Corinna goes Fashion: Helmut Lang – alles gleich schwer
Unsere Hannover-Gastkorrespondentin Corinna hat sich die heimische Helmut Lang-Ausstellung angeschaut. Los geht's:
Ich war letzten Sonntag hier, um mir in der Kestnergesellschaft in Hannover die Ausstellung von Helmut Lang mit dem Titel „alles gleich schwer“ anzuschauen. Wenn diese Stadt sich schon mal mit dem Thema Mode beschäftigt, dann sollte man als Interessierte keine Möglichkeit auslassen, ein paar Informationen außer der Reihe zu bekommen.
Mal abgesehen von dem Namen Helmut Lang hatte das ganz jedoch mir Mode rein gar nichts zu tun. Hier ein kurzes Zitat aus der Broschüre, damit alle wissen worum es geht:
„Helmut Lang hat eine Serie von Installationen und Objekten geschaffen, die eine intime Kenntnis der menschlichen Erscheinung mit den persönlichen Mythologien und abstrakten Anordnungen der Welt im Ganzen miteinander verbindet. Hierbei zeigt er Zusammenhänge mit Referenzen an die folklorischen Riten der Maibaum-Zeremonie und die Erkundung der Ersatzhaut auf.“ AHA!
Zu sehen gabs dann folgendes: Objekte und Installationen, vornehmlich auch Gummi, PVC und Holz. Ich weiß nicht, aber mir persönlich, fehlte der Zugang zu den Objekten und der übergeordneten Fragestellung: „Die Summe welcher Teile bin ich?“ (den anderen übrigens auch).
Einzig gut gefallen haben mir die mit Teer überzogenen Mahagoni-Adler und die verspiegelte Kugel „Next Ever After“, da diese Motive auch in seinen Stores in Soho, NY wieder zu finden sind. Im Gästebuch ließen die Besucher dann ihrem Unmut über die ganze Sache freien Lauf, mehrere sprachen vom Austritt aus der Kestnergesellschaft.
Fazit für mich persönlich ist: Mode ja, Kunst eher nicht.
Fotos: Kestnergesellschaft



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