Brauen to go

Gelesen und geschrieben habe ich schon vor längerer Zeit über "Brow Bars" (nicht hier). Getestet habe ich so einen Brauen-Modellier-Stand erst gestern. Ich war bei Benefit im Ludwig Beck am Münchner Marienplatz. Die US-amerikanische Marke führte den Begriff "Brow Bar" ein und pflegt den Lunch-break-Kult mit Produkten wie "High Brow" und "Browzings".

Für die Presse-Vorführung kam Hilary (im Unternehmen duzt man sich) aus den USA und demonstrierte am "Sailor-girl"-Model den Effekt schöner Augenbrauen. Dafür verwendete sie warmes Teebaumwachs, zupfte einwenig, überschminkte anschließend die gerötete Haut und modellierte das Ergebnis mit "Brows a-go-go" nach.

"Brows a-go-go"-Palette von Benefit

Wichtig sei es, dass die Braue oberhalb der Augenmulde (an der Nase) anfinge. Oft stehen da schon keine Härchen mehr, weil die Mädels zu viel zupfen, sagt Hilary. Der Effekt: Man kann die Nase mit diesen paar Härchen mehr schmaler wirken lassen. Der Bogen solle möglichst weit außen stattfinden - das erzeuge ein optisches Liftig. Und, wenn die Braue dort aufhört, wo ein Stift ansetzt, wenn er auch Mund- und äußeren Augenwinkel trifft, dann ist die Braue perfekt, um das Auge größer und strahlender wirken zu lassen.

Modelaugen voher,...

... beim Wachsen...

... und nachher

Zunächst dachte ich schade um die schönen Augenbrauen, denn ich mag auch an Frauen wilde Augenbrauen. Doch dann gefiel mir das Ergebnis: natürlich und gepflegt. Das gleiche Programm habe ich dann auch über mich ergehen lassen und muss dem Model Recht geben: tut gar nicht weh.

Brow Bar im Ludwig Beck, München

Ob ich morgens meine Brauen mit gemischten Brauntönen hervorhebe ("Browzings"), sie mit Gel fixiere und roséfarbenen Highlighter ("High Brow") darunter setze, wage ich zu Bezweifeln. Wichtig ist mir, dass ich nun eine vertretbare Brauenform habe, an die ich mich beim Nachzupfen halten kann.

Fotos: modepilot/modejournalistin (4), Benefit (1)

Modepilot
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