Dip-Dye-Spezial: Der Selbstversuch!

Ich habe ein Haar-Trauma und das schon ziemlich lange. Um die Problematik zu erklären muss ich ein bisschen ausholen: Alsooooo:

Vor einigen Jahren war ich, was Frisuren angeht, noch ziemlich experimentierfreudig: Ich probierte alles aus, was einer jungen Frau eben in einer Skala zwischen dem Kurzhaarschnitt in Signal-Rot bis hin zu Dreadlocks in einer etwas dezenteren Orange-Tönung so einfallen kann. Nach einigen nicht eben erfolgreich geratenen Selbstversuchen (Ich hatte mich vor allem im Schneiden probiert, was jedoch immer so am Hinterkopf etwas schwierig ist…) und anschließenden Friseurbesuchen zur Schadensbegrenzung war dann irgendwann Schluss.

Ich beschloss, meine inzwischen wieder kinnlangen Haare beim Profi in so etwas Ähnliches wie den Urzustand zurückversetzen zu lassen. Zumindest, was die Haarfarbe anging. Motto: Was einmal ab ist, ist eben ab. Ich bat die Friseurin, sich für die neue Farbe möglichst an meiner Naturfarbe zu orientieren, in Jargon gerne auch mal als Straßenköter-Blond umschrieben. Nach circa drei Stunden verließ ich den Salon. Heulend. Und mit einem undefinierbaren braun-schwarzen Etwas auf dem Kopf.

Das ist nun gut zehn Jahre her und seitdem habe ich keinen Friseur mehr in die Nähe meines Kopfes gelassen. Außer zum Spitzenschneiden. Bis vergangenen Herbst! Schon seit dem Sommer schwirrten mir immer wieder diese Dip Dye-Looks im Kopf herum, die ich zwar damals noch bei relativ wenigen Leuten gesehen hatte, aber irgendwie doch ziemlich gut fand. Meine alte Frisuren-Experimentierfreude erwachte zu neuem Leben.
Nach kurzer Bedenkzeit, beschloss ich, es wieder zu riskieren. Selbst natürlich!

Ich deckte mich im Drogeriemarkt mit allem möglichen Equipment ein und legte los. In mehreren Schritten begann ich vorerst mit dem Blondieren der Spitzen. Ich hatte hierfür einen Farbaufheller für Platinblond von L’Oreal, konkret Préférence Les Blondissimes Extreme Platinum besorgt, mit dem ich schon beim ersten Versuch ein ziemlich gutes Ergebnis sehen konnte.

Es folgten einige weiter Blondiervorgänge mit – zugegeben – verboten langen Einwirkphasen. Während ich so vor mich hin färbte, kam ich von der klassischen Dip Dye-Methode ab. Denn erstens hat das mittlerweile jeder und zweitens gefiel mir meine Art eines „Ombre-Hair“ mit fließenden Übergang auf Augenhöhe irgendwann besser.

Modepilot-Blog-Modeblog-Dip Dye-Ombre-Selbstversuch

Die ganze Sache dauert leider ziemlich lange und hat für einen Selbstversuch nur so semi-gut funktioniert. Ich war und bin zwar mit der Farbe ziemlich zufrieden (Sogar mein Friseur war positiv überrascht!) und konnte mit Silbershampoo auch jeglichen Anflug von Gelbstich gut in die Flucht schlagen. Was allerdings gar nicht geklappt hat, war der fließende Übergang. Denn wie beim Selbst-Schneiden gilt auch hier: Spätestens hinten wird’s schwierig. Deshlab fand ich mich mit einer platinblonden Stufe am Hinterkopf auch am Ende dieses Experiments auf einem Friseurstuhl wieder.

Einige Stränchen später ist nun auch der Übergang halbwegs akzeptabel und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden. Wer ebenfalls drüber nach denkt, sollte allerdings vielleicht gleich zum Friseur gehen.

Foto: tempoffice / Modepilot

3 Kommentare zu
“Dip-Dye-Spezial: Der Selbstversuch!”
  • Ich mache das auch immer selbst, bzw. lasse Freundinnen ran, da es echt nicht schwer ist. Klar erstmal Spitzen, bischen einwirken lassen und dann weiter hocharbeiten und kürzer einwirken lassen. Funktioniert eigentlich super. Ich habe beim Friseur mit Farbe immer schlechte Erfahrungen gemacht, da mir entweder eine Farbe aufgequatscht wurde oder das erwünschte Ergebnis eher weniger wünschenswert war. Beim Schneiden habe ich mich auch schon selbst versucht, aber da gebe ich dir recht, gerade der Hinterkopf ist nicht einfach und wenn dann noch Stufen reinsollen wird es schwer.

Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published.

Follow our travels on Instagram: