Basics – Wenn ich bei null anfangen müsste

Hinter dem aufstrebenden Modelabel MARCELL VON BERLIN steckt der Designer Marcell Pustul. Der Wahl-Berliner kleidete Prominente für den roten Teppich ein, darunter die Sängerinnen Katy Perry, Jennifer Lopez und Rihanna und das Supermodel Alessandra Ambrosio. Doch davon allein kann man nicht leben. So ergänzte er seine Couture um „Streetcouture” und kam nach Berlin. Hier verwirklichte er seinen Traum vom eigenen Label mit Atelier und Ladengeschäft.

Wie alles begann: Der gebürtige Pole ging mit 17 Jahren von Schlesien nach New York, um an der renommierten Parsons School Modedesign zu studieren. Anschließend sammelte er Erfahrungen bei Donna Karan und Michael Kors in der Designabteilung und bei Alexander McQueen und Inditex im Visual Merchandising.

Marcell von Berlin Modepilot Portrait Interview

Marcell Pustul ist der Designer hinter der Marke „MARCELL VON BERLIN”

2011 dann der Schritt nach Berlin. Hier hatte er Freunde, die er regelmäßig besuchte. Er kannte die Stadt, hat sich in sie verliebt, und sah hier das richtige Umfeld für seine Stilrichtung.

Doch im vergangenen Jahr fand sich Pustul kurz vor dem Aus seines Traumes und inmitten eines Albtraumes aus Rechtsstreitigkeiten: „Die Situation ist mir damals über den Kopf gewachsen”, sagt er heute. „Ich habe den Überblick über den betriebswirtschaftlichen Teil meines Unternehmens verloren.” Willkommen in Deutschland!

„Was ich allerdings richtig stellen möchte ist,” so Pustul weiter, „dass jeder für seine geleistete Arbeit bezahlt wurde. Ich habe nie etwas Unrechtes getan und es hat mich sehr verletzt solche Dinge über mich lesen zu müssen. Dafür, dass ich schließlich in die Lage versetzt wurde, meine ausstehenden Schulden begleichen zu können und mit TIGERPOOL eine Managementagentur an meiner Seite habe, die mir rundum zur Seite steht, bin ich sehr dankbar. All dies bietet mir die Chance, mich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was ich am besten kann: kreative Ideen zu entwickeln und neue Styles zu designen, mit denen ich mich immer wieder neu beweisen kann.”

Seit Kurzem bekommt man Marcells Mode (Couture, Streetcouture, Herrenmode und meine geliebte Red Lips-Kollektion >>>) in Berlin auf der Friedrichstraße, in Los Angeles auf der Melrose Avenue und in einem Pop-up Store auf der Frankfurter Goethestraße – immer ausgestattet mit dem typischen Berliner Kiosk-Konzept, einem Späti. Gut sitzende Abendrobe, gemütliche Hoodies, Flaschenbier und Fruchtgummi-Frösche: eine unschlagbare Kombination.

Die Lieblingsbasics von Marcell Pustul

Wir sprachen mit dem Modedesigner darüber, was er sich sofort neu anschaffen würde, wenn plötzlich alles weg wäre. Welche Kleidungsstücke, Accessoires und Pflegeprodukte würde sich Marcell gleich wieder zulegen, wenn er in Los Angeles gelandet ist und sein Gepäck verloren ging?

1. Die Gesichtscreme

Ich liebe diese Creme von Estée Lauder, da sie schnell einzieht und einen tollen Glow verleiht. Egal, wie wenig man geschlafen hat, sobald man sie aufgetragen hat, sieht man putzmunter und frisch aus. Das hilft nach konzentriertem Arbeiten im Atelier oder Geschäftsreisen mit langen Tagen und kurzen Nächten.

Estee Lauder Modepilot DayWear Anti-Oxidant

v.l.n.r.: Musikalbum „Lemonade” von Beyoncé, feuchtigkeitsspendende Tagescreme „DayWear” von Estée Lauder, dunkelblauer Logo-Rucksack von MCM

2. Die Uhr

Auch wenn es etwas cheesy klingt, aber eine Rolex stand schon immer auf meiner Wunschliste. Irgendwann mal, wenn ich groß bin. Mein Mann hat mir das Modell (Explorer 2) aus Edelstahl zum 30. Geburtstag geschenkt und ich bin schier ausgeflippt vor Freude. Ich trage sie nicht täglich, sondern nur zu besonderen Anlässen und mag das starke Gefühl, das sie mir verleiht.

3. Der Sneaker

Meine Sneakers-Sammlung ist inzwischen legendär, ich besitze mindestens 150 Paar. Und am liebsten trage ich Air Max von Nike, die sind einfach so wunderbar bequem und trotzdem cool.

4. Der Rucksack

Ein klassischer Rucksack gehört in jeden Männer-Haushalt. Ich trage gerne Logos und die machen auch vor meinem Rucksack keinen Halt. Mein MCM Modell ist dunkelblau. Ich mag das klassische 80er Design der Marke und die Qualität stimmt auch.

Jogginghose Tom Ford Parfum T Shirt Marcell von Berlin

v.l.n.r.: T-Shirt von Marcell von Berlin, Parfum „Fucking Fabulous” von Tom Ford, ultraleichte Jogginghose von Daniel Patrick

5. Das T-Shirt

Die T-Shirts aus meiner Basic-Kollektion sind aus nachhaltiger Baumwolle gefertigt und ich habe sie mit einem breiten Bündchen am Hals designt, das den Gesamtlook angezogen erscheinen lässt. Ich trage zum Großteil inzwischen meine eigenen Styles, auch wegen der coolen Patches und Prints, die ich selbst entworfen habe.

6. Das Parfum

Dieser Duft begleitet mich seit einem Jahr – seitdem er auf dem Markt ist. Als großer Tom Ford-Verehrer bin ich nicht nur seinen Sonnenbrillen treu, sondern auch diesem Duft „Fucking Fabulous“. Er hat eine holzig-würzige Note und riecht nach Leder. Sehr männlich und stark. Ich mixe ihn ab und zu mit Molecules 1 von Escentric Molecules, der quasi pheromonisch wirkt.

Späti Marcell von Berlin Modepilot Frankfurt Shop

Egal, ob Frankfurt oder Angeles: den typischen Berliner Kiosk „Späti” bringt Marcell in all seine Läden, hier in Frankfurt auf der Goethestraße

7. Das Musikalbum

Ich bin großer Beyoncé Fan und höre ihr Album „Lemonade” rauf und runter, in jeder Lebenssituation. Sie ist für mich eine Ikone, musikalisch und auch stilistisch. Mein größter Traum wäre es, für sie etwas anfertigen zu dürfen. Aber bis dahin höre ich einfach weiter ihr Album.

8. Die Hose

Ich trage gerne Jogging Pants. Tagsüber casual und abends dann eine elegantere Version. Mein momentaner Lieblingsdesigner hinsichtlich Jogg Pants ist der Amerikaner Daniel Patrick. Von ihm habe ich ein ultraleichtes Paar, das sich mega anfühlt.

9. Die Lederjacke

Eine klassische Lederjacke ist ein absolutes Must-Have im Schrank, egal ob für Männer oder Frauen. Mein Lieblingsmodell ist aus Lammleder und schwarz – und natürlich selbst designt.

Lederjacke Marcell von Berlin Modepilot

Lederjacke von Marcell von Berlin

10. Das Mobiltelefon

Seitdem ich das iPhone X habe, möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Dieses iPhone macht so ultragute Bilder. Ich bin viel auf Instagram und stelle dort meine eigens geschossenen Bilder in meinen Marken-Account ein (Hier geht es zu seinem Account >>>). Mit dieser Kamera stimmt einfach die Qualität.

Photo By: Marcell von Berlin
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“Basics – Wenn ich bei null anfangen müsste”

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