Zeit für die Uhr

Jede Uhr tickt anders, aber eines haben sie alle gemein: Bei Uhren von Luxus-Herstellern handelt es sich meist um ein mechanisches Uhrwerk, mit hunderten Einzelteilen. Wie jeder feine Präzisionsmechanismus ist eine Uhr ein empfindlicher Gegenstand. Beachtet man einige Ratschläge, hat man ein Leben lang Freude daran.

Uhrenpflege

Tragen

Sauna, Schwimmen, extreme Temperaturschwankungen und starke Erschütterungen (z.B. bei Sportarten wie Boxen) bei mechanischen Uhren meiden. Ebenso fernhalten von Magnet-Feldern, wie Kühlschränke oder Lautsprecher. Sie können die Ganggenauigkeit negativ beeinflussen.
Uhrwerk
Ein Uhrwerk ist ein empfindliches Meisterwerk.

Aufbewahrung

Grundsätzlich gilt: Uhren regelmäßig tragen, dann bleibt das „Getriebe in Schwung“, wie man so schön sagt. Wird eine Uhr längere Zeit nicht getragen, sollte man sie am besten in einem Beutel und an einem trockenen Ort aufbewahren, auf den nicht direkt die Sonne knallt.
Die Hausratversicherung ersetzt zwar den Schaden bei einem Einbruch, aber für offen zugängliche Wertsachen gibt es eine Entschädigungsgrenze. Im Optimalfall: eine wertvolle Uhr im Safe lagern.

Reinigung

Uhren regelmäßig mit einem feuchten Tuch reinigen: so entfernt man Schweiß- und Cremerückstände. Reinigungsmittel sind unnötig und können ungewollte Korrosionen verursachen. Besser beim Profi in ein Ultraschallbad legen. Wer ganz genau sein will: Für kleine Zwischenräume, zum Beispiel am Metall-Armband, eignen sich Wattestäbchen oder eine Zahnbürste. Mein Tipp: feine Interdentalbürstchen, die man von der Zahnpflege kennt. Die gibt es in jeder Drogerie. Nach einem Tauchgang im Salzwasser die wasserdichte Uhr unter fließendem Wasser reinigen. Bei einer Uhr, die nicht wasserdicht ist, lassen wir das aber schön bleiben! Wer Kondenswasserbildung unter dem Gehäuse entdeckt, sollte schleunigst zu einem professionellen Uhrenmacher gehen. Mit Glück kann die Uhr noch gerettet werden.
Rolex Oyster Perpetual
Auch wenn die Uhr wasserdicht ist, lieber beim Sprung ins kühle Nass abnehmen.

Wartung

Bei Quarzuhren sollten die Wartungsintervalle vier bis acht Jahre nicht übersteigen. Die Batterie vor Ablauf der angegebenen Laufzeit auswechseln, auch wenn die Uhr noch läuft. Sonst könnte eine auslaufende Batterie das Uhrwerk beschädigen.
Bei mechanischen Uhren empfehlen Luxus-Hersteller eine Inspektion alle drei bis fünf Jahre. Für die Wartung unbedingt zum Profi gehen, dort wird das Uhrwerk fachmännisch zerlegt, gereinigt und mit den richtigen Schmiermitteln geölt. Dabei wird mit einem Messgerät auch eine Feinregulierung vorgenommen. Versteht sich eigentlich von selbst: Ersatzteile (z.B. ein neues Glas) sollten vom Hersteller sein. Die Schweizer Luxusmarke Rolex erlaubt den Einbau ausschließlich von offiziellen Partnern, andere Uhrmacher kriegen die Rolex-Ersatzteile erst gar nicht. Die Uhr also am besten gleich bei einem zugelassenen Konzessionär wie Wempe in der Weinbergstraße in München kaufen, denn jede Niederlassung hat erfahrene Uhrmachermeister.
Jede Zusatzfunktion (Fachbegriff: Komplikation) einer Uhr macht eine Inspektion aufwendiger. Jetzt gut festhalten: Die Wartung einer Luxus-Uhr kann mehrere hundert Euro kosten. Ach, du liebe Zeit!
Photo Credit: Rolex

Kommentare

  • Jonas sagt:

    Guten Tag liebe Mitleser,

    vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Auf die Pflege der Uhr sollte man stets achten, damit sie so lange wie möglich neu und hochwertig aussieht. Ein Bekannter von mir hat sich vor kurzem eine Uhr aus Kerbholz gekauft und befindet sich nun auf der Suche nach Pflegeprodukte. Ich werde ihm diesen Beitrag mit Sicherheit weiterleiten, weil die hier genannten Hinweise sich ebenfalls für Holzuhren umsetzen lassen.