Suzy Menkes im Interview mit WAMS

Nachdem das ZEIT Magazin einen großen Bericht ĂŒber die "Modemacher-Macherin" Suzy Menkes am 29. Oktober 2009 herausbrachte, erschien nun gestern in der WELT AM SONNTAG ein Interview mit der Frau, die "dramatische VerĂ€nderungen" in der Modewelt prophezeit und klĂ€rt die Frage "Wer ist diese Frau?".
ICON-Chefredakteurin Inga Griese erfragt, weshalb Frau Menkes zur "Techno Luxury Conference" (Eintritt 2500 brit. Pfund) nach Berlin lud, welches Bild sie von der Hauptstadt Deutschlands hat und wie es zu ihrem Markenzeichen der Haartolle gekommen ist. Desweiteren stellt sich im GesprÀch heraus, inwiefern die Bewegung des Feminismus ihren Modestil nachhaltig geprÀgt hat.
Die durch und durch humanen Antworten werden getoppt durch ihre positiven Blick auf den Wandel der Zeit, denn Wandel bedeute fĂŒr Suzy Menkes Energie. Sie ergĂ€nzt, dass Twitter und E-Commerce eine "kleine Revolution" darstellen. Der Frage, ob diese Bewegung auch auf Fachjournalisten zutreffe, entgegnet sie mit folgender Ansicht: ...
..."Die Blogger sind hilfreich, es gibt da einige sehr gute Schreiber wie den Sartorialist. Wir werden alle durchgeschĂŒttelt, doch in allen Bereichen suchen Menschen mehr und mehr informierte Meinung und deswegen werden Journalisten auch weiterhin gebraucht."
Das Interview zeigte wieder einmal mehr, weshalb die fortschrittlich denkende Frau der International Herald Tribune da gelandet ist, wo sie heute steht: NĂ€mlich im Himmel der Fashionwelt und dennoch mit beiden Beinen auf dem Boden.
Nachdem nun die Persönlichkeiten von Wintour und Menkes in der Presse erörtert wurden, bleibt fĂŒr mich eine Frage auf das Neue ungeklĂ€rt: Wer ist die NĂ€chste?
(Bild: abfotografiert aus Welt am Sonntag Nr.46, Seite 81, 15.November 2009)
Photo Credit: false

Kommentare

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  • Ira sagt:

    Falls Frau Menkes richtig ĂŒbersetzt wurde, so kann ich Ihre ErwĂ€hnung bzgl. "The Sartorialist" nicht ganz nachvollziehen - Mr. Schuman "schreibt" nicht wirklich.. er fotografiert doch eher.
  • Rene Schaller sagt:

    die fas hatte sie auch gestern ganz groß im gesellschaftsteil.
    ich finde frau menkes ja toll, aber den sinn der konferenz habe ich noch nicht verstanden. worum gehts da bitte und wer zahlt die teilnahmegebĂŒhr?
    zu ira: ja, schreiben und the sartorialist in einen satz hat mich auch sehr verwundert.
  • JĂ©rome sagt:

    Schumans Augenmerk ist definitiv die Photographie. Dennoch fĂŒhrt er unter anderem Interviews durch, zB im MĂ€rz diesen Jahres mit Designer Lucas Ossendrijver, was unter anderem zu meinen Lieblingsinterviews auf seinem Blog gehört. Gebe in Google "the sartorialist lanvin interview" ein und es erscheint ganz oben.

    FrĂŒher waren seine Bilder noch hĂ€ufiger mit Texten ergĂ€nzt. Kurz und knapp, aber auch mit der richtigen WĂŒrze waren sie.


    bzgl: technoluxuryconference: Es geht um "Trends und Entwicklungen der LuxusgĂŒterindustrie vor dem Hintergrund verĂ€nderter Mediennutzung und neuer Technologien". Organisiert wird die Konferenz von "International Herald Tribune" und "Der WELT-Gruppe" als Medienpartner. Deshalb fand auch das Interview seinen Anlass. Inga Griese wird mehrere Diskussionsrunden leiten.

    Desweiteren wird ein Abendevent stattfinden. Die GĂ€ste sind international. Es ist in Berlin sozusagen das Event vor der Fashion Week im Januar.


  • modejournalistin sagt:

    Mich hat gestern beim Lesen der Welt am Sonntag vor allem Eines fasziniert: Polly, die Friseurin bei John Frieda! Sie hat Suzy Menkes nicht irgendetwas aufgeschwatzt, was die praktische Menkes auf Dauer im Alltag gar nicht umsetzen möchte, sondern mit einer Vereinfachung ihrer Gewohnheit (nÀmlich zwei Kamm-Haarspangen in die Haare zu stecken) einen neuen, zum Typ passenden, Look kreiert: Mit einer Kamm-Haarspange die Haare aus dem Gesicht (Tolle(r)-Effekt). Das nenne ich Kunden-freundlich und kreativ. Polly, meine Heldin!
  • Lilia sagt:

    was die praktische Menkes auf Dauer im Alltag gar nicht umsetzen möchte, sondern mit einer Vereinfachung ihrer Gewohnheit (nÀmlich zwei Kamm-Haarspangen in die Haare zu stecken) einen neuen, zum Typ passenden, Look kreiert: Mit einer Kamm-Haarspange die Haare aus dem Gesicht (Tolle(r)-Effekt). Das nenne ich Kunden-freundlich und kreativ. Polly, meine Heldin!