Balmain x H&M: Was kaufen, was nicht?

Man muss wohl kein Wort mehr über die Kooperation von Balmain x H&M verlieren. Olivier Rousteing hat mit den it-Models Kendall Jenner und Gigi Hadid ganze Arbeit geleistet. Noch nie wurde eine H&M-Designer-Koop im Vorfeld besser vermarktet. Das Video kennt jeder, die Städte sind voll mit Plakaten.
Gestern Abend gab es für Super V.I.P.s in Paris einen Vorverkauf. Eine Freundin von mir, ein absoluter Balmain-Addict mit passender Figur und Geldbeutel (Sie kauft sich die Sachen auch regulär und hat mehrere Balmain-Modelle im Schrank hängen) hat mir heute morgen genau berichtet, was man kaufen soll und was nicht. Und das gilt auch für die Herrensachen, denn ihr Mann ist auch Balmain-Addict. Und sie hat ihm gestern die Balmain-Jacketts nachgekauft. Sein Männerurteil: "Die sind doch exakt gleich!"
Auf meine Freundin ist Verlass, sie hat lange in der Pariser Modeindustrie gearbeitet. Hier ihr Test-Urteil:
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Hier unser Shopping-Tipp für einen intelligenten Einkauf am Bildschirm oder im Laden. Denn eines ist klar: Morgen geht es rund.

Kaufen

 

Nicht-Kaufen

 
Photo Credit: PR Bilder H&M

Kommentare

  • Barbara Markert sagt:

    Kurzes Update. In Paris hat scheinbar niemand meine Shopping-Tipps gelesen. Alle Signatur-Kleider waren abends weg. Wie dumm von den Leuten! Die hat doch jetzt jeder an.

    Übrig waren um 18.30 Uhr nur noch die Seiden-Tops und Blusen, ein paar grüne Lederhosen, die Ohrringe und die Handtaschen. Ach, und ein paar der Wassserfall-Röcke. Für Männer gab es rein gar nichts mehr.

    Für den mageren Rest standen die Leute sogar um diese Uhrzeit noch Schlange. Im Regen! Ich bin geplättet. Da sieht man mal, was gute PR ausmacht.

    Viele Leute haben heute Beträge ausgegeben, mit denen sie auch regulär Designermode hätten kaufen können. Und zwar noch nicht mal im Sales!


    • Mila sagt:

      Schon richtig. Aber dann eben nur ein Teil und nicht gleich drei oder vier oder ... Der Hunger nach mehr ist da anscheinend unersättlich. Vor allem wenn das Gefühl geweckt wird, man habe ein Schnäppchen gemacht. Mich macht dieser Rummel zum Glück so gar nicht an (wobei ich natürlich auch nicht gefeit bin vor diesem prinzipiellen Gefühl des "Habenwollens". )
  • Yelda sagt:

    Hm.

    Die Frage lautet ja, was kaufen, was nicht, richtig?

    Nun, da es H&M ist, sollte die Antwort ganz klar immer und immer und immer NICHTS heißen.

    Wie ihr hier ja auch immer wieder und gern und auch ausführlich veranschaulicht...


    • Barbara Markert sagt:

      Liebe Yelda,

      die Sache ist: Die Leute kaufen es. Und: Es gibt wahrhaft Schlimmeres als H&M. Es geht und ging bei Modepilot immer darum, einen durchdachten und vernünftigen Konsum zu propagieren. Sich zu fragen: Brauche ich das? Ist es gute Qualität? Wie lange und wie oft werde ich es tragen? Gute Sachen kann es auch von H&M geben. Wie auch von Zara. Ich selbst kaufe für mein Kind die Bio-Cotton Hemdchen von H&M, denn die sind spitze. Manche Conscious Sachen sind echt super. Man sollte nicht grundsätzlich eine Marke verdammen, sondern jeder sollte für sich selbst nachhaltig entscheiden. Wenn jemand der totale Balmain Fan ist, muss er heute zu H&M. Hauptsache, er ist danach glücklich.


  • katha sagt:

    ich halte mich grundsätzlcih fern von h&m-kooperationen, würde ich aber dort zuschlagen wollen, wäre ich euch für diese klare kaufberatung (die ich natürlich trotzdem sehr aufmerksam gelesen habe) sehr dankbar. 🙂
    • Barbara Markert sagt:

      Katha, meines sind die Designer-Koops auch nicht. Aber ich gehe wie immer abends um 17 Uhr mal gucken, wie zerstört die Läden dann aussehen. Dieser Konsumwahnsinn ist so irreel, wie aber auch faszinierend. Um 17 Uhr macht man die besten Foto-Stils der leer geräumten Kleiderstangen. Das mache ich jedesmal. I love it!
      • katha sagt:

        Liebe Barbara,

        die ganzen Bilder von dem "Konsumwahnsinn" beim Verkauf der H&M-Balmain-Koop haben mich echt geschockt. Schlange stehen... okay, wer es braucht - aber Leute, die sich prügeln, um zu kaufen?! Das macht mich fassungslos. Und du hast Recht, das ist alles PR: Bei Margiela, sogar bei Isabel Marant waren noch Tage später viele Teile da.

        Ich würde jedem raten, lieber in ein echtes Designerteil zu investieren, im Sale muss man da eventuell noch nicht mal mehr in die Tasche greifen... Aber ich glaube, in dem "Wahn" wollen das die Leute gar nicht wissen...


        Was für Bilder konntest du dieses Mal machen? Da gabs doch bestimmt nur noch Wollmäuse und abgebrochene Fingernägel am Boden, oder? 😉
        • Barbara Markert sagt:

          @katha:

          Guck bitte mal auf Facebook, da habe ich nur ganz wenige Bilder. Nach einem intensiven Pressday in Paris waren alles meine Batterien zuende. Auf der Fläche sah es aber noch gut aus. Das war schlau gelöst. Sie hatten die Fläche flexibel gestaltet und sie wurde ja nach dem Angebot halt immer kleiner. Siehe Bild.