Die Mode-Kollektion von InStyle

Eigentlich ist eine logische Konsequenz: InStyle-Chefredakteuerin Annette Weber hat ein ziemlich genaues GespĂŒr fĂŒr Trends, wie man sie zuspitzt und dem Leser verstĂ€ndlich nahebringt. Ein bisschen wie die Bild-Zeitung und das meine ich ganz ehrlich absolut positiv. Auf ihre Expertise hat sich auch schon der ein oder andere Boutique-Inhaber verlassen und Annette Weber selbst trĂ€gt Modetrends, die im Magazin als „Hot Shit“ abgefeiert werden, mit Konsequenz.

(The Mercer) N.Y. x InStyle

Nun hat sie fĂŒr die Modemarke „(The Mercer) N.Y." eine Capsule Collection entwickelt. 12 Teile ingesamt, die man fast alle haben möchte: Zum Beispiel ein kuscheliger Rollkragen-Pullover aus Kaschmir in knalligem Orange, ein Pencil-Skirt aus Leder – modisch, aber zeitlos und im „Contemporary“-Preissegment. Sprich: Nicht High-End, aber auch nicht High-Street, sondern eben dazwischen.
Die Kollektion ist zum Beispiel via Lodenfrey erhÀltlich.
In der Pressemitteilung verkĂŒndetet Verlagshaus Burda vorab: „Mit der Kooperation nutzt InStyle ihre Modekompetenz und MarkenstĂ€rke, um ein neues Erlösfeld zu erschließen und gleichzeitig auf einem zusĂ€tzlichen Weg mit den Konsumenten in Kontakt zu treten.“ In Zeiten von rapide sinkenden Auflagen, knappen Anzeigen-Budgets (well, zu knapp fĂŒr einen großen Kostenapparat) und steigender (Online)-Konkurrenz, mĂŒssen sich klassische Medienmarken ĂŒberlegen, wie sie zukĂŒnftig Geld verdienen. Und bei so viel Fashion-Kompetenz liegt es natĂŒrlich nahe, selbst Mode zu verkaufen, statt nur zu zeigen.
(The Mercer) N.Y. ist eine Eigenmarke des Bielefelder Einkaufsverbund Katag AG und unter anderem bekannt fĂŒr hochwertige Cashmere- und Seidenteile zu vernĂŒnftigen Preisen. Aber auch die Industrie will (und muss!) neue Kaufimpulse setzen. Das Premium-Segment ist hart umkĂ€mpft. Ende letzten Jahres sagte Katag-Vorstand Angelika Schindler-Obenhaus der Textilwirtschaft bereits, dass es nicht ausreicht solide Basics herzustellen: „(...)Ein schöner Pulli allein, ohne die richtige moderne Hose dazu, kann leicht missverstanden werden. Der schlichte, boxy Cashmere-Pulli wirkt erst wirklich neu in Verbindung zu Highwaist-Pants, Destroyed-Denims oder eben Culottes. Solche Dinge sind wichtig, um ĂŒber Outfits die ModernitĂ€t der Kollektion darzustellen.“
Eine runde Sache also, bis auf die Frage des Abends beim Launch-Event bei Lodenfrey: Warum ist Cathy Fischer (pardon, Catherine Hummels) Testimonial von (The Mercer) N.Y.?
cathy fischer hummels lodenfrey
Catherine Hummels mit Fingernägeln aus der Hölle. Foto: (c) BrauerPhotos fuer Sallinger
Ihre Bekanntheit ist hoch, nur leider nicht positiv besetzt. „Die ist total nett“, hieß es immer wieder als BegrĂŒndung. Das ist sie ganz sicher, denn jeder kann nett sein – wenn er möchte. Aber das ist nicht die primĂ€re Anforderung an ein Testimonial. SympathietrĂ€ger ist sie jedenfalls nicht.

Mein Lieblings-Outfit beim Launch-Event war ĂŒbrigens Vintage und von Escada

jana Gutsche
Jana Gutsche (Mode-Chefin freundin) im Jumpsuit von Escada, Mini-Bucket Bag von Saint Laurent und Pool-Slides von Steve Madden
Photo Credit: Brauer Fotos fĂŒr Sallinger PR, Isabelle Braun fĂŒr Modepilot, Lodenfrey

Kommentare

  • Chael sagt:

    Well, you can definitely over-accessorize with gold jewelry, accessories 😉
  • Sybille sagt:

    Die Kollektion ist schön. Aber ich verstehe die Wahl des Testimonials ebenfalls nicht. Und danke fĂŒr den toll geschriebenen Bericht.