6267: Das Ende der Zahlen

Das muss man jetzt in Ruhe erklĂ€ren: Also, man erinnert sich vielleicht noch an das vielgehypte italienische Newcomer-Label 6267. Die beiden Macher dahinter, die sich in Zukunft auch um Gianfranco FerrĂ© kĂŒmmern werden, sind Tommaso Aquilano (r.) und Roberto Rimondi. So weit, so gut.
Jetzt aber hat das Duo den Plan geĂ€ndert und zeigt am 23. September hier in Mailand nicht unter dem Namen 6267, sondern als „Aquilano Rimondi“. Eine 6267-Schau wird es also nicht geben, und entsprechend wohl auch keine Kollektion (im Bild ein Look der Winter-Kollektion).
„Die beiden haben entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um mit ihrem eigenen Namen an den Markt zu gehen“, so wird Rita Fogacci, die fĂŒr den Vertrieb von Aquilano Rimondi zustĂ€ndig sein wird, im Fachblatt Textilwirtschaft zitiert. Vertrieb und Produktion sollen dann ĂŒber eigene Extra-Firmen laufen.
Was dahinter steckt? Das lĂ€sst sich nur vermuten: Möglicherweise haben die beiden Macher sich mit ihrem Lizenzpartner nicht mehr ganz so gut verstanden und wollen unabhĂ€ngiger arbeiten. Was mit der Marke 6267 passiert, ist erst einmal unklar. Ein Drama ist das alles nicht, denn die Mode besteht ja weiterhin. Aber es zeigt mal, wie weit es in der Branche um VertrĂ€ge, Rechte, Lizenzen und so weiter geht - noch lange bevor ĂŒberhaupt vom Kreativen gesprochen wird.
Fotos: Pitti; 6267
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