Neues vom Beauty Pro: Porentief nachgefragt

Wie geht es Ihrem Mikrobiom?

Den Begriff haben Sie sicher in letzter Zeit öfters gehört. Aber was Genaues darunter vorstellen kann sich kaum jemand. Tatsächlich ist die Mikrobiom-Forschung eine noch sehr junge Wissenschaft. Erst seit gut zehn Jahren beschäftigen sich Forscher intensiver mit dem Phänomen, dass sich in unserem Körper Millionen Bakterien tummeln, die uns grundsätzlich gut tun. Sie besiedeln unsere Haut, die Mundhöhle und den Darm. Allein im Darm leben geschätzte 100 Billionen Bakterien aus 1000 verschiedenen Stämmen. Die Symbiose zwischen dem Menschen und seinen Darmbakterien hat sich im Laufe der Evolution perfekt aufeinander eingespielt. Doch inzwischen muss der Körper mit allen möglichen Umweltschadstoffen fertig werden. Das beeinflusst auch die Darmflora, die sich diesen Veränderungen nicht so schnell anpassen kann. Wer könnte die Auswirkungen besser erklären als Dr. Cordula Niedermaier-May. Die Chefin von Dr. Niedermaier Pharma entwickelt mit ihren Regulatessenzen Produkte, die exakt darauf ausgerichtet sind, ein gestörtes System wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Interview mit Dr. Cordula Niedermaier-May

Dr. Cordula Niedermaier-May_Labor
Dr. Cordula Niedermaier-May

Was muss sich der Laie unter dem Mikrobiom vorstellen?

Das humane Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die den Körper besiedeln und die der Mensch benötigt, um gesund zu bleiben. Das Mikrobiom besteht aus Bakterien, Viren und Pilzen, die sich in einem symbiotischen Gleichgewicht befinden müssen. Die Zusammensetzung variiert von Mensch zu Mensch wie ein genetischer Fingerabdruck.

Wozu brauchen wir die Darmbakterien?

Sie spielen eine Rolle in einer Reihe komplexer metabolischer und immunregulatorischer Vorgänge. Sie stellen Energieträger bereit sowie auch immunmodulierende Stoffe. Neben der Nahrungsverwertung und Spaltung unverdaulicher Stoffe der Nahrung sind sie auch für die Synthese wichtiger Vitamine wie Vitamin B1, B2, B6, B12 und Vitamin K zuständig. Außerdem hemmen sie durch antimikrobielle Substanzen das Wachstum unerwünschter pathogener Bakterien.

Warum haben so viele Menschen eine gestörte Darmflora?

Eine der häufigsten Ursachen ist die Behandlung mit Antibiotika. Vor allem Breitband-Antibiotika bekämpfen allgemein Bakterien. Sie unterscheiden dabei nicht für den Körper nützliche Bakterien von solchen, die Krankheiten verursachen. Auch der regelmäßige Gebrauch von Abführmitteln kann die Darmflora empfindlich stören. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ernährung. Wie bei vielen anderen Erkrankungen spielt die Ernährungsweise bei der Entwicklung einer gestörten Darmflora eine maßgebliche Rolle. Die Nahrung sollte möglichst lebendig sein, also nicht denaturiert (sterilisiert, tot gekocht), damit das Mikrobiom ständig gefordert bleibt. Außerdem sollte die Nahrung zu Dreiviertel aus Obst, Salat und Gemüse bestehen, da Proteine schwer verdaulich sind, zur Übersäuerung führen und die Mikrobiota belasten. Auch Übergewicht schädigt, da es hier zu Fäulnisprozessen kommt, welche belastend einwirken.

Welche Krankheiten können daraus resultieren?

Die anfänglichen Symptome können Blähungen, Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Entzündungen und Migräne sein. Zu den Erkrankungen, die in Zusammenhang mit einer veränderten Mikrobiom-Zusammensetzung stehen, gehören das Metabolische Syndrom (Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht), Darmentzündungen wie Reizdarm-Syndrom, Morbus Crohn und das Leaky-Gut-Syndrom, bei dem Schadstoffe ungefiltert in den Blutkreislauf gelangen und zu Entzündungen führen. Aber auch Darmtumore und Darmkrebs – eigentlich jede Art von Krebs – können die Folge sein, ebenso Arthrose, Autismus, Alzheimer und Demenz.

Warum sind hauptsächlich die Industrieländer betroffen?

Ein Hauptfaktor ist die klassische „Western Diet“. Sie besteht aus viel Fleisch, viel raffiniertem Zucker, Weißmehl und Fett. Diese Lebensmittel sind stark verarbeitet. Hinzu kommen der tägliche Stress und der Bewegungsmangel, dem viele von uns ausgesetzt sind.
Dr. Cordula Niedermaier May Modepilot Margit Rüdiger
Verstehen sich: Dr. Cordula Niedermaier-May (Dr. Niedermaier Pharma) und unsere Beauty Pro-Kolumnistin Margit Rüdiger beim Interview zu diesem Artikel

Sollten unsere Kinder wieder mehr im Dreck spielen?

Der klassische Dreck kann Babys und Kindern helfen, das Immunsystem auf den richtigen Kurs zu bringen. Die typischen Bauernhofkinder, deren Immunsystem täglich häufiger mit Schmutz und Keimen in Berührung kommt, haben eine größere Vielfalt an Darm-Mikroben und neigen weniger zu Asthma oder Heuschnupfen als Stadtkinder. Das Darm-Mikrobiom etabliert sich in den ersten beiden Lebensjahren. Daher empfehlen wir werdenden Müttern dringend das Rechtsregulat einzunehmen. Auch Babys sollte nach dem Stillen tropfenweise davon gegeben werden. Auf diese Weise wird deren Darm in ein Immuntraining gebracht, was vor Allergien, Hautkrankheiten, Asthma und eigentlich allen immunologischen Krankheiten schützt.

Welches Ihrer Produkte ist geeignet, eine Dysbiose zu „reparieren“?

Jedes Regulat-Produkt wäre theoretisch geeignet, um wieder ein ausgewogenes Verhältnis der Bakterienstämme zu reproduzieren, da die Grundsubstanz eines jeden Produktes die Regulatessenz ist. Für eine gestörte Darmflora wäre aber Rechtsregulat Bio (im Ausland „Regulatpro Bio” genannt) zu empfehlen. Das saure Milieu und die hoch-diverse Zusammensetzung des Produktes tragen dazu bei, die optimalen Bedingungen im Darm wiederherzustellen. Die Darmflora erholt sich, und das individuelle Mikrobiom bildet sich wieder aus.

Was genau bewirken die Essenzen im Darm?

Die Regulatessenz setzt sich aus den unterschiedlichsten Komponenten zusammen, die synergistisch die Organismen in Symbiose lenken:
1. Rechtsdrehende L-(+)-Milchsäure wirkt regulierend, indem sie eine gesunde Darmflora fördert. Heutzutage herrscht eine fleischreiche, ballaststoffarme Ernährung vor, und auch Antibiotika fördern ein alkalisches, ungesundes Darmmilieu. Dagegen bewirkt Milchsäure im Darm eine Senkung des pH-Wertes, der Darm wird angesäuert. Zum einen erschwert das leicht säuerliche Milieu unerwünschten Mikroorganismen, sich anzusiedeln und zu vermehren. Zum anderen wird das Wachstum gesunder Bakterien gefördert. Außerdem wird Milchsäure von der Darmflora direkt zu Butyrat verstoffwechselt. Diese kurzkettige Fettsäure ist besonders wichtig als Hauptenergiequelle für die Schleimhautzellen. Fehlt sie, kann das zu Lücken in der Darmschleimhaut führen – das sogenannte „Leaky-Gut-Syndrom” kann entstehen.
2. Enthält die Regulatessenz eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffe. Diese fördern das Wachstum von „gesunden“ Keimen und deren Metabolite. Gleichzeitig verhindern sie durch ihren Einfluss auf die Zellmembran, dass sich pathogene Keime unkontrolliert vermehren können. Diese positive Wirkung auf das menschliche Mikrobiom hat dann auch positive Effekte auf darmassoziierte Erkrankungen, wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bis hin zu Diabetes oder Übergewicht.

Welchen Anteil nimmt die Kaskadenfermentation, durch die die Regulatessenz gewonnen wird?

Die bei den unterschiedlichen Fermentationsschritten verwendeten Mikroorganismen bauen das Darm-Milieu auf. Und die Enzymbausteine, die sich während der Kaskadenfermentation bilden, fördern generell den Stoffwechsel in den Darmzellen, so dass sich diese immunologisieren und in Gesundung kommen.

Planen Sie weitere Produkte für ein intaktes Mikrobiom?

Ja! Nächstes Jahr werden wir eine ganz spezielle Darmkur auf den Markt bringen, die hält, was sie verspricht! Und – ja – wir haben noch weitere sensationelle Produkte in Vorbereitung. Studien laufen bereits dazu mit hervorragenden Interimsergebnissen.
Das Interview im Rahmen einer Kooperation mit Dr. Niedermaier Pharma führte Margit Rüdiger, Beauty Pro-Kolumnistin auf Modepilot, die auf ihrem eigenen Blog Culture & Cream auch über ihre Reisen schreibt >>>
Photo Credit: Dr. Niedermaier Pharma

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