Irgendwie daneben!

Irgendwie daneben – das ist unser redaktioneller Platz für Kuriositäten aus der Modewelt. Wer sich ein genaueres Bild dieser Traditions-Rubrik von Modepilot machen will, sollte hier mal klicken. Dort findet man allerhand Schräges zum Schmunzeln. Es lohnt sich auch die alten Posts anzuklicken. Versprochen.

Glücklicherweise gibt es immer Irgendwie-daneben-Nachschub. Drei Perlen habe ich heute für Euch.

 

Valentino Tasche für 54,95 Euro?

Modepilot-Kuriositäten-Fashion

Valentino? Really? No!

 

Echt? Ne Valentino für schlappe 50 Eier? Ich dachte zuerst, mich tritt ein Pferd. Aber dann kamen die Zweifel. Komisch, das Modell kannte ich noch nicht. Schnäppchen? Outlet? Nein, es nichts dergleichen. Es geht gar nicht um Valentino, also die bekannte  italienische Marke, 1959 gegründet von Valentino Garavani, der zeitlebens Hollywood-Stars ausstattete und dessen Marke gerade zu den begehrtesten Luxusmarken der Welt zählt. Nein, bei der 54,95-Euro-Tasche geht es um Valentino by Mario Valentino. Na, wie ist denn so was möglich? Gibt es keinen Markenrechts-Schutz? Der Mario mag ja vielleicht wirklich so heißen, aber berechtigt ihn das, Taschen auf den Markt zu bringen unter diesem Namen? Vor allem Taschen, bei denen jedes Modell den berühmtesten it-Bags der Welt verdächtig ähnlich sieht? Schaut mal her:

 

Schaut aus wie eine Saint Laurent Tasche, ist aber Valentino by Mario Valentino. Preis: 99,95 Euro
Schaut aus wie eine Céline Bag, ist aber Valentino by Mario Valentino. Preis: 134,95 Euro
Schaut aus wie ein Prada Shopper von vor ein paar Saisons, ist aber Valentino by Mario Valentino. Preis: 134,95 Euro

Schaut aus wie eine Saint Laurent Tasche, ist aber Valentino by Mario Valentino. Preis: 99,95 Euro

Schaut aus wie eine Céline Bag, ist aber Valentino by Mario Valentino. Preis: 134,95 Euro

Schaut aus wie ein Prada Shopper von vor ein paar Saisons, ist aber Valentino by Mario Valentino. Preis: 134,95 Euro

Aber vor allem ist die Frage: Können sich Online-Shops wie Zalando und Yoox, die beide das Label führen, es sich leisten, so eine eindeutige Namens-Verwurschtelei, ach was, Marken-Täuschung im Sortiment zu führen? 54,95 Euro hin oder her. Das ist doch irgendwie daneben, oder? Vor allem dieses 95 Cent-Gedönse beim Preis.

 

Frittiertes Hühnchen à la Louis Vuiton

Ha, das ist mal wieder eine Story ganz nach meinem Geschmack. Skurrilitäten der besonders feinen Art. In Südkorea gibt es laut der South China Morning Post einen Laden namens „Louis Vuiton Dak“, der KEIN Schreibschwäche-geplagter Ableger der berühmten Pariser Marke namens Louis Vuitton (mit zwei T) ist, sondern ein Hühnchen-Grill. Da gibt es also eine keine Speedy-Taschen, sondern leckere Chicken-Nuggets, eingepackt in Papierservietten mit LV-Logo, das uns irgendwie bekannt vorkommt. Ob die Hühner freilaufend sind (Miam, miam!) oder aus Legebatterien (Pfui!) stammen, ist leider nicht überliefert und machte auch für Louis Vuitton mit zwei T keinen Unterschied. Das Luxusunternehmen war über die Hühnchenbude „not amused“ und verklagte den Eigentümer namens Kim auf Unterlassung – und natürlich auch zu einer Geldstrafe wegen geschäftsschädigender Verwendung des Markennamens. Das Gericht gab den Parisern Recht und Kim sollte 50.000 Won zahlen (zirka 38 Euro) sowie den Namen seiner Grillbude ändern. Hat er auch: Von „Louis Vuiton Dak“ firmierte er um in „chaLouisvui tondak“ (tondak heißt „Huhn“ auf Koreanisch). War Louis Vuitton mit zwei T zufrieden? Natürlich nicht. Eine erneute Klage wurde erhoben in Höhe von 14,5 Mio. Wons (umgerechnet 11.000 Euro). Ob Kims Tondak-Restaurant diese erneute Strafe finanziell weggrillen konnte, ist der Presse leider keinen weiteren Artikel wert gewesen. Schade. Das hätte mich interessiert.

Was lernen wir aus den beiden eingangs geschilderten Fällen? Frittierte Hühnchen, die unter einem falsch geschriebenen Markennamen in Südkorea verkauft werden, sind wesentlich image-schädigender für eine Marke als Kunstleder-Taschen, die für 54,95 Euro im Heimatmarkt über den Ladentisch gehen. Da sage noch einer, dass es ihm wurscht wäre, wenn in China ein Sack Reis umfällt. Nein, das ist nicht wurscht. Überhaupt nicht!

 

Clutch mit Kraft(ausdruck)

Kommen wir zum letzten Beispiel! Ich wiederhole täglich babyoffice, dass er ein gewisses Wort mit Sch… nicht in den Mund nehmen darf. Aber leider rutscht es mir ab und an auch mal raus. Vor allem in der franzöischen Version, die ich hier nun – VORSICHT!!! – zum Besten gebe: Merde! Das klingt irgendwie weniger schlimm, ist es aber nicht. Ich entschuldige mich gleich mal. Aber scheinbar haben andere Menschen mit solchen Kraftausdrücken der besonders schlechten Art gar kein Problem, wie dieses Bild zeigt:

 

Modepilot-Irgendwie daneben-Clutch

Huch, was steht da auf der Clutch?

Na, wer hat sich denn dieses geschmackvolle Design einfallen lassen? Aber vor allem: Wer kauft so was? Die Antworten sind schnell gefunden: Die Clutch gab es so nicht, sondern wurde extra so angefertigt. Sie entstammt der „personalized bag“-Kollektion von Klotur. Sprich, diesen wahnsinnig tollen Aufdruck hat der Herr im gesteppten Plastikleder-Mantel wohlweislich und mit voller Überzeugung in Auftrag gegeben. Na, bravo!

Photo By: Catwalkpictures, Zalando Screenshots
3 Kommentare zu
“Irgendwie daneben!”
  • soviel ich weiss wurden die markenrechte an dem namen valentino vor einigen jahren, nach langem rechtsstreit, mario valentino zugesprochen.
    die accessoires-kollektion aus dem hause valentino wird daher, im unterschied zum pret-a -porter, unter dem markennamen „valentino garavani“ vermarktet

  • Tja…ich war ja so mega verblüfft Oo dachte mir „…nein…wirklich?…ohhh…muss ich haben“ das gute ist ich habe sie mir nicht sofort gekauft und nach dem ich das I-Net durchstöbert habe wurde ich eines besseren belerht ^^ huuu…glück gehabt, währe ja noch peinlich geworden.

Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published.

Follow our travels on Instagram: