Modepilot-Lesetipp: Du kommst hier nicht rein!

Und darum geht es in dem Artikel der Süddeutschen: Kunden suchen sich ihre Luxus-Marken aus - tragisch aber, dass Luxus-Marken das umgekehrt nicht können. Und dann ihre Edel-Handtaschen am Arm von D-Promis oder Escort Girls hängen sehen müssen (die aufgrund irgendwelcher Skandale mit besagter Tasche an besagtem Arm durch die Presse wandern). Imageschaden vorprogrammiert?

Man mag es im ersten Moment nicht glauben, aber der Artikel ist leider komplett überflüssig. Weil die Frage überflüssig ist. Denn das Problem besteht nicht. Keine Marke kann es sich leisten, irgendwen auszuschließen, bloß weil er nicht den Gute-Geschmacks-Normen entspricht (wer stellt die überhaupt auf?). Wer wirklich Stil hat, ist gelassen. Und wer gelassen ist, den stört es sowieso nicht, was andere tragen.

Ich glaube auch nicht, dass die Designer aus ideellen Gründen Kunden ausschließen wollen - grundsätzlich freut sich doch erst Mal jeder, wenn sein Zeug getragen wird. Und wer heute D-Promi oder sonst wie Trash-Else ist, ist morgen doch sowieso schon Kult- und übermorgen Super-Star.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mich hat es noch nie belastet, wenn andere "Damen", die vorzugsweise in den Lobbys von 5-Sterne-Hotels auf Kundschaft warten, die gleiche Marken-Tasche getragen haben wie ich und wir uns nur durch unser jeweiliges Rest-Styling unterschieden haben (ich dann halt nicht mit blonden Extensions, Schippen-Nägeln und Plateau-Sohlen). Macht doch nichts, und schon gar nicht die Tasche schlechter.

Foto: screenshot sueddeutsche.de

Modepilot
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