Genial oder bizarr? Die Inside-out-Jeans von Unravel Project

Denim Lovers haben die Marke schon auf dem Schirm: Unravel Project nennt sich eine noch relativ junge Marke aus Los Angeles, über die gerade die Branche redet. Dahinter stehen der Designer Ben Taverniti und seine Freundin Joyce Bonelli. Das neue Label krempelt gerade die Urban Streetswear Szene um und wandelt dabei auf Martin Margielas Spuren. Schon allein dieser Mix klingt interessant.

Unravel Projects aktuelles Kultobjekt ist die Inside-Out-Jeans, die von coolen Online-Shops wie Farfetch bereits geordert wurde und die sicherlich bald von Streetstyle-Stars ausgeführt werden wird. So sieht die Hose aus:

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Unravel Projects Kultjeans mit stolzem Preis: 688 Euro

 

Genial oder bizarr?

Ja, das ist eine gute Frage. Schauen wir mal, wie das angezogen aussieht. Das hilft vielleicht beim Urteil.

Tatsächlich finde ich sie bei längerem Hinsehen immer besser. Wir haben uns in den letzten Jahren an so manchen Jeans-Trend gewöhnt, bzw. die schlimmsten Entgleisungen sogar selbst getragen. Ganz nach dem Motto: Man muss sich einen komischen Trend nur lange genug anschauen, um ihn am Ende gut zu finden. Ich erinnere hier an den noch immer im Straßenbild stark verbreiteten „ripped-knee-Look“ (hier gehts zum Artikel >>>). Oder die super ausgefranste Jeans von Marques’Almeida (klick >>>), ganz zu Schweigen von der ebenfalls bizarren Rock-Jeans-Kombi von Ksenia Schnaider (klick-klick!).  Von allen diesen Modellen gab es, bzw. gibt es inzwischen auch Kopien von Zara, Mango und dergleichen (Klick und kauf!). Also angesichts solcher Modelle können wir jetzt auch eine Jeans verkehrt herum anziehen. Den Streetstyle-Fotografen wäre das auf jeden Fall ein Bild wert.

Die Unravel Project Geschichte

Wer kommt auf so eine Idee? Hier die Geschichte hinter der Jeans: Ben Taverniti, gebürtig aus Toulouse in Frankreich, fliegt mit 16 von der Schule ohne Abschluss. Er bewirbt sich daraufhin für eine Modeschule, wird genommen und ist in seinem Element. Kein Wunder: Papa war früher auch in der Branche tätig. Doch seine Mutter ist gegen seine Berufswahl. Egal. Der Junge geht trotzdem seinen Weg. Seine Vorbilder sind der Zeit (Ende der 90er) entsprechend Helmut Lang, Martin Margiela, Rick Owens und später Raf Simons. Ihrem Modeverständnis folgend gründet Ben sein Label, alleine, im Schlafzimmer installiert er das Studio, sein ganzes Geld investiert er in seine Marke: Er will keine Kompromisse eingehen, weder Trends, noch Saisons folgen. Sein Ziel ist es, frei im Design zu sein, und das machen zu können, was er gut findet. So wäscht und zerstört er seine Modelle solange bis sie seinen Ansprüchen entsprechen. Aus jedem Stück entsteht dadurch ein Unikat (daher kommen wohl auch die hohen Preise).

Kurze Zeit später trifft er die Make-Up-Artistin Joyce Bonelli (sie schminkt Kim Kardashian) und sie zeigt ihm, wie man die sozialen Netze nutzt und wie man seine Mode perfekt inszeniert. Die beiden werden erst ein Team, dann ein Liebespaar (heute sind sie Eltern von Zwillingen). Joyce organisiert, dass Kendall Jenner seine Sweatshirts trägt, das kommt dann auf Instagram… Muss man mehr erklären? Nein. Seitdem geht es steil bergauf, denn Ben hat die derzeit besten Rolemodels überhaupt als Freunde. So gehen moderne Mode-Märchen.

Mehr zu Ben Taverniti findet Ihr auch in diesem Interview für das Kaufhaus Barneys.

Wer interessiert ist, die Teile zu erwerben, die auch die Kardashians und ihre Clique tragen, hier geht es zu unseren Shopping-Links:

 

Photo By: via Farfetch
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