Mein neues Hobby, Hutmode

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Segelfliegen: ich (links) und die Mützen, die es dafür braucht
"Thermikhut", nennt man sie auf dem Segelflugplatz. In den modischen Onlineshops werden sie "Sun Hat" oder "Fischerhut" genannt und Hutspezialisten nennen sie auch "Kibbuzhut". Andere Begriffe sind "Safarihut" oder auch "Dschungelhut". Wir kennen diese Baumwollmützen von Senioren auf Gruppenreise in Ägypten oder als Bootsmützen von Polo Ralph Lauren. "Bucket Hat" wird er in den USA auch gern genannt. Die Baumwollhüte mit schmaler Rundumkrempe sind nicht mit dem Trilby zu verwechseln, der aus einem festeren Material (z.B. Filz) gemacht wird und eine Einbuchtung oben hat.
Auf dem Segelflugplatz, wo ich gerade eine Segelflug-Ausbildung mache, ist der Thermikhut Pflicht. Sonstige Kleidung ist frei gestellt, sollte bequem und praktisch sein. Wenn "Normcore" nicht so angesagt w├Ąre, dann w├Ąre man hier von Mode und Trends ganz weit weg. Doch mit alten Jeanshosen, irgendwelchen Turnschuhen, T-Shirts und Kapuzenpullis befindet man sich hier in einer echten Normcore-Szene, wenn auch nicht beabsichtigt, zumindest nicht bewusst.
Da ich jetzt aber vermehrt modisch motivierte Thermikh├╝te in Schwabing sehe, kommt hiermit meine Herangehensweise an das Thema...
Wozu der Hut? Gegen den Sonnenstich ├╝ber den Wolken und er verhindert, dass mein K├Ârper zu viel Wasser ├╝ber den Kopf abgibt und damit die Plexiglas-Haube des Segelfliegers beschl├Ągt. Die schmale Krempe sch├╝tzt vor der direkten Sonneneinstrahlung und l├Ąsst dabei genug Platz, den Flugraum zu beobachten. Eine Baseball-Kappe w├Ąre aufgrund ihres langen Schirms nicht geeignet. Die weiche Thermikm├╝tze kann ich in die K├Ąnguru-Tasche meines Kapuzenpullis knautschen, wenn ich das Segelflugzeug abends waschen muss und ich kann die M├╝tze in die Waschmaschine schmei├čen.
Fotos: Instagram/Modepilot, Polo Ralph Lauren, Mytheresa.com, Stetson
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