für alle Partnershops die gleichen Konditionen (Provisionssätze)?

Edwards: Der Provisionssatz wird von Fall zu Fall verhandelt und hängt vom Einzelhändler ab.

Modepilot: Und liegt bei 7 bis 11 Prozent?

Edwards: Bei durchschnittlich 8 bis 10 Prozent.

Modepilot: Wie oft werden die Daten der Partner-Onlineshops (Verfügbarkeit & Preise) bei Shopstyle aktualisiert?

Edwards: Alle 24 Stunden.

Modepilot: Ihre Vision?

Edwards: Shopstyle soll die größte und beste Anlaufstelle zum Shoppen von Kleidung, Schuhen, Accessoires und Beauty-Produkten werden.

Modepilot: Zu welchem Shopping-Typ (Franzosen, Deutsche, Briten, US-Amerikaner, Japaner) zählen Sie sich?

Edwards: Eine Mischung aus Briten und Franzosen.

Modepilot: Danke für das Gespräch.

Foto: Sugar Inc./Shopstyle

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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