Modepilot testet: Travel Recharge von Biotherm

Es hat einige Jahre Ăśberredungsarbeit gekostet, aber wir haben einen neuen Autor! Der MĂĽnchner BWLer verschlieĂźt sich den Themen Mode und Kosmetik immer weniger (wir arbeiten weiter daran). Willkommen, Florian Gottschaller, monacooffice!
Meine Lieblings-Gesichtscrememarken waren bislang Nivea (Traditionsmarke – auch mein Vater schwört seit 35+ Jahren drauf) und L’Oreal (schöne Verpackung, außerdem hab ich mal gehört, dass L’Oreal viel Geld in die Produkt-Entwicklung investiert. Mit Technologie kriegt man mich). Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten beide. Cremes sind nun mal grundsätzlich Produkte, die auf meiner Wunschliste nicht besonders weit oben stehen. Also auf jeden Fall weit abgeschlagen hinter dem ferngesteuerten Hubschrauber fürs Büro, dem neuen iPad oder von meinetwegen einer Jacke von Acne.
Trotzdem fand ich es sehr nett, dass MJ mir eine Packung Biotherm Travel Recharge hingestellt hat mit der Aufforderung, einen kurzen Test zu verfassen. Es sollte auch mehr sein als „zieht gut ein“. Wenn ich mehr über eine Creme schreiben will, muss ich mich schon sehr konzentrieren. Dazu hatte ich über 6 Monate Zeit, jetzt ist die Tube leer.
Nähern wir uns dem Thema an. Die Verpackung gefällt mir: liegt gut in der Hand, die Größe ist so, dass man sie gerne im Necessaire auf Reisen mitnimmt, kein Trouble am Flughafen und auch wenig Gewicht zum Mitschleppen. Außerdem ist die Menge in überschaubarer Zeit aufbrauchbar.
Der Name impliziert, dass man die Creme besonders gut auf Reisen verwenden kann. Das stimmt vielleicht wegen der Größe der Verpackung. Funktional sehe ich keinen Grund, eine Gesichtscreme ohne Sonnenschutzfaktor so zu nennen. Die Argumentation im Werbetext ist so, dass man seiner Haut auf Reisen einiges zumutet – nicht zuletzt wenn man sein Gepäck verliert und den damit verbundenen Stress (aus beruflichen Gründen ein Lieblingsthema von mir). Da sollen einem dann pinkes Himalaya Salz, die tollen active Ingridients (übrigens schon die neueste Generation ihrer Art! Dabei hätte man mir ruhig die andere andrehen können) und eine mir unbekannte Pflanze zu Hilfe kommen.
Hört sich eher wie ein Vorwand an, um das Tübchen teurer zu machen (immerhin kosten 30 ml 29,90 Euro). Für den internationalen, metrosexuellen Traveller mit seinem schicken Weekender (der sich – darüber bin ich neulich gestolpert -  übrigens hier als Zielgruppe wiederfinden soll: http://ligastudios.com ) ist das vielleicht eine gute Ausrede, unter Zuhilfenahme von 30 Euro im Duty Free Zeit totzuschlagen (nur da kann man das Produkt auch kaufen).
Ich wette, dieser Typ gibt 30 Euro fĂĽr 30 Milliliter Gesichtscreme aus.
Um nicht als ignoranter Griesgram zu gelten: Ich hab die Creme sehr gerne benutzt, sie zieht gut ein, riecht gut und man fĂĽhlt sich in den Minuten nach der Anwendung irgendwie frisch.
Übrigens kein Wunder, dass ich zu diesem Ergebnis komme – lt. Beschreibung wurde das Produkt in über 3000 Flugstunden getestet. Ich biete gerne an, noch mal 10-20 Stunden z.B. auf einem Hin- und Rückflug nach NY dranzuhängen. Wie gesagt, mit Technik kriegt man mich.
Foto: Biotherm
Photo Credit: false

Kommentare

  • Horst sagt:

    Willkommen Monacooffice!

    Freue mich auf Artikel von dir!

    GrĂĽĂźe aus Hamburg


  • Nikella sagt:

    Du klingst wie mein Mann...bin gespannt auf weitere Berichte!
  • modejournalistin sagt:

    Anmerkung der Redaktion: Die Nivea-Creme, die der Autor sonst verwendet, kostet circa drei Euro (250 ml).
  • modejournalistin sagt:

    Ha ha ha! Danke für den Test. Als Nächstes bekommst Du getönte Lippenpflege von uns oder ein Deep-V-Neck!