Whoop! There it is!
Kathrin Bierling

Whoop! There it is!

Weißt du, was dich stresst? Ich dachte, es seien Präsentationen beim Chef. Oder frisch manikürte Nägel, die ne Macke kriegen. Aber das Whoop Armband, mein Gesundheits-Tracker kennt mich besser. So sammele ich einen Aha-Moment nach dem anderen und werde insgesamt immer relaxter. Auch steigere ich meine Fitness. Denn das Gerät verrät mir, wie weit ich gehen und was ich alternativ tun kann, wenn ich mich eigentlich mal erholen müsste.

Was man mit dem Whoop Armband über sich lernt

Whoop Camel Gold Modepilot
Nicht mehr ohne Gesundheitstracker

Ob Ring, Smartwatch oder Armband: Die Geräte können für uns Normalverbraucher ähnlich viel: Schlaf, Fitness, Stress und Erholung messen und das erstaunlich gut. Also den Schlaf nicht so präzise wie ein Schlaflabor, aber das erwartet ja auch keiner. Es geht ja auch viel mehr darum, ein Bewusstsein für seinen Körper zu entwickeln und was auf Dauer gut für ihn ist. Gewohnheiten Schritt für Schritt zu verbessern und das funktioniert für mich hervorragend.

Schlaf

Schlafmonitor Whoop Modepilot
Misst deinen Schlaf in Wachzeit, leichten und tiefen Schlaf und Traumphase (REM)

Das Tollste an meine Schlafmessung (ich mache das mit Whoop): Es lässt mein Gefühl und meine Angst verschwinden, dass ich nicht ausreichend geschlafen haben könnte. Whoop macht mir regelrecht gute Laune nach einer Nacht, in der ich glaubte, zu lange wach gelegen und deshalb schlapp zu sein. Denn dann stellt sich heraus, dass ich nur 17 Minuten wach war, nachdem unser Kleiner zu uns ins Schlafzimmer kam. Und schon fühle ich mich fitter für den Tag. Allerdings wird die Ungenauigkeit der Schlafmessung dadurch deutlich, dass mein Schlaf manchmal schon beginnt, wenn ich unseren Sohn ins Bett bringe und dort döse. Selbst wenn ich anschließen noch Zähne putze und ein Buch lese, denkt Whoop, dass ich schlafe.

Und es macht mich natürlich viel aufmerksamer ungesunden Gewohnheiten gegenüber. Also achte ich auf weniger Licht und Bildschirm, wenn es Richtung Schlafenszeit geht. Und ich habe gelernt, dass sich ein Glas Alkohol gar nicht so schlimm auswirkt, wenn man es früher am Tag oder Abend trinkt. Zack, trinke ich weniger.

Wie die meisten Wearables misst Whoop den Schlaf und unterteilt ihn in Wachzeiten, leichten Schlaf, tiefen Schlaf und Traumphase. Im Vergleich zum Oura-Ring kann mich Whoop auch wecken, durch Vibration. Dann zum Beispiel, wenn ich mein Schlafziel erreicht habe oder bis zu einem spätesten Zeitpunkt. Das Schlafziel kann ich selbst festlegen, zum Beispiel mit 85 oder 100 Prozent Deckung meines Schlafbedarfs. Doch Vorsicht!

Eine 100-prozentige Schlafbedarfsdeckung bedeutet, lediglich lange geschlafen zu haben; nicht zwingend, dass deine Erholung auch im grünen Bereich liegt. Dies hängt davon ab, wie gut und nicht wie lang du geschlafen hast. Aber das lässt sich auch als Schlafziel festlegen: Erholung im grünen Bereich. Man lernt, wie viel Prozent im gelben oder grünen Bereich für einen ausreichend sind, um einen Tag voller Arbeit, Kleinkind und Sport mit Freude zu meistern.

Gesundheit

Whoop Erholung Messdaten Modepilot
Bei solchen Meldungen steigt meine Motivation für den Tag

Was misst so ein Gesundheitstracker alles? Neben Schlafdauer, -phasen und -qualität misst er auch Erholung, was nicht zwingend das Gleiche ist, und Trainingsbelastung. Aber wie? Indem er Herzfrequenz, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung des Bluts, Hauttemperatur, Herzfrequenzvariabilität und Ruheherzfrequenz misst. Und! Man kann innerhalb von 30 Sekunden einen EKG machen (nur mit den Armband-Wearables, also zum Beispiel mit den neueren Modellen von Apple, Whoop, Fitbit, Garmin, etc.; nicht mit dem Oura-Ring).

Mein täglicher Ausblick von Whoop begann heute so: Hi Kathrin, froher Freitagmorgen! Starker Start: Dein Radfahren heute mit viel Zeit in Zonen 1-3 baut sanft Ausdauer auf, ohne deine Top-Recovery von 90 % gleich zu verbraten. Das ist natürlich hochgradig motivierend. Denn ohne des Armbands hätte ich einfach nur unseren Sohn zur Schule gebracht, nachdem ich mich um Brotdose und Geschirrspüler kümmern musste und, bevor ich mit der Arbeit loslegen musste.

Und der Text von Whoop geht weiter: Nervensystem bereit: Deine Recovery stieg von 51 % auf 90 %, HRV 35 -> 45 ms, RHR 59 -> 56 bpm – dein Körper hat die letzten Tage gut verarbeitet. Heute kannst du Leistung einplanen. Ebenso wird der Schlaf zusammengefasst und die langfristige Gesundheit analysiert. Zu Letzterem zählt mein Whoop-Alter. Das befindet sich zwar unter meinem tatsächlichen Alter, aber schwankt. Die Negativtendenz lässt sich vor allem auf inkonsistente Schlafgewohnheiten zurückführen oder, wenn ich zwei Wochen lang nicht beim Krafttraining war. Denn, so Whoop: Weniger Krafttraining = weniger Schutz für Muskulatur, Gelenke, Stoffwechsel und langfristige Funktionalität.

Stress

Stress-Monitor Whoop Modepilot
Stress-Monitor Whoop Modepilot

Ich hatte meinen Gesundheitstracker noch nicht lange, da stand eine Präsentation für eine Millionen-teuere Kampagne an. Ich war mir sicher, dass mich so eine Art Meeting schnell altern lässt. Doch als ich abends den Stress-Monitor in der Whoop-App auscheckte, war ich überrascht. Die größten Stressfaktoren des Tages waren die Minuten, in denen ich den Zug erreichen wollte und, als jemand in unserem Haushalt zu viele Handtücher verwendete. Sich dessen bewusst zu sein, reduziert meinen Stress bereits beim nächsten Mal.

Auch die Tatsache, dass das Messgerät erst einmal ganz ohne Screen auskommt, reduziert Stress. Ich könnte das Armband tagelang tragen. Denn es kann bis zu 14 Tage Daten speichern, ohne dass das Handy in der Nähe sein muss. Die Daten werden übertragen, sobald sich das Handy in der Nähe befindet. Dann kann ich das Meiste in Echtzeit einsehen, wenn ich das möchte.

Fitness

Whoop wurde ursprünglich für Leistungssportler entwickelt. Dadurch liegen hier auch die großen Vorteile anderen Geräten gegenüber. Für mich als Modejournalistin ist es aber schon faszinierend, dass Whoop nach sechs Wochen meine Bewegungen ziemlich exakt zuordnen kann: Fahrradfahren, Krafttraining, Pilates, Crosstrainer. Nichts davon muss ich mehr als Info hinzufügen; es wird automatisch erkannt.

Wenn meine Erholung im gelben (nicht im grünen) Bereich liegt, dann lasse ich mir Empfehlungen geben, welche Workout-Form die richtige ist. Vorschläge sind dann zum Beispiel: 30 Minuten leichtes Pilates oder 30 Minuten Fahrradfahren statt intensive Workouts. An einem Sonntagabend kann es durchaus auch mal vorkommen, dass mir Whoop sagt, noch ein bisschen Gas geben zu können. Das klingt dann in etwa so:

Dein Körper kann heute anstrengende Aktivitätsniveaus bewältigen. Versuche, deine Herzfrequenz zu erhöhen, um eine optimale Belastung zwischen 12,3 und 16,3 zu erreichen.

Warum Whoop für mich?

Whoop Armband Wechsel Modepilot
Gold und Silber plus einfacher Armbandwechsel von Lederarmband auf Sportarmband und wieder zurück

Kein Screen und Gestaltungsmöglichkeiten. Der hohe Standard von Materialien und Verarbeitung sind wie bei Apple. Das fängt schon mit dem Auspacken des Armbands an. Alles ist so durchdacht und von Perfektionisten geprüft, dass man sich freut. Und ein Armbandwechsel ist einfacher als man sich das vorstellt. So kann ich problemlos zwischen dem elastischen Sportarmband und dem schickeren Lederarmband wechseln und die Metallfarben meinem Schmuck anpassen.

Photo Credit: Modepilot

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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