Label to watch: G. Kero

Es sind bunte kleine Männchen, die tanzen, unter Palmen liegen, boxen, Ski fahren oder, oder, oder. Mit wahnsinnig hübschen, handgezeichneten Motiven erobert das kleine Pariser Label G. Kero gerade eine ziemlich illustre Fashionista-Gemeinde. Ein Grund mehr, das Label hier vorzustellen.

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Was ist G. Kero?

Ich entdeckte das Label vor zwei Jahren auf der Modemesse Who’s next, als die erste Kollektion von G. Kero vorgestellt wurde. Die handgemalten Motive auf Seidenblusen und T-Shirts, ebenso naiv wie einnehmend, zogen mich in den Bann. Warum? Diese Mode macht gute Laune. Auf G-Kero Shirts passiert was und ziemlich viel. Man könnte sie fast schon für die Wimmelbücher der Mode halten, denn dort wird musiziert, man sonnt sich unter Palmen, tropische Botanik ist zu entdecken, Papageien, Tiger und vieles mehr.

Hier ein Blick in die aktuelle Winterkollektion, bei der Karl Lagerfeld, die Beatles, François Hollande und Daft Punk zusammen Ski fahren. Und im tropischen Regenwald wie am Polarkreis wieder ziemlich viel passiert.

 

Es gibt nur limitierte Serien. Jedes Stück hat eine Seriennummer, die man auf dem Etikett findet. Im Sommer bietet G. Kero auch Kleider, Röcke und Shorts an. Alle Modelle werden in Familienbetrieben in Portugal gefertigt aus hochwertigen Materialien, wie Seide, Baumwolle und Kaschmir.

 

Wer trägt es?

Kate Moss und Cara Delevingne waren die ersten, die G. Kero entdeckten. Wie mir Philippe, einer der beiden Macher des Labels erzählte, kaufte sich Kate Moss im Urlaub auf St. Barth eine Bluse. Es gab ein Bild auf Instagram. Was weiter passierte, kann man sich denken. Heute findet man auf der G. Kero Instagram Seite weitere sehr schicke Fans, wie Caroline de Maigret, Elle Fanning, Marion Cotillard… Ja, und auch Lena Dunham.

 

Caroline de Maigret

Lena Dunham

Marion Cotillard

Elle Fanning

Cara Delevingne

 

Wer steckt dahinter? Die Geschichte eines Geschwisterpaars

Hinter G. Kero stecken Marguerite Bartherotte und ihr Bruder Philippe. Die beiden wuchsen am Strand von Cap Ferret auf in einer waschechten 68er-Familie mit vielen, vielen Kindern (sechs an der Zahl). Marguerite, die schon immer gerne zeichnete, entdeckte in der Familienbibliothek das Buch  „Adieu l’Afrique“ von Mirella Ricciardi. Die tanzenden Menschen aus diesem Buch bildeten ihr Phantasie-Universum und das ist bis heute so geblieben. Nach dem Abitur besuchte Marguerite die Kunsthochschule La Cambre in Brüssel und langweilte sich gewaltig. Da schrieb ihr Bruder ihr aus Rio de Janeiro einen Brief: Sie möge ihm bitte eine Zeichnung schicken, die er auf ein T-Shirt drucken könnte, weil er nichts in den Boutiquen finde. Die junge Künstlerin war sofort Feuer und Flamme. Sie schickte ihrem Bruder eine Frau mit nackten Brüsten – das erste G. Kero T-Shirt war geboren.

 

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So kam Marguerite auf eine Geschäftsidee. Sie verließ die Uni, zeichnete llustrationen, um im Winter die Miete in Paris zu zahlen, und wohnte im Sommer in der Strandhütte ihrer Eltern, die sie zum Atelier umbaute. Sechs Jahre lang perfektionierte sie ihre Technik und malte ihre tanzenden Persönchen direkt auf T-Shirts, die sie als Leinwand benutzte. „Erst malte ich hübsche Jungs, dann die dazu passenden hübschen Mädchen“, sagt Marguerite, die das Bohème-Leben ihrer Eltern weiterführt und nebenbei als Musikerin arbeitet.

Mit einer Boutique in Cap Ferret fängt 2011 der Schritt ins Business an. 2013 folgt der erste Messeauftritt, heute gibt es einen eigenen Online-Shop und 200 Boutiquen in 24 Ländern, die G. Kero führen. Zum Beispiel: Ron Herman in Los Angeles oder in Tokyo bei Takashimaya.

Für uns wichtig: Der Online-Shop auf der Website liefert auch nach Deutschland.

Photo By: PR Bilder G. Kero, Promis als Screenshots Instagram G. Kero, Barbara Markert für Modepilot
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