Ein Frisuren-Trend, der bleibt: Undone-Look

Hab‘ ich schon mal erzählt, dass ich eine Niete im Frisieren bin? Ich bin ein wahrhaft hoffnungsloser Fall. In der Banklehre (Ich erinnere gerne mal daran, dass Mainlandoffice auch eine hatte. Es gilt eben: Die Pflicht vor der Kür zu absolvieren. Wer ein guter Modejournalist werden will, muss vorher hinter dem Banktresen gestanden haben. Nein, ich scherze.) Also in der Banklehre bekam ich jeden zweiten Tag zu hören, dass ich mich mal kämmen sollte. Hab‘ ich doch. Man sah es nur nicht.

Heute, Jahrzente später ist mein Look endlich in der Mode angekommen. Na, das hat aber mal gedauert. Seit dem Sommer und dem Ethno-Hippie-Gypset-Revival ist nun auch die ungekämmte Mähne oder Neu-Deutsch, der Undone-Look, endlich „in“.

Wie das aussieht? So:

 

Lacoste

Lacoste

 

Oder so:

Paco Rabanne

Paco Rabanne

Yeah, so eine Frisur bekomme sogar ich hin. Man beachte: Die Damen wurden hergerichtet für den Laufsteg. Ja, Ihr lest richtig: Das sind LAUFSTEG-FRISUREN! Sehen nicht so aus? Ich weiß, ich sehe aber auch nie so aus, als ob ich einen Kamm benützen würde.

Wie auch immer, das ist nun Trend und hat sogar den Sommer überdauert. Was mich selbst verwundert. Ich war vor wenigen Wochen auf einer Pariser Party und da sahen alle so aus. Kurzum: Ein echter Frisuren-Trend – für den Nach-Urlaubs-Sommer, Herbst UND Winter.

Wer noch mehr Inspirationen braucht, findet diese in der Galerie.

 

Markus Lupfer
Etro
Christopher Raeburn
Michael Kors
Dries van Noten
Alberta Ferretti
Andrew Gn
Lacoste
Lacoste
Ralph Lauren
Saint Laurent

Markus Lupfer

Etro

Christopher Raeburn

Michael Kors

Dries van Noten

Alberta Ferretti

Andrew Gn

Lacoste

Lacoste

Ralph Lauren

Saint Laurent

Namen gibt es für dieses zersauste, ja einfach total unfrisierte Haar viele: Shaggy LOB (LOB = long Bob), Wavy Bob (= WOB), Carré flou, Messy Hair, Undo oder Undone etcetera. Die Frisuren schauen so aus, als hätten die Haare am Morgen nach dem Bettkissen keinen weiteren Kontakt mit Kamm oder Bürste gehabt. Rosie Huntington-Whiteley, Vanessa Paradies, Taylor Swift, Leighton Meester, Clémence Poésy und Karlie Kloss schauen mit so einer Frisur toll aus. OK. Wie geht’s? Ich bekomme diesen Effekt hin durch Haare waschen und an der Luft trocknen. Sprich: Ich mache einfach gar nichts und es wird so.

Zu einfach? Keine Sorge, es geht auch schwieriger: L’Oréal hat dazu sogar eine Videoanleitung online gestellt:

 

Armin Moorbach erklärt es auch noch mal für ganz langes Haar:

Hier noch mal zum Mitschreiben:  Nach dem Waschen z.B. das Zersaus-Haare-Gel Scruff Me von L’Oréal von den Ansätzen bis zu den Spitzen im handtuchtrockenen Haar verteilen und das Haar mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen, um das Produkt noch besser einzuarbeiten. Für maximale Bewegung im Haar dieses in sechs bis zwölf ungleichmäßige Partien unterteilen und jede zu einem Chignon drehen und am Kopf feststecken. Anschließend das Haar lufttrocknen oder föhnen. Die einzelnen Chignons lösen, die Haare mit den Fingern in Form bringen und für maximale Textur z.B. das Mikropuder für ein Wuschel-Styling mit Namen Next Day Hair in die Längen und Spitzen sprühen. Fertig ist der wilde Look!
Es funktioniert, wie die Bilder oben beweisen, sowohl für dickes, wie dünnes Haar, in BOB-, LOB-Länge oder ganz lang. Ach übrigens, die L’Oréal Haarstylistin Delphine Courteille meint: „Die Frisur steht jedem.“ Na, wenn die das sagt. Ähm, sie hat vergessen: Jedem außer Bankmitarbeiterinnen im Dienst.

 

Hier noch weitere Produkte, die den Undone-Look zaubern oder mithelfen, ihn zersaust wirken zu lassen:

 

 

Photo By: Catwalkpictures
3 Kommentare zu
“Ein Frisuren-Trend, der bleibt: Undone-Look”

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