Designerwechsel bei Guy Laroche und anderen

Kurz vor den Schauen, ist es an der Zeit, die Designerwechsel der letzten Wochen abzuarbeiten. Wechsel gab es so einige.

Fangen wir mit der aktuellsten Meldung an. Gestern wurde bekannt, dass es mal wieder einen Neuen bei Guy Laroche gibt: Der Franzose Richard René folgt dort auf den Amerikaner Adam Andrascik, der in meinen Augen ein wenig glückliches Händchen bewies, die Marke wieder ins Rampenlicht zu führen. Andrascik kam 2015 (wir berichteten >>>) und brachte sehr gewagte Schnitte und einen völlig neuen Dreh in die Laroche-Mode . Das hat die eher klassisch eingestellten Käufer wohl abgeschreckt, auf alle Fälle zeigte Andrascik in der letzten Saison eine sehr tragbare und eher einfache Kollektion, die wenig mit seinen Kreationen davor zu tun hatte. Doch der Kurswechsel kam zu spät und hinterließ viele Fragezeichen bei den Kunden und auch bei uns Journalisten. Jetzt übernimmt der Neue.

Die Bilder in der Galerie zeigen die Kehrtwende des Adam Andrascik ganz gut:

Sommer 2017
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Winter 2017-18
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Winter 2017-18

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Wer ist Richard René?

Richard René ist in der Branche ein Unbekannter, aber das war Andrascik auch.

Modepilot-Guy-Laroche-Deisgnerwechsel

Richard René

Der Franzose  war nach dem Studium in Paris erst bei Hermès, dann bei Gaultier. 2004 gewann er das berühmte Nachwuchsdesigner-Festival von Hyères, lancierte eine eigene Haute Couture-Linie, die er 2010 wieder einstellte. Er kehrte zurück zu Jean Paul Gaultier und wechselte dann zum Bademodehersteller Vilebrequin als Kreativdirektor. Nebenbei war er als Berater tätig. Seine Stationen sind also durchaus bemerkenswert. Auch dass er selbst schon ein eigenes Label führte, ist hilfreich, um Kundenerwartungen besser einschätzen zu können. Nun müssen wir seine erste Kollektion abwarten.

 

Was hat er vor bei Guy Laroche?

Es soll eine neue Richtung eingeschlagen werden. So steht es in der Pressemitteilung: „Refined luxury, demanding ultimate requirements of cut and a pronounced taste for the unexpected…and definitely a free spirit.“ OK.  Angeblich stehe René für einen puristischen  Schwarz-Weiß-Stil und einem Bestreben, die Quintessenz der Kleidung zu finden. Damit würde Guy Laroche dort anknüpfen, was sie zuletzt auf den Laufsteg zeigten. Das wäre nicht die schlechteste Richtung, jedoch braucht es noch wesentlich mehr Kreation, um im umkämpften Designermarkt wirklich punkten zu können.

 

Andere Designerwechsel der letzten Monate

Aber nicht nur bei Guy Laroche geben sich die Designer die Hand, auch bei anderen Häusern geht es rund. Hier die Wechsel der letzen Woche in der Kurzversion.

Bei Courrèges haben Sébastien Meyer und Arnaud Vaillant im Juli das Haus verlassen. Sehr schade, die hatten einen guten Job gemacht. Wie hier nachzulesen ist >>>.

Bei Pringle of Scotland Men hat Massimo Nicosia ebenfalls im Juli seinen Hut genommen, um in seine Heimat Italien zurück zu kehren.

Olivier Saillard, bekannt als Museumsdirektor beim Modemuseum Palais Galliera in Paris, hat die Kreativdirektion beim edlen Schuhhersteller J.M. Weston übernommen. Dort folgt er auf Michel Perry.

Brioni hat nach einigen Designerwechseln auch eine neue Artdirektorin: Nina-Maria Nitsche. Sie folgt auch Justin O’Shea und ist bei Brioni die erste Frau auf dieser Position. Was Justin O’Shea nun macht, hat Isa hier ausgiebig >>> berichtet.

 

Photo By: PR Guy Laroche, Catwalkpictures

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