NY Fashionweek: Rachel Comey holt die Mode auf die Straße

Das ist für mich New York, wie ich es mag: Die Modedesignerin Rachel Comey zeigte gestern ihre Show auf der Straße, konkret der Crosby Street. Der Laufsteg endete vor ihrer Boutique und danach gab es ein Get-together im Laden. Die Show sollte klein und intim bleiben, so der Wunsch der Designerin. Die Uhrzeit um 10 Uhr morgens war gut gewählt. Die Wichtigen mussten danach eh weiter zu Kanye Wests Show. Der Plan ging also auf.
Modepilot-Label-to-watch-Rachel-Comey
Ich muss zugeben, dass ich bis vor wenigen Minuten von dieser Designerin noch nie etwas gehört hatte, dabei gibt es ihr Label bereits seit 15 Jahren. Und Kathrin hatte bereits 2012 eine lobende Kritik über ihre Kollektion geschrieben, hier geht's zum Artikel >>>. Damals sah die Kollektion allerdings noch ziemlich klassisch und elegant aus. Jetzt jedoch ist Coolness in die Rachel Comeys Mode gekommen, was der Kollektion ziemlich gut tut. Die Aktion "Show auf der Straße" ist natürlich auch ein schlauer Schachzug, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Wer ist Rachel Comey?

Eigentlich ist die New Yorkerin eine Menswear-Designerin. Ihre erste Show zeigte sie 2001 – damals auch schon auf der Straße. Und rein zufällig, wie sie versichert, zur Fashionweek. Die wichtigen Termine der Branche hatte Rachel Comey bei ihrem Start noch nicht auf der Pfanne. Ihr Debut wurde ein großer Erfolg, die Einkäufer strömten in den Showroom, doch dann kam 9/11 und die New Yorker hatten anderen Sorgen. Ins Rampenlicht kam Rachel Comey erst wieder als David Bowie bei einem seiner letzten Auftritte ein T-Shirt von ihr trug. Dass es sich bei seinem Auftritt um die David Letterman Show handelte, half natürlich sehr, Comey wieder ins Rampenlicht zu rücken.
Rachel Comey gilt als eine Indie-Designerin, die sich wenig um die Regeln des normalen Fashionbusiness schert. Viele ihrer Shows waren als Dinner-Einladungen organisiert, dauerten mehrere Stunden und neben der Mode konnte man junge Künstler oder Musiker entdecken. Sie stünde angeblich der Musik- und Kunstszene der Stadt sehr nah. Auch das sind beste Voraussetzungen, um heute beachtet zu werden.
Alle diese Informationen habe ich dank eines super Artikels von The Cut. Hier geht's zu mehr Details in der Orginialquelle.
Aber so cool eine Designerin auch sein mag, am Ende muss die Mode stimmen. Genau deshalb möchte ich sie hier vorstellen, denn ihre Hosen sind spitze. Vor allem die Jeans. Da die Modelle bei der Show von ganz normalen Frauen getragen wurden und auf dem Straßen-Laufsteg kein schickes Ausleuchten möglich ist, überzeugen mich die Modelle sogar noch mehr. Die Jeans sitzen und sind lässig. Seht selbst:
 
Die passen auch an nicht Model-Körpern.
Ihre Sachen gibt es bei Farfetch zu kaufen. Für mich ein echtes Label to watch.
Photo Credit: Catwalkpictures

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