Y's museumsreif

Yohji Yamamoto lässt sich für die Lookbooks seiner Linie Y's immer etwas Besonderes in Bezug auf die Modelcastings einfallen. Mal sind es Tänzer, dann Schauspieler, und für Sommer 2009 zeigt er Kuratoren aus Paris, London und Antwerpen. Zum Beispiel Kaat Debo vom Antwerpener Modemuseum MoMu:
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Oder Hans Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London.
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Tut mir leid - so nett die Idee auch ist, aber ich finde es immer sehr schwierig, "Normalos" in Lookbooks, Kampagnen etc. abzulichten. Das hat Karl Lagerfeld mal ganz treffend formuliert: Dass Mode nun mal immer mit dem Ideal zu tun hat.
Fotos: Milo Keller @ twinroom for Y's
Photo Credit: false

Kommentare

  • parisoffice sagt:

    Obrist steht da aber auch wie eine Pik Sieben. Und der Fotograf hat sich Mühe gemacht. Dann das Licht. Kaltes Neon. Was soll die Steckdose oben, was die halbe Uhr unten?
    Ich finde das Thema und die Idee gut, nur sollen die Normalos dann eben wie bei einem normalen Modeshooting in die Maske und danach mit Photoshop bearbeitet werden. Normalos zeigt man immer als Normalos und schöne Models werden hinten und vorne bearbeitet. Das ist nicht fair.
  • kelleroffice sagt:

    thema und idee ist alt wie http://www.purple.fr, nur das purple bessere casting macht.
  • susi sagt:

    da stimm ich parisoffice zu..

    noch dazu kommt das models ganz genau wissen was für eine gesichtsausdruck sie auflegen müssen und wie den kopf zu halten haben

    so manches models sieht in der halbprofil ansicht um längen besser aus wie bei der frontansicht..ect)


    aber ich stimme auch milanoffice zu die idee mit normalos ist auch nicht so mein fall auch die mit etwas fülligenren models ect

    aber mal was anderes:

    seid ihr sicher das yamamoto ist, die hose unter erinnert mich stark an die neue designer kollektion von H&M


  • milanoffice sagt:

    ziemlich sicher: das lookbook kam von der yamamoto-pr... aber wer weiß...???
    aber was ich nicht verstehe: Ihr wollt normalos, und dann sollen die aber fairerweise wie models ausgeleuchtet und geschminkt und retuschiert werden - nur dann kann man doch gleich models nehmen, oder?
  • susi sagt:

    zugegeben ein berechtigter einwand

    aber der fairness halber sollten alle die gleichen doping mittel anwenden dürfen


    aber wie gesagt ich bin auch nicht der fan von normalo
  • parisoffice sagt:

    Sehe ich anders: Ich will Normalos, weil die eine normale Figur haben und dann die Klamotten so aussehen, wie sie an meinem Körper aussehen würden. Aber ich will, dass die Normalos gut aussehen sollen und daher geschminkt und ausgeleuchtet werden. Der Unterschied zu den Models ist, dass die Normals nicht 15 Jahre alt sind und Alltagsfiguren haben.
  • milanoffice sagt:

    Und da zieht für mich wieder das Lagerfeld-Zitat: Ich lebe lieber mit der Vorstellung, dass ich so wie ein 15-Jähriges Models aussehen KÖNNTE. denn normal bin ich ja selber.
  • parisoffice sagt:

    Ja, aber mein Spiegel schert sich leider keinen Dreck um die Zitate von Lagerfeld. Und ich bin nunmal Realist.
  • milanoffice sagt:

    Ich bin auch Realist - gerade deswegen will ich mir wenigstens gedruckt solche Trauerspiele nicht ansehen.