Dolce & Gabbana: Sizilianisches Marktfest

Mir geht die Kritik von WWD (Women's Wear Daily) zu der Runway-Kollektion von Dolce & Gabbana nicht mehr aus dem Kopf. Ich mag es kritisch und ich liebe den Satz: "Sicily is an island, not an outfit." Frei übersetzt: Sizilien kann man bereisen, aber nicht tragen.
Doch genau das ist es doch, was Dolce & Gabbana groß gemacht hat! Wenn sich eine Karlsruherin, wie ich zum Beispiel, das sizilianische Lebensgefühl als zweite Haut überstreifen kann. Und mit der Sommerkollektion 2013 ist es dem Designteam um Domenico Dolce und Stefano Gabbana gelungen, den Markenkern wieder einmal aufs Herrlichste zu inszenieren. Es war, als würde man den Saft aus den Poren sizilianischer Zitronen spritzen sehen, hören und riechen. Wir befanden uns auf einem Markt unter stolzer Frauen. Und, wenn wir nur ein bisschen von Dolce & Gabbanas Phantasie haben, dann können wir uns auch vorstellen, wie all der Bast und all das Korbgeflecht auch sitztauglich für die Läden umgesetzt werden kann. Die Prints sind ein Traum, die Kombination von alten und neuen Schnitten auch. Endlich gab es während der Mailänder Modewoche ein modisches Ereignis (für das Verschieben von Cut-outs beispielsweise braucht es keine namhaften Designerbrands).
Fotos: Catwalkpictures
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Kommentare

  • auchmilan sagt:

    sorry, aber die beiden haben schon viel bessere kollektionen hingelegt.

    ich finde WWD hat es voll auf den punkt getroffen...


  • Jérôme sagt:

    Halte es genauso wie Du, MJ. Die DNA einer Firma ist wichtig in all seinen Einzelheiten erkennbar zu sein und diese Kollektion besticht mit folgendem Aspekt: "Es war, als würde man den Saft aus den Poren sizilianischer Zitronen spritzen sehen, hören und riechen."

    Das ist es doch, weswegen wir einem Label verfallen.

    Wir wollen inspiriert sein vom Gedanken eines anderen Alltags.


  • Jérôme sagt:

    P.S.: Und was wir ganz oft sehen werden, sind der Mantel aus Bild 5 von UNTEN sowie Ohrringe, Handtaschen und Schuhe.