Zehn kleine Heftelein

Kettenbrief: Wir machen uns einen Reim auf die Krise. Das Aufmunternde beim gegenwärtigen Magazin- und Zeitungsterben: das aufblühende Dichtertum freier Autoren. Exklusiv für modepilot.
Eingestellt: Vanity Fair, fivetonine, Amica
Zehn kleine Heftelein, der Leser sollt`sich freu`n, nur, eines las dann keiner mehr, da waren`s nur noch neun.
 
Neun kleine Heftelein, die hatten mal viel Macht, einem ging die Kohle aus, da gab es nur noch acht.
 
Acht kleine Heftelein waren voll geschrieben, dann hat eins die Seiten leer, voll Themen blieben sieben.
 
Sieben kleine Heftelein versuchten es mit Sex, doch Sex gibt`s heut im Internet und übrig blieben sechs.
 
Sechs kleine Heftelein, geworben wird für Strümpf, doch leider warb kein anderer mehr, es reicht nur noch für fünf
 
Fünf kleine Heftelein und die Zeit der Gier, die Banken wurden abgeschafft, es gibt nur noch Geld für vier.
 
Vier kleine Heftelein, der gleiche Einheitsbrei, vier sind da zu viel am Platz, man kommt auch aus mit drei.
 
Drei kleine Heftelein, das Sterben ist vorbei, falsch gedacht, eins kill` ich noch, gerettet werden zwei.
 
Zwei kleine Heftelein und lesen möcht` ich keins, das geht auch vielen andern so, tapfer hält sich eins.
 
Ein kleines Heftelein, hoffen darf man ja: ist die Krise erst vorbei, sind alle wieder da.
Foto: modepilot/modejournalistin
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Kommentare

  • kathi sagt:

    sorry, aber ich finde diese eher nachricht sehr traurig, und kann gerade nicht darüber lachen :/
  • modejournalistin sagt:

    kathi, wir haben für diese Hefte gearbeitet. Uns bleibt außer Lachen nichts mehr...
  • kathi sagt:

    habe ich auch und will es zukünftig auch weiter tun :/

    ich hoffe also auf euren letzten satz 😉