Beauty Basics, Teil 2: Körperpflege

Heute folgt Teil 2 meiner Beauty Basics-Serie. Er folgt auf 1) Gesichtspflege, der gestern online ging. Auch hier möchte ich meine Erfahrungen teilen und nutze dabei die Gelegenheit, mein Überangebot im Badezimmerschrank auf das Wichtigste zu reduzieren. Morgen folgt Teil 3) Haare und ĂŒbermorgen 4) dekorative Kosmetik.
2) Körperpflege
Waschgel, Peeling und Lotion sollten reichen. Schön wÀre das! Warum steht der Wannenrand oder die Duschablage so voll? Weil das kleine Eau d'Orange Verte FlÀschchen von HermÚs aus dem Sofitel so gut duftet und zuhause etwas Paris verströmen soll? Weil neben all den Shampoos, Kuren und Conditionern auch noch Luffa-Schwamm und Rasierer ihren Platz finden. Das Nötigste...
1. Duschgel. Nicht zu aggressiv sollte es sein und ein Pumpspender in der Dusche ist praktisch. Hat man den einmal an einer schönen Flasche gefunden, kann man diesen mit dem Sebamed-TĂŒte aus der Drogerie nachfĂŒllen. Die Duschgels aus den dm-MĂ€rkten und von den RossmĂ€nnern duften eh gefĂ€lliger als die schicken Cowshed- und anderen Naturkosmetik-Produkte dieser Welt. Ich glaube an den pH-Wert 5,5 von Sebamed – fĂŒr den natĂŒrlichen SĂ€ureschutzmantel meiner Haut. Da traue ich mich, auch zweimal am Tag zu duschen.
2. Peeling. Tiegel fĂŒr den Wannenrand (in der Dusche ist er unhandlich und in der Wanne hat man die nötige Muße). Ich stehe auf das Knallblau im leuchtenden GrĂŒn von Kiko – der leicht körnige Frischekick aus der Dose hinterlĂ€sst schon beim Eincremen weiche Haut. Das Produkt ist aber verzichtbar, wenn man epiliert – siehe mitgelieferte PeelingbĂŒrste unter Punkt 4.
Tom Ford Neroli, Nuxe Huile, Peeling Kiko GrĂŒn
Körpercreme von Tom Ford (l.), Nuxe Öl (o.r.), Peeling von Kiko (u.r.)
3. Körpercreme. Nicht zu oft verwenden! Die Haut soll auch Gelegenheit haben, sich selbst rĂŒckzufetten. Das möchte man ihr nicht abgewöhnen. Nur bei hĂ€ufigem Waschen, nach Sonnenbad und im eisigen Winter nachhelfen, z.B. mit dem Nuxe Öl (ab 12 Euro), das ich schon fĂŒrs Gesicht vorstellte und bei den Haaren wieder tun werde. FĂŒr die extra Portion Luxus: eine nach Urlaub duftende Creme, die jedes Parfum ĂŒberflĂŒssig macht: Neroli Portofino von Tom Ford. Es kostet 50 Euro, duftet nach 500 und ist ein schönes Geburtstagsgeschenk, auf das ich selbst gern zurĂŒckgreife.
4. Rasieren, Waxen, Epilieren. Waxen macht man im Studio – da gilt Richard Geres Aussage in 'Pretty Woman', wenn auch in anderem Kontext: "
 ich weiß Profis zu schĂ€tzen, mit Amateuren hatte ich in letzter Zeit nur Schwierigkeiten."
FĂŒr das schnelle, superglatte Ergebnis einen Nassrasierer in der Dusche bereit halten, so einen mit Gelkissen, das gleich schĂ€umt und geschmeidige Beine macht. Hydro Silk, Venus und wie sie alle heißen. Erwecke die Göttin in dir! Schöner ist der Rasierer 'Aon' in der White-Edition von Shave-lab. FĂŒr Freunde der Epilierkunst empfehle ich den Klassiker "Silk-Ă©pil" von Braun. Ich bin mittlerweile bei Baureihe 7 angekommen. Heute kann man die Dinger kabellos verwenden, sie leuchten einem die Strecke und sie funktionieren auch unter laufendem Wasser. Der immense Vorteil fĂŒr Dunkelhaarige: kein dunkles/blĂ€uliches Schimmern unter der Achselhaut, da die HĂ€rchen samt Wurzel gezogen werden. Der immense Nachteil: es drohen eingewachsene HĂ€rchen an den Beinen, wenn man nicht konsequentes Peeling betreibt, z.B. mit dem mitgelieferten BĂŒrstchenaufsatz (bei Modell 7).
Grown Alchemist Duschgel Deodorant Rexona Silk-Ă©pil Braun
'Grown Alchemist'-Duschgel im praktischen Pumpspender (l.), Deo von Rexona (o.r.), "Silk-épil" von Braun (u.r.)
5. Deodorant. Zwei Dinge muss es können: verlĂ€sslich vor Schweißbildung, bzw. Schweißgeruch schĂŒtzen und nach frisch gewaschen duften (auch beim Schwitzen). Das erfĂŒllt Rexona Invisible ('Invisible' fĂŒr weniger RĂŒckstĂ€nde auf der Kleidung) besser als alle anderen – mein treuer WeggefĂ€hrte! In der Stick-Version ist das Deo am leichtesten und handlichsten. Circa 2 Euro.
PS.: Sonnencreme fĂŒr den Körper aus saisonalem Anlass: Produkte von Ultrasun, der Sonnenschutz-Marke aus der Schweiz. Das bestĂ€tigen mir auch PR-Agenturbesitzerin Nora Rochlitzer, die in ZĂŒrich wohnte und die Marke dort kennenlernte und Redakteurin Isabelle Braun, die fĂŒr Elle.de alles testete.
Fotos: Modepilot
Photo Credit: false

Kommentare

  • Kathrin Bierling sagt:

    Liebe Conny, Danke, zu viel des Lobes. Mein aktueller Reduktionswahn ist schlicht eine Erscheinung unserer Überfluss-Gesellschaft – es verhĂ€lt sich, wie mit der ArmutsĂ€sthetik in der Mode: wenn man alles hat, kauft man fĂŒr teures Geld zerrissene Designerjeans und Kleider mit offenen Kanten.

    Als kleines MĂ€dchen bewahrte ich eine tĂŒrkisfarbene Kernseife in Muschelform wie einen Schatz auf. Ich öffnete die gleichförmige Plastikschatulle nur alle paar Wochen ein ganz kleines bisschen, um daran zu schnuppern. Ich hatte Angst, der Duft könnte verfliegen. Neroli Portofino ersetzt mir diesen Luxus heute.


  • isaroffice sagt:

    Hut ab vor Kathrin Bierling und ihrer Konsequenz. Was Beauty angeht: will ich haben, haben, haben, ich will cremen, cremen, cremen und kann mich nicht trennen, trennen, trennen... (Ich weiß, ich kann wirklich froh sein, dass meine Haut nicht sehr empfindlich ist.) Chapeau, Kathrin!