Volé Ladung Lilie

Heute Abend lädt Cartier in München zur Präsentation des neu lancierten Signature-Parfums 'Baiser Volé' (dt. = gestohlener Kuss). Der Duft polarisiert schon seit Erscheinung im September, denn er duftet nach Lilien. Das liebt man oder hasst man. Entsprechend provokativ die Duftnoten:

Kopfnote: Lilienstempel

Herznote: Lilienblüte

Basisnote: Lilienblatt

plus Bourbon-Vanille

Seit langem der schönste Flakon auf dem Markt: Zerstäuber 'Baiser Volé' von Cartier

Anzeigenmotiv: das deutsche Topmodel Toni Garrn mit Wasserwelle unter der Kuppel des Grand Palais in Paris, fotografiert von Craig McDean

httpv://www.youtube.com/watch?v=dgl5sCV8QX8

Cartiers Haus-Parfumeurin Mathilde Laurent über ihr Soliflore-Parfum (auf eine einzige Blume konzentriertes Parfum)

Acht von zehn Männern lieben den Geruch von Lilien, sagt Laurent. Ich weiß nicht, auf welchen Umfragewerten dieses Ergebnis beruht – vielleicht werde ich es heute Abend noch erfahren. Meine ganz persönliche Statistik fällt leider anders aus:

F., mein Freund, hat neulich die Vase mit Lilien auf den Balkon gestellt ("Ich ertrage den Geruch nicht mehr"). Mein Bruder, der sie uns schenkte, sagte: "Riechen schlimm, sehen aber toll aus." Und meinen Chef deprimiert der Duft, weil ihn Lilien an Trauer erinnern.

Da ich Lilienduft jedoch mag und den Flakon liebe, werde ich das Parfum leider Gottes ausprobieren, wenigstens einen Tag lang. Und dann berichte ich hier von den Reaktionen, ob man mich auf dem Balkon ausgesperrt hat, etc.

Nachtrag: Präsentation des Liliendufts im Münchner Filmcasino

Das ausgehöhlte Filmcasino in München, ehemals ein schönes Kino, wurde für die Parfum-Präsentation präpariert: Schwarze Gänge mit funkelndem Sternenhimmel und alten Filmszenen an der Wand, die irgendwas mit 'gestohlenen Küssen' zu tun haben sollten. Dazu hörte man ein Gedicht, von der Parfümeurin Mathilde Laurent geschrieben zur Königin der Blumen: die Lilie.

Dann kamen die Gäste, darunter viele bekannte Gesichter, von denen man nicht weiß, was sie beruflich eigentlich machen (Bsp. Shermine Shahrivar), in einen großen, weißen Raum mit weißen Hockern, weißen Lilieninseln, einem weißen Flügel und einem Walter-tanzenden Pärchen. Das konnte ich allerdings nicht richtig sehen, weil mir die bekannten Gesichter die Sicht versperrten (nicht Shermine, die saß brav).

httpv://www.youtube.com/watch?v=zn8GCyWP6Nk

Doch, dann ging der große Vorhang auf und Toni Garrn tanzte, zwar nur in einem Video, aber schön.

Fotos: Cartier

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