Unsere Einstellung zum Mode-Konsum

FAS Fast Fashion Schattenseit Modepilot
Angesichts der vielen ungetragenen T-Shirts und einmal getragenen Kleidern im Kleiderschrank hinterfragen wir unseren Mode-Konsum immer öfter: Brauche ich das wirklich? Nicht umsonst starteten wir heute mit unserer Serie "Basics – Wenn ich bei Null anfangen müsste". Was würde ich mir wohl neu zulegen, wenn ich plötzlich nichts mehr hätte? Bei der Überlegung fallen einem gleich noch viel mehr Dinge ein, die völlig überflüssig sind.
80 bis 100 Kleidungsstücke besitzt der Deutsche durchschnittlich. Davon werden 20 nie getragen. Das las ich gestern in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In "Der Anreiz ist: Kaufen, Kaufen, es kostet ja nichts" interviewt Redakteurin Jennifer Wiebking die Kuratorin Claudia Banz, die in Hamburg eine Ausstellung namens "Fast Fashion: Schattenseite der Mode" konzipierte. Im Museum für Kunst und Gewerbe, bis zum 20.09.2015.
Banz sagt so Sätze, wie "Billige und schnell verfügbare Mode trägt dazu bei, dass wir die Wertschätzung für Kleidung verlieren." Das stimmt. Selbst besuche sie keinen dieser Läden. Daher kennt sie die Verlockungen, denen junge Menschen mit wenig Geld und viel Bedarf für neue Kleidung unterliegen, vermutlich nicht. Aber sie möchte mit der Ausstellung erreichen, dass die Besucher nachdenklicher gestimmt werden und über faire Labels informiert werden. Das finde ich zeitgemäß und löblich.
Hier geht es zum ganzen Artikel:
Foto: abfotografiert von der FAS vom 29. März 2015
Photo Credit: false

Kommentare

  • Alicia sagt:

    Wahre Worte!!

    http://rabattiger.de/


  • Virginia sagt:

    Habe heute ein Teil bei Zara im Vorbeigehen geshoppt. Habe es weder anprobiert noch fällt mir ad hoc ein, wozu ich es tragen möchte.

    Wie ein Nusshörnchen beim Bäcker habe ich es gedankenverloren mitgenommen, denn wer weiß wozu es später noch gut ist und lese nun diesen Artikel, während die kleine Zara-Tüte (immerhin aus Papier) vor meinem Kleiderschrank ruht.


    Der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach.

    Ich bin für einen Ratgeber-Post der mir die ultimativen Regeln aufzeigt, wie ich es schaffe der schnellen Mode zu widerstehen und nur noch nachhaltig einkaufe.

    Klappt meistens auch aber nach nem teuren Trenchcoat denke ich dann auch wieder: Muss jetzt auch noch das weiße Shirt von Helmut Lang sein?


    Oder wie wäre es mit einer digitalen selbsthilfegruppe:

    "Hallo, mein Name ist Virginia..."


  • Kathrin Bierling sagt:

    Haha, Virginia, bei der Gruppe melden wir uns alle an.
    Habe aber auch einen recht simplen Trick parat: einmal Schrank komplett ausräumen, nur noch die Sachen reinhängen und -legen, die man wirklich gern trägt und den Rest verteilen: Freunde, Secondhand, Flohmarkt, Altkleidersammlung. Dabei wird einem erst bewusst, wie mühsam es ist, alles wieder loszuwerden. Jede Neuanschaffung überlegt man sich dann mehrmals. Vor allem, weil der Schrank jetzt so schön aufgeräumt ist.
  • Isabelle Braun sagt:

    Oder umziehen! Sehr heilsam...(und erschreckend)
  • Efz sagt:

    Ich glaube jedes hier geschriebene Wort und falle in mich zusammen.....