Basics – Wenn ich bei null anfangen müsste

Spricht man über Männer mit Modemut, dann fällt irgendwann unweigerlich der Name Konstantin Spachis. Der gebürtige Kölner gehört zu den meistfotografierten deutschen Stylisten, vielleicht sogar zu den beliebsten Streetstyle-Motiven bei den internationalen Modewochen überhaupt.
Konstantin Spachis
Konstantin trägt einen locker geschnittenen Anzug von Dries Van Noten mit Polo-Hemd. (Foto: Helmut Fricke / FAZ)
Besonders spannend an vielen seiner Outfits: Er stylt konventionelle Stücke zu Statement-Looks, oder wie er es viel treffender formuliert: "Meinen Stil würde ich als „boldly conservative“ bezeichnen: Klassiker der Herrengarderobe mit einem gewissen Twist. Die Teile sind an sich nicht aufregend, erst ihre Kombination überrascht." Und genau das ist eigentlich auch das Kern-Handwerk eines guten Stylisten, das er aktuell als stellvertretender Modechef des Luxusmagazins Madame auslebt.
Weil ich ihn nicht nur als modische Inspiration, sondern auch als äußerst charmanten Kollegen mit spitzem Humor und treffsicherer Beobachtungsgabe schätze, freue ich mich sehr, dass er Teil unsere Serie "Basics - wenn ich bei null anfangen müsste" ist. Wir wollten von ihm wissen: Auf welche Mode- und Beauty-Highlights kannst du nicht verzichten und warum würdest du sie immer wieder kaufen? Die Lieblingsstücke von Konstantin und wie er sie kombiniert.

1. Die Jeans

Am liebsten eine Vintage Levi's 501, die ich dann entsprechend customizen lasse – entweder in Weiß (auch im Winter bitte!) oder in ausgewaschenem Blau. Auch gut: die neue Levi's 501 ct, die unten schmaler als das Original geschnitten ist.

2. Der Rollkragenpullover

Mein absolutes Keypiece im Kleiderschrank. Schmal geschnitten natürlich. Im Winter in einer Kaschmirversion, im Frühling aus einem leichten Jersey oder in einer Schurwolle-Seidenmischung.

3. Die Bundfaltenhose

Ich liebe Bundfaltenhosen jeglicher Art, z.B. von Caruso. Je voluminöser, umso besser. Man kann sie zu Schnürschuhen, Sakko und Hemd businesstauglich kombinieren oder easy mit Sneaker und T-shirt stylen.

4.  Das weiße-T-Shirt

Am liebsten von Sunspel aus einer festen Baumwolle.
 

5. Das weiße Hemd

Immer nur auf Maß – mit Kentkragen und Doppelmanschette.

6. Die schwarze Bikerjacke

Patina ist nicht meins. Ich mag es, wenn das Leder noch unverbraucht aussieht , deswegen muss alle Jahre ein neues Modell her. Aktueller Liebling: Die Biker-Lederjacke von LOEWE.
Bikerjacke von Loewe
Klassischer Cut, angesagtes Label: Lederjacke im Biker-Stil, von Loewe.

7. Der Lederschuh

Brogues von Prada. Trägt man ein Leben lang.

8. Der Mantel

Am liebsten investiere ich in Mäntel und Jacken. Vom klassischen Trenchcoat hin zum voluminösen Zweireiher. Mittlerweile brauche ich einen 3-Meter-Schrank allein für diese Kategorie.
Konstantin Spachis modepilot
Texas-Look mit Seventies-Vibe in Mailand (Foto via Instagram @shotbygio)

9. Der Stiefel

No one does it like Hedi. Die Cowboyboots von Hedi Slimane für Saint Laurent sind zu Essentials in meiner Garderobe geworden. Rührt daher, dass ich ein Faible für den Cowboylook habe – und liegt nicht unbedingt daran, dass ich aus der Karnevalshochburg Köln komme.

10. Die Tasche

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11.   Das Parfum

Creed von Aventus. Ich bin ein großer Fan von Vetiver basierten Düften – die Komposition von Creed ist seit mehreren Jahren mein Signature-Duft.

12. Die Pflege

Seitdem ich Dr. Barbara Sturm für die MADAME porträtiert habe und ihre Produkte testen durfte, bin ich süchtig nach ihrer gleichnamigen Doktor Brand. Mein Lieblingsprodukt: Die Gesichtspflege MC1, die mit Heilstoffen aus dem eigenen Blut angereichert wird – die Haut erhält den absoluten Feuchtigkeitskick. Selbst nach Langstreckenflüge sieht man frisch und erholt aus.

Styling by Konstantin Spachis

Wir dürfen nicht nur seinen persönlichen Stil, sondern auch seine Arbeit vorstellen: Ein Auszug aus der Modestrecke für Madame April 2016 (Model: Bruna Tenorio, Fotograf: Kevin Sinclair, Hair & Make-up: Steffen Zoll) und sein zweites Cover für Madame (Juni 2016).
 
Photo Credit: Catwalkpictures, Instagram, Kevin Sinclair, Helmut Fricke

Kommentare

  • Alexandra sagt:

    Guter Typ, toller Artikel
  • Karina sagt:

    Man schreibt es Patina. Mit einem t.
    • Isabelle Braun sagt:

      Vielen Dank Karina, da habe ich geschlafen -_-