Trend-Accessoire 2017: die Baskenmütze

Die Männerschauen inklusive der Vorstellungen der Prefall-Kollektionen für die Frauen sind im vollem Gange und schon kristallisieren sich die ersten Trends heraus. Unter anderem das Béret. Ich benutze nun extra den französischen Ausdruck, der synonym für die Baskenmütze verwendet wird, weil das deutsche Barett eher für die Kopfbedeckung des Militärs benutzt wird. Was man aber auf dem Laufsteg sieht, ähnelt nur noch vereinzelt an eine Nutzung im Stile des Militärtrends, der uns nun so einige Saisons begleitet hat. Die meisten Bérets sind nun soft und erinnern eher an die typische, zivile Kopfbedeckung der Franzosen. Also an die Mützen der gemütlichen alten Herren mit der Rotweinflasche in der einen und dem Baguette in der anderen Hand. In diesem Sinne sollte das neue Trend-Accessoires auch bitte kombiniert werden. Die Waffen können gerne im Schrank bleiben.

Das neue Trend-Accessoire vom Laufsteg

Hier ganz frisch von den Laufstegen in London und Mailand die schönsten Looks mit Bérets. Das Schöne dabei: Dieser Trend ist geschlechts-unabhängig. Er funktioniert für Frauen UND Männer.

Was ist ein Béret?

Ich konsultiere für solche Fragen immer gerne Alfons Hofers Textil- und Modelexikon und dort steht: "Rundgewebte, randlose Wollmütze mit kleinen Schwänzchen. Nationalkennzeichen des französischen Bürgers." Das ist nicht viel.  Mehr erfährt man auf der Seite des wohl ältesten Herstellers des Beréts in Frankreich: dem Maison Laulhère. Die Firma produziert diese Mützen seit 1840 und sitzt genau dort, wo die Bérets auch traditionell herkommen: am Fuße der Pyrenäen.
Bérets der Traditionsfirma Maison Laulhère
Die Baskenmütze kommt nämlich gar nicht aus dem Baskenland, sondern aus der Region Béarn. Man nimmt an, dass es einst die Kopfbedeckung der Hirten war. Die flachen Kopfbedeckungen sind gestrickt, erst später kamen auch Webformen auf. Der Name Béret ist verbürgt seit 1835  und schon fünf Jahre später nahm das Maison Laulhère die Produktion auf.  Hier weiß man also, wovon man spricht.
Als Originalmaße eines Bérets nennt Laulhère 27 cm Durchmesser. Das kleine Schwänzchen oben nennt sich "cabillou". Die Originale der Firma werden auch heute noch gestrickt (maschinell) und dann gefilzt.
Ein Béret war ursprünglich eigentlich den Männern vorbehalten, aber demokratisierte sich stark ab 1930. Ab dann kleideten die Couturiers auch die Frauen damit ein. Bekannte Béret-Trägerinnen sind Michèle Morgan und Greta Garbo. Durch den Film "Bonnie and Clyde" kam die Kopfbedeckung 1967 dank der umwerfenden Faye Dunaway wieder in Mode und als Brigitte Bardot den gleichnamigen Gainsbourg-Song dazu interpretierte, gab es keinen Zweifel mehr: Das Béret ist unsterblich. Umso schöner, dass es nun wieder ganz im Trend liegt.

Hier kann man Bérets shoppen

Natürlich kann man beim Maison Laulhère direkt ein schönes Original-Teil shoppen. Gut zu wissen ist auch, dass Agnès B. , Louis Vuitton und auch Gucci bereits Modelle für diesen Winter zeigten.
Oder man klickt einfach mal hier auf unsere Shoppinggalerie:
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Photos by: Catwalkpictures, Screenshots Laulhère

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