Diesen Jeans-Style brauchen wir jetzt

Aufstylen auf der Fashionweek – das kann jeder. Und das tut ja auch die meisten. Denn heute möchten viele gerne ein Influencer sein (Bei den lukrativen Verdienstmöglichkeiten, die dieses Business verspricht, lohnt sich das auch). Also stylt sich der Großteil der Fashionweek-Gäste auf und hofft, dann geknipst zu werden. Meist geht die Strategie auf und alle sind glücklich. Aber zu jedem Trend gibt es auch einen Gegentrend und der nennt sich „dress down“. Man könnte das auch so übersetzen: „Alle mal schön Ball flach halten und sich locker machen. Wir gehen auf eine Fashionshow und nicht zu einem Gala-Event (naja, manchmal ähnelt die Schau tatsächlich einem Gala-Event, dank der übergestylten Front Row).“

Mir gefällt dieser Gegentrend wunderbar. Ich war auf der abgelaufenen Fashionweek so oft in Jeans unterwegs wie nie und befand mich in bester, ach, was sage ich, in ALLERBESTER Gesellschaft. Alle Frauen, die ich wirklich cool finde (z.B. Caroline de Maigret), waren ebenfalls in Denim gekleidet und sahen in ihrem Understatement-Look in meinen Augen 1000 mal cooler aus, als die jungen Damen in ihren gesponserten Totallooks einer Modemarke, die nun auf Instagram-Marketing setzt.

Hier meine Favoriten der besten Looks in Denim.

Best-of Jeans-Looks

Das Jeansmodell, das wir nun alle brauchen

Gehen wir kurz in die Anlayse der oben gezeigten Looks, dann stellen wir fest: Slims sind out. Schluss, vorbei. Außer wenn sie zu Overknees gestylt werden  – damit ist man derzeit wieder modisch ganz vorne. Siehe unsere Styling-Tipps weiter unten. Die Damen oben aber tragen nahezu alle die neuen Straight- oder Loose-fit-Modelle (in high-waist und cropped Länge) oder die derzeit super angesagten Patchwork-Jeans (die wir hier schon vorstellten >>>). Gerne auch in der Version von Shadow-Jeans, bei denen mit dunkleren Denim-Einsätzen schlank machenden Schatten-Effekte entlang der Beine erzeugt werden. Sorry wegen der vielen englischen Ausdrücke, aber die Jeans-Experten reden so und diese Fashion Vokabeln muss man jetzt drauf haben. Ausgefranste oder mit Kante geschnittene Säume (à la dem Kultmodell von Vetements) sind ebenfalls ein Muss. Wer das nicht mag, krempelt die Jeans großzügig um.

In meinen Augen hat Mango (klick>>>) das Modell, dass die meisten Must-Have-Details in sich vereint.

Modepilot-Jeans-Trend-Spring-2017

Mango: straight-cropped Jeans-Mix für 50 Euro.

Straight-Weite, high-waist, cropped-Länge und ein Patchwork-Mix in Shadow-Manier mit ausgefranstem Saum. Ja, das passt. Damit kommt man denim-mäßig durch den Frühling.

Und hier gibt es noch ein paar Alternativen zum Shoppen:

 

Wie stylt man den neuen Denim-dress-down-Trend?

So, die Jeans hätten wir schon mal. Kommen wir zum Styling. Wie trägt man in der Übergangszeit diese Jeans? Auch hier reicht ein Blick auf die Fashionistas der abgelaufenen Modeschauen.

Mit Blazer oder kurzer Jacke

Mit einem Herrenblazer, idealerweise kariert und oversize oder à la Balenciaga, mit ausgestellem Hüftteil und tailliert, oder einer auffälligen Statement-Jacke liegt man beim Styling ganz vorne. Aber auch Chanel-Jacken eignen sich für alle, die es gerne klassisch mögen. Für den echten Understatement-Look kombiniert man Lederjacken . Wer will, kann auch den Allover-Jeans-Look mit Jeans-Jacke wagen. Der ist heute durchaus wieder erlaubt.

Der Karo-Blazer, der zum diesem Styling punktet, stammt von Zara: im Oversize-Schnitt mit breiter Schulter.

Zara-Oversize-Blazer unter 100 Euro

 

Alternativen zum Karo von Zara und für ein modisches Satement gibt es hier:

 

Mit (Statement-)Mantel

Als Mantel-Addict ist dieses Styling natürlich mein Favorit. Auffälliger Mantel über die Jeans und fertig ist das Outfit. Dabei gilt: Je auffällger, desto besser. Aber auch ein klassischer Trenchcoat setzt Zeichen für einen erwachsenen Statement-Look, der beweist, dass man seinen eigenen Stil gefunden hat und nicht mehr jedem Trend hinterher läuft.

Hier ein heißes und frühlingshaftes Modell von Asos made in Kenya (Klick>>): Trenchcoat mit Baumwoll-Kragen im Sweatshirt-Style aus Viskose, Baumwolle und Leinen.

Asos made in Kenya: Chambray-Trenchcoat

 

Mantel-Alternativen für alle Temperaturen stelle ich hier vor:

 

 

Mit Pulli oder (Statement-)Bluse

Das ist der Styling-Dreh für die wärmeren Tage: Einfach einen coolen Pulli oder eine der neuen auffälligen Blusen mit Volants, Rüschen oder in Oversize-Cut zur Jeans kombinieren. Fertig.

Dazu passt einer der coolen, kurz geschnittenen Sweater von Etre Cécile (via Stylebop >>):

Modepilot-Jeans-Trend-Spring-2017

Etre Cécile Sweater via Stylebop für 129 Euro.

 

Oder auch andere, coole Pullis und Sweater, die es hier gibt:

 

Mit Overknees

Unsere letzte Styling-Idee kommt mehr oder minder frisch vom Laufsteg, auf dem Overknees ein fulminantes Come-back feierten. Wunderbar für alle, die noch massenhaft Skinnies im Schrank haben.  Die kann man nun wieder herausholen, denn sie stecken zu Dreiviertel in den Stiefeln und sind kaum zu sehen. Die schlanken Models haben das neue, alte Styling sofort adaptiert. Wichtig dabei: Die Jeans ist Nebensache, der Overknee steht im Mittelpunkt.

Jetzt ein Modell im Sale kaufen, sparen und den Trend schon adaptieren. Von Steffen Schraut, Wildleder-Overknees (Klick via Stylebop >>> ) für 240 Euro (minus 40%):

Steffen Schraut Wildleder-Overknees für 240 Euro (minus 40%)

Und hier noch ein paar andere Modelle. Vorsicht: Nicht zu lange warten, die Winterware verschwindet bald ganz aus den Online-Shops.

 

12 Kommentare zu
“Diesen Jeans-Style brauchen wir jetzt”
  • Toller Artikel und perfekte Bilder! Ich laufe ja seit Wochen auch so rum, und liebe diesen Style. Nur mein Umfeld, das so gar nichts mit Mode zu tun hat, kapiert das nicht. Gerade von männlichen Arbeitskollegen bekomme ich für meine Patchwork-Mum-Jeans nur komische Blicke und doofe Kommentare. Menrepelling! 🙂

  • Oh Mann. Ich muss das wirklich machen, oder? Mein Schrank steckt immer noch voller skinny Jeans, die stehen mir einfach am Besten. Ich glaube, dieser Schnitte steht mir nicht, ich bin ja sehr klein und zierlich.
    Wenn ich aber nun diese Mango kaufe, welche Schuhe ziehe ich dazu an? Spitze Pumps oder Stiefeletten gehen im Büro nicht, das halte ich nicht den ganzen Tag aus. Ich hätte noch Pistol Boots, das sind aber auch die Einzigen.
    Probleme über Probleme.
    🙂

    • Liebe StephKat, also Pistols sind gar nicht schlecht. Aber ziehe Seidenstrümpfe an, dann sieht es aus, als ob Du mit nackten Beinen drin steckst. Das erhöht den Coolness-Faktor.
      Ansonsten finde ich bei flachen Schuhen je nach Wetter auch gut: Loafers, College-Slippers, Ballerinas, einfache Leinenschuhe à la Superga , im Sommer Mules oder für das Frühjahr eben auch Mary Janes (https://www.modepilot.de/2016/08/29/der-schuh-der-saison-mary-jane/?lang=de)
      Guck mal hier, diese McQueen: http://bit.ly/2mKIwqU. Oder diese Margiela: http://bit.ly/2mKL8ow

      Und sobald es wärmer wird, eben Sandalen. Es gibt nun so viele hohe Modelle mit Blockabsatz, die super bequem sind und auf denen man lange gut laufen kann. Siehe diese Rag & Bone: http://bit.ly/2mKXXiD
      Oder diese von Robert Clegerie, die sogar auf dem Online-Shop zu Jeans kombiniert werden: http://bit.ly/2nvBfzt

      Da müsste doch was für Dich dabei sein.

      • Liebe Barbara, da hast du dir aber Mühe gemacht. Vielen Dank!
        Solche Plateau-Sandalen habe ich im Schrank. Und die Pistols müssen dann ran, die sind übrigens royalblau.
        Ich war ja nach genauerer Recherche sehr verliebt in die Jeans von Asos, die ist aber ausverkauft. Schnief. Die von Mango ist mir zu krass. Vermutlich werde ich alt und zwar in meinen Skinnies.

  • Es ist immer wieder belustigend wie Modeblogs und co. uns erzählen wollen was die Leute zu tragen und jetzt zu kaufen haben, nur um am Ende voll daneben zu liegen. Es ist so als wenn ein Fußballer vor dem leeren Tor steht und dann Meilenweit daneben schießt. Was wurde schon nicht die letzten Jahre alles gehypt was jetzt super Modern wird und wir unbedingt brauchen. Schaut man sich mal in Den Läden mal genau um, sind genau die Artikel Ladenhüter die letztes Jahr so gehypt worden ist. Im übrigen soll,te die Skinny Jens seit Jahren schon längst tot und verschwunden sein, nichts ist davon bis heute eingetroffen, im Gegnteil die Skinny ist angesagter denn je. Stellt sich am Ende eigentlich nur eine Frage, warum ihr immer wieder versucht den Leuten irgendwelchen Müll einzureden denn sie gar nicht haben wollen? Weite Hosen werden auch die nächsten Jahre nur die Ausnahme auf unseren Straßen sein, das werden die Selbsternannten Modezaren ganz schnell lernen wenn das Zeug wie Blei im Laden liegt.

    • Liebe Lexi, danke für Deinen Kommentar und die Einschätzung der Outfits der Massen auf den Straßen. Natürlich sind die Skinnies noch immer im Massenmarkt vertreten und das wird auch so bleiben. Es hat ja auch rund 5 bis 10 Jahre gedauert, bis sich die Leute damals auf sie eingestellt hatten. Wie erinnnern uns: Sie wurden verdammt und alle sagten damals, dass sie so etwas nie anziehen würden. Und sie lagen damals wie Blei in den Regalen – über Jahre hin. Wer lange überlegt hat, bis er so eine Hose erstmals kaufte, der wird sie jetzt nicht einfach wegschmeißen.
      Jedoch sind wir eine Website, die sich um die NEUESTEN Modetrends kümmert, nicht um die Trends, die vor 5 bis 10 Jahren „in“ waren und nun nach langer Zeit ihren Weg in den Massenmarkt gefunden haben. Wer Modepilot liest, möchte informiert werden, was er sich jetzt kaufen soll, um modisch ganz vorne dran zu sein und der dann, wenn der Trend bei der Massen angekommen ist, bereits wieder einen Trend weiter ist. Es gibt jede Menge wirtschaftswissenschaftlcher Analysen über die Verteilung von Trends (ich selbst habe dazu meine Diplomarbeit geschrieben) und es gibt eben die Early Adopters und die Late Adopters. Unsere Aufgabe sehen wir aber darin, die Early Adopters zu informieren. Wer, wie ich auf die Premiere Vision Denim geht, mit Jeansern über ihre Designs spricht und sich ansieht, welche Denimstoffe in zwei Jahren in den Markt kommen werden, der kann sehr wohl mit fester Überzeugung behaupten, dass Hosen, wie die oben, bald alle anhaben werden. Kann sein, dass es noch einen Sommer dauert, bis die Masse sie entdeckt hat. Aber unsere Leser, die gerne immer ganz vorne dabei sind, sind sehr froh, dass ich diese aufwendigen Recherchen betreibe und meine Erkenntnisse weiter gebe. Sie haben dann eben schon die Hose, die nicht alle anhaben, aber bald alle anhaben werden (vielleicht zwei Jahre später).

      • Belassen wir es dabei, ich hab nämlich selten soviel Mist auf einmal gelesen wie hier, sonst wird mir nämlich noch schlechter als es schon ist.

        • Liebe Lexi,
          da bin ich ganz bei Dir. Belassen wir es dabei. Wir zwingen ja niemanden, uns zu lesen. Und vor allem wollen wir ja nicht, dass jemand es schlechter wird „als es sonst schon ist“. Das Angebot ist groß und Du wirst sicher eine für Dich passende Seite finden.

  • Die ganzen Analysen könnt hier euch sonst wo instecken, die taugen nämlich alle nichts. Und propo Skinnys, die lagen überhaupt keine 5 -10 Jahre gedauert bis sich die Leute darauf eingestellt haben. Das die Skinny wieder modern wurde kommt nämlich aus der Technoszene die Ende der 90ziger Jahre von den sogenannten Phatpants verabschiedete und auf die bis zum Knie knallengen Hosen und dann erst Schlag Umstieg. Kurz danach war der Schlag ganz weg. Das war die Neugeburt der Skinnyjeans und nicht was irgendwelche hohle Analysten und co daher labern. Aber ich will nicht mehr weiter erzählen weil mir sonst ganz der Kragen platzt. Mir reicht schon wenn ich mich täglich aufregen muss wenn ich so einen Mist lesen muss.

    • …und mir platzt der Kragen, wenn ich solch beleidigende Kommentare wie deinen lesen muss… Hoffentlich tauchst du hier nie wieder auf ^^

  • Wenn sie sich da mal nicht täuscht, die Lexi.
    Wenn ich mir die Oberstufen-Mädchen an dem bayrischen Gymnasium (an dem ich unterrichte) ansehe, dann sind die weiten, hohen, Patchwork-Jeans extrem in.
    Außerdem noch ein Wort zu Umgangsformen: Ich finde, ihr macht bei Modepilot einen extrem guten Job. Und gerade Ihre Analysen, Frau Markert, schätze ich sehr. Es ist eine Frechheit, in welchem Tonfall diese Person namens Lexi ihren unverschämten Kommentar „hinrotzt“.

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