Für den Picasso von morgen

"In jedem Künstler steckt ein Kind" oder "In jedem Kind steckt ein Künstler". Wie immer man die Kernaussage Picassos drehen und wenden mag, eines steht fest: Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, welches das Ende eines Gefühlsprozesses oder den Prozess selbst darstellt.
Kunst und musische Fächer im Allgemeinen gehen in der Schule progressiv unter. Stattdessen werden Kinder darin gefördert, strukturelles Denken auszubauen, um sich als Erwachsene in der Welt von heute zurechtzufinden.
Wie wichtig jedoch Kunst ist, wissen meist nur Personen, die sich entweder mit Kunst auseinandersetzen oder Pädagogik als Unterrichtsfach hatten. Denn jeder kleine Strich eines Kindes verrät etwas über den entwicklungsbedingten Reifeprozess des kleinen Individuums.
Kinder sind kreativ und Kreativität braucht seinen Freiraum und Werkzeug, um zu existieren. Das in Stuttgart ansässige Label "Klabauterkind" hat diesen Gedanken weiterentwickelt und auf den Markt gebracht:...
...Das Shirt zum Bemalen! Das, was also jeden Tag Eltern bei ihren Kindern versuchen zu vermeiden, ist nun erlaubt. Kleidung darf endlich mal begekritzelt werden! Und wenn es Mutter oder Vater nicht gefallen sollte, braucht man das Teil nur bei 30° in die Waschmaschine zu werfen und erhält für jedes weitere "Kunstwerk des Tages" eine neue Leinwand, denn die beigefügten Farben wurden extra für solche Prozesse entwickelt.
Das Shirt ist für 30 € seit dieser Woche bei ausgewählten Einzelhändlern erhältlich. Hier in Frankfurt bei Mama & Co im Oederweg oder im Mama & Co Onlineshop. Falls sie dort vergriffen sein sollten, so können sie in den nächsten zwei Wochen auch online im Shop von Klabauterkind erworben werden.
(Bilder: Jérôme/Modepilot)
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Kommentare

  • Twitter Trackbacks for Für den Picasso von morgen > -Mode- > Modepilot [modepilot.de] on Topsy.com sagt:

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  • Nama sagt:

    Nach Beendigung dieses Beitrags muss ich als Individuum am Ende meines Gefühlsprozesses konstatieren: Dieses menschliche Kulturprodukt in Form eines T-Shirts geht leider innerhalb der Argumentationsstruktur progressiv unter. Möglichweise liegt das aber auch am strukturellen Denken und entwicklungsbedingten Reifeprozess der Leserin.
  • Jérome sagt:

    Cool argumentiert... gefällt mir 😉 Nun zum Inhalt: Ich behauptete nicht, dass es sich bei dem T-Shirt um ein Kunstwerk handelt, sondern dass das, was Kindeshand darauf zeichnet, kreativ ist. Das Kind zeichnet nicht, um zu gefallen. Es zeichnet, was es fühlt. Das Shirt ist das "Werkzeug"... Führe Dir den Text nochmal zu Gemüte und Du wirst sehen, dass Du etwas falsch gelesen haben musst... oder geht es anderen Lesern auch so??? Dann sollte ich wirklich mal an der Struktur arbeiten... hmmm...
  • Nama sagt:

    Ich hab das schon verstanden. Ich halte nur nichts von Sprachblasen und Worthülsen. Die ersten Absätze strotzen leider davon.
    Es geht ja schließlich "nur" um ein T-Shirt, das bemalt werden kann. Von mir aus hätte es nur die letzten beiden Absätze gebraucht, aber vielleicht bin ich da ja sehr puristisch.
  • anna s. sagt:

    @nama

    mir geht es genau so.

    manchmal ist weniger halt mehr 😉