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Modepilot testet: Kiehl’s Silk Groom

Mein größtes Problem mit Kosmetika ist, dass der Produkt-Nutzen sehr subjektiv ist: Während Nivea und auch die Schlecker Sonnencreme immer recht gut bei den Stiftung Warentests abschnitten, kann man das von der 30ml für 30 Euro Fraktion nicht behaupten – und damit meine ich nicht Mal Uschi Glas‘ Wegätz-Cremchen*. Nachdem der „Test“ es geschafft hat, in über 45 Jahren gnadenlose Verrisse und die sich daran anschließenden shitstorms der Kategorie Procter und Gamble aufwärts ziemlich schadlos zu überstehen habe ich den „Test“ als gute wenn auch zugegebenermaßen ziemlich bieder daherkommende objektive Qualitäts-Indikation akzeptiert**.

Ohnehin locken mich vielmehr als die üblichen Gesichtscreme-Versprechungen (ich möchte an der Supermarktkasse nicht geduzt werden, sondern sehe gern älter aus) vermeintliche Haarbändiger, denn glücklicherweise ist in meinem DNA-Drehbuch wohl nicht vorgesehen, dass mir die Haare demnächst ausgehen. Dafür kann ich bei entsprechender Haarlänge im Michael Jackson Big Hair Contest antreten. Von Volumen-Shampoos lasse ich also lieber die Finger. Um die Mähne in den Griff zu bekommen, legte mir meine Schwester vor einigen Jahren Kiehl’s Silk Groom Creme ans Herz.

Und so geht’s: Haare waschen, mit dem Handtuch abtrocknen und dann das Zeug in den Haaren verteilen. Dann Baseball-Cap aufsetzen und warten bis die Haare trocken sind. Gibt einen schneidigen, enganliegenden Look, ungefähr so:

Zum Produktnutzen und -namen: Silk groom ist nicht übertrieben. Da klebt nix, die Haare fühlen sich gut an, es riecht gut und trotz Wirbel hat sich die Mehrzahl der Haare auf eine Richtung geeinigt.

Die große 250ml Tube, die ich immer kaufe, kostet in Deutschland online beachtliche 37 Euro oder aber smartgeshopped bei Kiehl’s am Flughafen München 26 Euro (in Amerika: 30 Dollar, also ca. 23 Euro). Ich finde den Preis ok, denn das Produkt ist gut und die große Packung hält bei mir gefühlte 2-3 Monate.

Für mich funktioniert Silk Groom übrigens nicht so richtig, wenn man das Produkt auf ungewaschenem oder schon trockenen Haar anwendet.

Die Verpackung ist leider eine Fehlkonstruktion, denn nach kurzer Zeit stellt man das Teil auf den Kopf, damit auch etwas rauskommt. Aber auf dem abgerundeten Kopf stehend ist das Ding sehr instabil und fällt mir aus dem Badschrank entgegen. Das erschreckt dann MJ, verursacht Schreck-Falten bei Ihr, die dann mit dem besten (und vor allem teuersten) was man aus Meerunkraut gewinnen kann, behandelt werden müssen.

Zum unglaublichen Produktnutzen von Meerunkraut, dem Regenerating Ferment, dem Marine Peptide Ferment und dem Pure Pearl Protein sollte ich vielleicht bei nächster Gelegenheit einen eigenen Test versuchen.

* http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Gesichtscremes-Uschi-Glas-macht-Pickel-1170381-2170381/
** http://www.rp-online.de/gesellschaft/leute/klage-von-uschi-glas-gegen-stiftung-warentest-abgewiesen-1.1604866
3 Kommentare zu
“Modepilot testet: Kiehl’s Silk Groom”
  • Monacooffice, jetzt bist du mir zuvor gekommen. Dann mach ich meinen Kiehls-Test nach Ostern. Danke für den Tipp! Das werde ich mir jetzt auch zulegen!! Weil es mir genauso geht, hat mich Folgendes überzeugt:”Dafür kann ich bei entsprechender Haarlänge im Michael Jackson Big Hair Contest antreten. Von Volumen-Shampoos lasse ich also lieber die Finger. […] Gibt einen schneidigen, enganliegenden Look […] Da klebt nix.”

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