Lala Berlin: One big family
Kathrin Bierling

Lala Berlin: One big family

So pünktlich war ich selten, dennoch war mein Sitzplan bei Lala Berlin vergeben. Und ehe ich mir einen neuen Platz zuweisen lassen konnte, waren die Reihen voll. Mit großzügiger Geste bot man mir die Treppe an. Carola Niemann, Modechefin bei COVER, saß da schon und gegenüber drapierten sich die schreibenden Schwestern Wäis und Violet Kiani auf den Stufen. Kein Designer hat bislang mehr Leute reingelassen (über 600!), keiner mehr Freunde im Publikum sitzen gehabt. Der Unterschied zu anderen Claqueur-Schauen ist der: Lala Berlin steht für gute, international relevante Mode und für viele zeigte die Designerin Leyla Piedayesh gestern die beste Kollektion.

Die Farbe Rosa sei neu, sagte Leyla kurz zuvor backstage. Außerdem möge sie die neuen Stricksachen in ihrer Kollektion, besonders die Strickröcke. Unter dem Begriff "Aztekenmuster" haben wir ja seit Asos-Onlineshop alle eine Vorstellung. Das südamerikanische Zickzack- und Stufenmuster gefiel mir jedoch nie besser als gestern bei Leyla, z.B. auf Bomberjacke zur schmalen Maxi-Kleid-Kombination.

Walk of Fame: Leyla Piedayeshs Tochter Lou sprang am Ende der Show von der Front-row auf und lief den Laufsteg ohne ihre Mutter ab – was für ein Selbstbewusstsein! Am Ende nahm Leyla sie auf den Arm und zu sich backstage. Das Publikum war im Glück.

Fotos: Modepilot/Modejournalistin

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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