Sommersachen, die man sich (nicht) kaufen sollte

1) Kleider und Blusen aus 100 Prozent Viskose. Sie sehen nur dann schön aus, wenn man sie gerade mit dem Dampfbügeleisen aufbereitet hat. Sie sehen allerdings sofort billig verknittert aus, wenn man mit ihnen saß,  wenn man sie aus dem Koffer gezogen hat oder nach dem Sonnen wieder anziehen möchte. Dann lieber Leinen oder Seiden-Crêpe – knittert auch, aber stilecht.

Rotes Sommerkleid Viskose Off-shoulder Modepilot

Do & Don’t: Kleid aus Seiden-Crêpe von Michael Kors (links) und Off-shoulder Kleid aus Viskose von H&M (rechts)

Glaubt es mir. Ich machte den Test, mehrfach und auch mit dem abgebildeten H&M-Kleid. Das kann man nicht gebrauchen! Dann lieber Jersey-Qualiäten oder eben Kleider aus Seide oder Leinen – ist zwar etwas teurer, aber wenigstens nicht rausgeschmissenes Geld.

2) Lässig gemeinte und dabei völlig unlässige Baumwoll-Tanktops. Davon gibt es aktuell Varianten, die über 500 Euro kosten. Das ist absoluter Quatsch. Vor allem deshalb, weil es aktuell das lässigste Modell für knapp 20 Euro bei H&M gibt: aus 100 Prozent Bio-Baumwolljersey aus der Studio Collection/Conscious.

Tanktop Blau Balmain Modepilot

Goldknopf-Tanktop: Really?! Lieber das Tanktop aus gewaschenem Bio-Baumwolljersey aus der Conscious Collection von H&M (rechts)

Das H&M-Tanktop ist weit geschnitten (extra lässig). Größe S fällt wie eine M aus, aber man sollte es auch so tragen – zur Shorts, zur Jeans. Ich liebe diese ausgewaschene Baumwolle – fühlt sich wie ein altes Lieblingsteil an.

3) Tops, die wie Klorollen-Hütchen aussehen. Ich kann ja verstehen, warum ASOS den Versuch unternahm, das Volant-Bustier von MSGM zu kopieren – ich verstehe nicht, warum es nicht mehr Kopien von dem schönen, aber fast 500 Euro-teuren Top gibt. Das Design aus Acryl auf der Strickmaschine nachzuahmen, halte ich aber für eine Geschmacklosigkeit sondergleichen!

MSGM Volants Volant Asos Top Modepilot

Volant-Tops aus Acryl von Asos (links) und aus Baumwollstretch von MSGM (rechts)

Das Top von MSGM ist aus einer Baumwollmischung mit Stretchanteil (85% Baumwolle, 15% Polyamid und Elasthan). Aber davon einmal ganz abgesehen, ist das Top von MSGM auch rein optisch tragbar. Das von Asos nicht.

4) Teure Designer-Espadrilles. Espadrilles sind einfachstes Schuhwerk – ursprünglich für den armen Mann, später für den Strand bestimmt (mehr über die Herkunft erfahrt ihr hier). Es ist wahnwitzig, 500 Euro für aktuelle Designerversionen von Valentino, Lanvin oder Gucci auszugeben. Selbst wenn einen die Summe nicht jucken sollte, macht man sich geradezu lächerlich. Bei Yoox.com gibt es eine schier unendliche, preislich faire Auswahl – auch mit Designer-Espadrilles. Siehe unsere Shopping-Galerie ganz unten.

Espadrilles Sandalen Chloé Yoox Modepilot

Espadrilles-Sandalen zwischen 175 Euro (See by Chloé, Net-a-porter.com) und 67 Euro (yoox.com)

Die aktuelle Espadrilles-Sandale „Glyn“ von See by Chloé ist mit schwarzem Glattleder gefertigt und kostet 175 Euro. Das ältere Modell von Anaki gibt es in der Kombination blaues Veloursleder/schwarzes Glattleder oder orangefarbenes Veloursleder/schwarzes Glattleder und kostet nur noch 67 Euro. Ich finde sie sogar schöner. Beide Modelle (das von Chloé und das von Anaki) haben die typische geflochtene Pflanzenfasersohle mit einer schwarz-weißen Gummisohle unterlegt.

Online-Shoppinggalerie

 

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

Photo By: Net-a-porter.com, H&M, Matchesfashion.com, Asos, Yoox.com
2 Kommentare zu
“Sommersachen, die man sich (nicht) kaufen sollte”

Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published.

Follow our travels on Instagram: