Daily Pitti: Die ersten Highlights aus Florenz

Die Pitti Uomo ist die einzige Messe, die es – meiner Meinung nach – geschafft hat, über Jahre hinweg immer besser zu werden. Während viele Modemessen straucheln und mit sinkenden Besucherzahlen kämpfen, ist die Florentiner Herrenmodemesse weiterhin ein Pflichttermin. Das liegt natürlich auch daran, dass die Veranstalter jede Saison aufs Neue mit Highlights aufwarten: Diesen Sommer sind Stardesigner wie J.W. Anderson und Off-White (Virgil Abloh) zu Gast. Christian Louboutin stellte erstmals eine ganze Sneaker-Kollektion vor, Olivier Saillard entwarf ein ephemeres Modemuseum und, und, und... Man kommt kaum hinterher, so vollgepackt sind die Tage mit Events.
Ich bin gerade das zweite Mail von den Veranstaltern eingeladen worden und möchte Euch an meinen heißen (es hat 34 Grad) Tagen in Florenz mit einem bilderreichen Tagebuch teilhaben lassen – in bester alter Blog-Manier.

Die Branche gibt sich ein Stelldichein

Gleich beim Abflug kam ich in Stimmung: Bereits in meinem Flieger aus Paris saß in der Business-Class Michel Gaubert, der Lieblings-DJ der Modeszene, der für fast alle wichtigen Schauen den Soundtrack liefert. Suzy Menkes traf ich heute im australischen Pavillon bei der Marke Ex Finitas. Scheinbar dachte Suzy das Gleiche wie ich: Das ist ein Label to watch. Wir fotografierten beide den Designer Lukas Vincent und ließen uns die Kollektion erklären. PR-Lady Karla Otto sieht bei der Fashionshow von Frederico Curradi nach dem Rechten und ist wohl auf der Suche nach neuen interessanten Labels, die man akquirieren kann. Bekannte Gesichter, die man immer wieder auf den großen internationalen Modeschauen sieht, laufen zu Scharen durch die Fortezza da Basso, dem Epizentrum der Messe. Keiner will die Pitti verpassen.
 

Sie gehören dazu: die Pitti-Pfauen

Nicht zu vergessen, die Pitti-Pfauen. Die übergestylten Rumhocker der Messe, die sehnsüchtig darauf warten, fotografiert zu werden, sind Teil der Messe. Ach, es ist herrlich. Die Pitti ist ein wunderbares Theater und es macht einfach Spaß, sich die Leute anzusehen.
 

Die Abend-Events und Locations

Gleich mein erster Abend begann traumhaft mit einem Dinner von Brunello Cucinelli auf der Villa Palmieri. Die hochherrschaftliche Villa im Norden von Florenz ist von einem riesigen Garten umgeben. Und sie wird auch in Giovanni Boccaccios Decameron beschrieben. Dort lud der Kaschmir-König aus Perugia (der das angeblich gar nicht mehr so gerne hört) seine Gäste zum Buffet mit Spezialitäten aus seiner Heimatregion ein. Ich habe selten eine schönere Dekoration gesehen. Man kam sich wirklich vor, wie in einer Geschichte des Decameron.
Gleich am nächsten Morgen folgte die nächste tolle Location: Im Museo Stefano Bardini zeigte Frederico Curradi seine Fashionshow. Für mich ein „Label to watch". Sein dezenter Destroyed-Look trifft den Zeitgeist.
 
Hier ist längst die Sonne untergegangen über der berühmten Ponte Vecchio. Ich laufe noch mal eine Runde durch die Stadt und berichte morgen weiter.
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Photo Credit: Barbara Markert für Modepilot

Kommentare

  • katha sagt:

    Toller Bericht! Freu mich auf Teil 2! 🙂
  • P. sagt:

    "übergestylten Rumhocker der Messe" - love you, Barbara!! Genau! =*